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Oper am Rhein für alle – aber warum nicht auch im Web?

Die Spielzeiteröffnung der Deutschen Oper am Rhein lockte gestern rund 10 000 Besucher an. Am Abend präsentierten Harald Schmidt und Eckart von Hirschhausen unter dem Motto „Oper am Rhein für alle“ die erste Düsseldorfer Operngala, die gleichzeitig auch als kostenloses Public Viewing live auf den Burgplatz in der Altstadt übertragen wurde. Nur ein Streaming des gelungenen Events ins Web fand nicht statt. Warum?

Einen besseren Einstand hätte sich Christoph Meyer, der künftige Intendant der deutschen Oper am Rhein mit Sitz in Düsseldorf und Duisburg, wohl kaum wünschen können. Über 10.000 Besucher im Opernhaus und auf dem Burgplatz im Herzen von Düsseldorfs Altstadt, sonst eher für feucht-fröhliche Jungesell(inn)enabschiede bekannt, machten die Saison-Eröffnung zur größten „Open Air-Oper“ Nordrhein-Westfalens. Romantischer Sonnenuntergang über dem Rhein und ein fast zehnminütiges Feuerwerk zum Abschluss zur Filmmusik aus „Independence Day“ inklusive.

Die beiden Moderatoren Harald Schmidt und Eckart von Hirschhausen traten abwechselnd im Opernhaus und auf der Außenbühne auf und führten durch den Abend. Weltbekannte Opernstars wie Deborah Polaski, Neil Shicoff und Peter Seiffert, sowie erstklassige Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein sorgten für einen gelungenen musikalischen Höhepunkt und ein einzigartiges Erlebnis mit Gänsehaut-Feeling. Nur schade, dass nicht noch mehr Menschen daran teilnehmen konnten.

Dabei hatten die Organisatoren jede Menge erstklassige Videoaufnahmen von der Bühne, aus dem Opernsaal und vom Public Viewing auf dem Burgplatz. Bei dem Aufwand, der insgesamt getrieben wurde (so waren alleine 65 Mikrophone auf der Bühne für den erstklassigen Sound der Live-Übertragung installiert), wäre eine Bereitstellung dieser Aufnahmen im Web in Echtzeit technisch kein Problem gewesen.  „Wir möchten Oper auf charmante und unkomplizierte Art vermitteln. Wir gehen auf die Menschen zu und zeigen: Die Tür zur Oper ist offen – jeder soll sehen, was wir hier machen“, hatte Christoph Meyer angekündigt. Warum dann nicht auch das Web 2.0 nutzen?

„Die Bilder von hier werden ganz schnell auf YouTube zu finden sein“, witzelte Harald Schmidt noch zu Beginn seiner Moderation. Von wegen, Fehlanzeige. Natürlich kann das Betrachten der Live-Übertragung am Computer auch nicht die festliche Atmosphäre im Opernhaus oder die Stimmung beim Public Viewing ersetzen – wie  Co-Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen aus medizinischer Sicht kenntnisreich erläuterte. Denn für den Gänsehaut-Effekt müssen alle Sinne angesprochen werden. Aber ein Ersatz für alle, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht ins Düsseldorfer Opernhaus oder auf den Burgplatz kommen konnten oder wollten, wäre das Internet-Streaming allemal gewesen.

Und dass man sich damit neue Zuschauerkreise – gerade unter Jugendlichen – erschließen kann, beweisen seit einiger Zeit die Duisburger Philharmoniker. Die bespielen im wahrsten Sinne des Wortes inzwischen alle Kanäle – vom eigenen Blog, über Twitter, YouTube, Flickr bis zu Facebook. Ein Beispiel, von dem auch die Macher der Kulturhauptstadt RUHR.2010 im nächsten Jahr lernen sollten.  

 

Wolfgang Müller

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