Connect with us

Hi, what are you looking for?

Web & Telekommunikation

Telefonieren ist out

128 Minuten pro Tag schaut der Durchschnittsnutzer auf den Bildschirm seines Smartphones – 12,12 Minuten verbringt er mit Gesprächen. Laut einer aktuellen Umfrage von O2 werden Smartphones immer seltener zum Telefonieren verwendet. Mittlerweile ist es nur noch der fünfthäufigste Verwendungszweck.

Benjamin Thorn / pixelio.de

Gelassene Telkos

Werden Smartphone-Jünger mit Ja/Nein-Fragen direkt nach den einzelnen Anwendungen gefragt, ist Telefonieren allerdings immer noch die zweithäufigst bejahte Option. 71 Prozent geben an, Anrufe zu tätigen. Nur Fotografieren ist mit 74 Prozent noch häufiger. Dennoch ist es erstaunlich, dass nahezu 30 Prozent der Smartphone-Besitzer demnach scheinbar überhaupt nicht mehr Telefonieren.

„Telefonieren ist immer noch die Hauptanwendung für Smartphones. Anwendungen wie Fotos, Spiele oder Navigation stören die Telekom-Anbieter nicht, da sie keine Konkurrenz für die Telefonie darstellen. Dass die Sprachtelefonie durch Voice over IP, Social Media oder E-Mail etwas rückläufig ist, zeichnet sich bereits ab. Das Datenaufkommen steigt, während die Sprachminuten leicht rückläufig sind“, sagt Andreas Schiller, Analyst der Raiffeisen Bank International.

Trotzdem fragen sich einige Experten bereits, ob es langsam Zeit wird, das „Phone“ aus dem Begriff Smartphone zu entfernen. 24,81 Minuten pro Tag verbringen die befragten Smartphone-Nutzer durchschnittlich im Internet. Weitere 17,49 Minuten werden für soziale Medien aufgewendet. Spiele schlagen mit 14,44 Minuten zu Buche und das Hören von Musik verschlingt täglich 15,64 Minuten. Das geänderte Nutzerverhalten zwingt die Telkos zu Anpassungen.

Neue Tarife

„Bündeltarife, die Telefonie, SMS und Daten abdecken, tragen der Tatsache Rechnung, dass die Smartphones vielfältiger verwendet werden. Für die Telkos ist das von Vorteil, weil alle Kosten eingerechnet sind. Zudem verfallen nicht verbrauchte Freikontingente üblicherweise monatlich.

Der Trend geht momentan weiter in Richtung Flatrates. Wegen der hohen Marktsättigung und neuer EU-Richtlinien werden in Zukunft vielleicht neue Tarifmodelle entstehen. Die Telefonie bleibt aber ein Grundpfeiler für die Anbieter“, so Schiller.

Neben den Netzbetreibern haben die Smartphones auch Einfluss auf andere Branchen. 64 Prozent der Befragten geben an, dass sie durch ihre Telefone keinen Wecker mehr benötigen. Für 39 Prozent ersetzt das Smartphone auch das Tagebuch. Für Wecker-Hersteller und die Papierindustrie scheinen also harte Teiten anzubrechen.

 

Felix Beilharz

Anzeige

Aktuell

QUERGEDACHT: DIE TUCHEL-KOLUMNE Mit der Frühjahrssonne kommt alles ans Licht: schlechtgeputzte Fenster, die Kummerfalten der sozialen Isolation und die Corona-Pfunde. Und haste nicht gesehen...

Aktuell

Corona verändert die Arbeitswelt nicht nur kurzfristig, sondern nachhaltig. Obwohl der Umfang der Homeoffice-Nutzung in einer Nach-Corona-Zeit wieder sinken wird, wird das Niveau mehr...

Aktuell

Investition in mobile Luftreiniger durch UVC-Licht wird bis zu 90 Prozent staatlich gefördert Nicht nur die Gastronomie wartet sehnsüchtig auf die Freiluftsaison, denn im...

Aktuell

Der Wert der Exporte aus Nordrhein-Westfalen lag im Jahr 2020 mit 176,2 Milliarden Euro nicht nur um 9,0 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor,...

Aktuell

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel lagen im Dezember 2020 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 1,9 Prozent höher als im Dezember 2019. Im...

Aktuell

Sowohl die Zahl der Gäste als auch die der Übernachtungen im NRW-Tourismus fielen im Jahr 2020 auf ein historisches Tief. Wie das Statistische Landesamt...

Weitere Beiträge

Nahezu 80.000 ausländische Studenten waren im letzten Wintersemester an einer Fachhochschule oder Universität in NRW eingeschrieben. Die FernUniversität Hagen hat die höchste Anzahl an...

Aktuell

„Wir müssen umdenken und den Markt für den gehobenen Individualtourismus antriggern“, davon war Bernd Maesse bereits im März überzeugt. Die Nachfrage nach Hotels und...

Aktuell

Vom Rheinland über Westfalen bis an die Lippe - die nordrhein-westfälische Vergangenheit ist künftig einfach erklickbar. Auf dem von der Bezirksregierung Köln betreuten Kartenportal...

Aktuell

Modische Statements machen auch vor dem Skiurlaub keinen Halt. Im Schnitt geben deutsche Wintersportler rund 360 Euro für Skibekleidung aus und setzen dabei vor...

Aktuell

Der ADAC hat deutsche Autowasch- und Portalanlagen getestet. Das Ergebnis: Zwei Anbieter aus Dortmund sind unter den Top 5.

Marketing Automation

Verkäufer stoßen oft an mentale Barrieren, die sie bei ihrer Arbeit lähmen. Werden diese erkannt und beseitigt, steigen der Erfolg und die Arbeitszufriedenheit.

Geheimtipps

Aem 10. November 2020 zeigt das Museum Folkwang Gerhard Richters bislang noch nie in der Öffentlichkeit präsentiertes Gemälde „Himmel“ aus dem Jahr 1978.

Aktuell

EX-Geheimagent Leo Martin beim 6. Net(t)working

Send this to a friend