Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

Reportage kritisiert Zalando

RTL hat den Online-Textilversand Zalando in einem Bericht unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Mitarbeiter werden wohl stark überwacht und müssen im Akkord arbeiten.

zalando.de

Zalando gerät wegen schlechter Arbeitsbedingungen massiv in die öffentliche Kritik. Dem RTL-Bericht zufolge sollen die Mitarbeiter des Unternehmens nicht nur auf Schritt und Tritt überwacht worden sein, sondern kämen mit Wegstrecken von bis zu 27 Kilometern am Tag auch an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit.

Laufwege werden künstlich verlängert

Reporterin Caro Lobig schleuste sich undercover als sogenannter „Picker“ – also ein Mitarbeiter, der die Waren aus den Regalen holt – in das Unternehmen ein. Obwohl über die Recherchemethode nun ein Rechtsstreit tobt, liegen Fakten aus dem erlebten Arbeitsalltag auf dem Tisch. Zu Fuß musste Lobig pro Tag zwischen 15 und 20 Kilometer zurücklegen. An ruhigen Tagen sollen die Wege laut der Journalistin künstlich verlängert worden sein.

Pause erst nach Signal erlaubt

Auch das Pausenmanagement ist in der Kritik. Denn erst mit einem akustischen Signal hätten die vereinbarten Pausenzeiten begonnen. „Wir müssen picken, bis die Hupe geht“, wird ein Mitarbeiter in dem Bericht zitiert. Erst nach dem Signal hätten die Mitarbeiter den Weg zu den Pausenräumen antreten dürfen. Erholung habe sich nicht eingestellt. „Sitzen ist generell unerwünscht“, erzählt Lobig. Anderenfalls drohe ein Gespräch mit dem Teamleiter.

Verzichtserklärung bei Kollaps

Arbeitsrechtler sehen die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers verletzt. Der Hintergrund: Reporterin Lobig hat während ihrer Arbeit bei Zalando stressbedingt einen Kreislaufzusammenbruch erlitten. Doch anstatt medizinischer Versorgung präsentierte man ihr eine Verzichtserklärung. Vor allem in den Sommermonaten seien Fälle wie diese an der Tagesordnung. Auch soll ein Mitarbeiter auf der Toilette des Logistiklagers an einem Herzinfarkt verstorben sein.

Konzern ist erschüttert

Der Konzern zeigt sich indes „erschüttert über den Bericht“. Zalando-Sprecher Boris Radke betont jedoch, dass der betroffene Mitarbeiter in seiner Wohnung verstorben sei. Auch habe eine Abordnung des Unternehmens an der Beerdigung teilgenommen und mit dem Team einen Kranz niedergelegt. Radke verweist in diesem Zusammenhang auch auf einen Betriebsarzt, der pro Schicht eingesetzt werde und sich um etwaige Beschwerden kümmere.

 

Marlies Smits

Anzeige

Aktuell

Am 7. und 8. Januar 2023 wird wieder eine Hochzeitsmesse in Essen stattfinden. „Wir lieben und leben Hochzeiten“ lautet das Motto in diesem Jahr....

Aktuell

Je kürzer die Tage werden, desto mehr rücken die Planungen für das Weihnachtsfest in den Mittelpunkt. Ein wichtiges Thema: die Geschenke. Jedes Jahr erforscht...

Aktuell

Welches Liefererlebnis Onlineshopper erwarten Seven Senders Studie in sieben Ländern Europas liefert neue Erkenntnisse für Shopbetreiber Die Ansprüche an die Nachhaltigkeit im Onlinehandel wachsen:...

Aktuell

Oberhausen. 70.000 Quadratmeter des Gasometers haben im letzten Jahr einen neuen Korrosionsschutz erhalten. Dazu mussten die Mitarbeiter der mittelständischen Rodopi Gruppe  in Höhen von...

Aktuell

60 Prozent befürchten Ansteckung mit Krankenhauskeimen  Auf kontaminierten Oberflächen lauern Viren, Bakterien, Keime und Sporen. Für Patienten können sie zur lebensbedrohlichen Gefahr werden. Die...

Aktuell

Durch alternative Energiequellen können bis zu 40 Prozent des deutschen Erdgasbezugs ohne eine nennenswerte Einschränkung der Chemieproduktion ersetzt werden. Damit leistet Evonik neben der Sicherung...

Weitere Beiträge

Nahezu 80.000 ausländische Studenten waren im letzten Wintersemester an einer Fachhochschule oder Universität in NRW eingeschrieben. Die FernUniversität Hagen hat die höchste Anzahl an...

Aktuell

„Wir müssen umdenken und den Markt für den gehobenen Individualtourismus antriggern“, davon war Bernd Maesse bereits im März überzeugt. Die Nachfrage nach Hotels und...

Aktuell

Das Jahr 2020 hat durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns und Einschränkungen für viele Turbulenzen in der Wirtschaft gesorgt. Insbesondere der Handel...

Aktuell

Die carValoo GmbH und der TÜV Rheinland haben heute eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei digitalen Schadenservices für Flottenbetreiber unterzeichnet. Zentraler Bestandteil der Kooperation ist...

Aktuell

Vom Rheinland über Westfalen bis an die Lippe - die nordrhein-westfälische Vergangenheit ist künftig einfach erklickbar. Auf dem von der Bezirksregierung Köln betreuten Kartenportal...

Aktuell

Der ADAC hat deutsche Autowasch- und Portalanlagen getestet. Das Ergebnis: Zwei Anbieter aus Dortmund sind unter den Top 5.

Aktuell

Tomas Sena, ist Gründer des Prager Start-Ups Swardman. Seinen Traum verwirklicht er auf ganz besondere Art und Weise.

Aktuell

Modische Statements machen auch vor dem Skiurlaub keinen Halt. Im Schnitt geben deutsche Wintersportler rund 360 Euro für Skibekleidung aus und setzen dabei vor...