Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

Das Toilettenpapier ist sicher

Verbrauchermärkte haben wieder Hinweisschilder zur Rationierung von Toilettenpapier ausgehängt, denn im Angesicht der Verschärfung der Corona-Situation haben sich die Regale wieder rasant geleert. Der Verband der Papierindustrie VDP beruhigt aber: Solange sich die Verbraucher normal verhalten, ist die Versorgung gesichert.

Die Versorgung mit Toilettenpapier in Deutschland ist auch in der aktuellen COVID 19-Infektionswelle gesichert. Das hat der Verband Deutscher Papierfabriken VDP mitgeteilt. In Deutschland werden demnach jedes Jahr rund 750.000 Tonnen Toilettenpapier produziert und auch verbraucht. Herstellung und auch Vertrieb von Toilettenpapier über den Handel ist auf diesen gleichmäßigen Verbrauch ausgerichtet. „Solange der Verbraucher sich normal verhält, wird es keine Unterversorgung geben“, erklärte VDP-Hauptgeschäftsführer Klaus Windhagen.

Bereits im Frühsommer hatten Hamsterkäufe zu zeitweisen leeren Regalen geführt. Die Papierfabriken hatten mit verschiedenen Maßnahmen versucht, dem Handel mehr Ware zur Verfügung zu stellen. Wartungsintervalle bei den Maschinen wurden gestreckt und die Anzahl der Sorten wurde verringert, um die Logistik zu entlasten. Auch wurde Ware, die wegen des Lockdowns in Gastronomie und Gewerbe nicht abgerufen wurde, in den Endverbraucher-Bereich geliefert. Dort fanden die Verbraucher daher zum Teil unbekannte Marken vor. Insgesamt mehr Toilettenpapier zu produzieren ist bei den modernen Anlagen nur sehr begrenzt möglich. Die großen Maschinen produzieren ohnehin rund um die Uhr und das bei einer optimierten Geschwindigkeit, die sich kaum verändern lässt.

Die außergewöhnliche Situation hatte nach dem Abebben der ersten Welle zu einem Nachfrageknick geführt. Über das Jahr erwartet die Branche jedoch einen mit dem Vorjahr vergleichbaren Absatz. Den Vorwurf, dass die Hersteller die Krise ausnutzen würden, weist Windhagen entschieden zurück. „Es gibt keine Corona-Aufschläge. Die Hersteller haben vielmehr erhebliche Mehraufwendungen, um die Situation zu managen“.

Deutsche horten im Schnitt für drei Monate, Singles fast drei Mal so viel wie Familien

Das „Rechenportal für Alltagsfragen“ Blitzrechner.de hat im Zuge des ersten Lockdowns einen Toilettenpapier-Bedarfsrechner entwickelt. Die Daten aus dessen 72.512 Berechnungen wurden nun ausgewertet. Das Ergebnis: Singles horten im Durchschnitt einen Vorrat für 127 Tage (etwa 20 Rollen), vierköpfige Familien immerhin noch für 43 Tage (etwa 25 Rollen). „Wir wollten mit dem Toilettenpapier-Bedarfsrechner auf eine humorvolle Art zeigen, dass das Hamstern von Toilettenpapier in den meisten Fällen nicht notwendig ist. Seit letzter Woche sind die Zugriffe auf den Rechner wieder sprunghaft angestiegen. Auch die aktuellen Daten zeigen, dass immer noch zu viele Menschen zu einem ungebremsten Kaufreflex zu neigen scheinen. Man möchte fast meinen: Nichts gelernt.“, so Tim Lilling, Projektleiter von blitzrechner.de.

Dabei gibt es unterschiedliche Gewohnheiten und Nutzungsverhalten. Als Faustregel gilt: Eine Rolle pro Person und Woche. Singles sollten also nur eine Packung à 8 bis 10 Rollen kaufen, die dann für mehr als zwei Monate ausreicht. Eine vierköpfige Familie kommt mit zwei Standard-Packungen einen ganzen Monat aus. Mehrere Großpackungen mit 24 Rollen oder gar Jumbopackungen mit 48 Rollen sind in den seltensten Fällen notwendig. Im Schnitt verbraucht der Deutsche pro Jahr 48 Rollen, also fast eine pro Woche. Eine Standardpackung enthält 10 Rollen. Wer sich als Single mit neuem Toilettenpapier eindeckt, obwohl er noch eine oder zwei Rollen zuhause hat, hat bereits einen Vorrat für 12 Wochen, also drei Monate.

„Wer als Single zwei Großpackungen kauft, wird also schnell zum Super-Hamsterer. Und leider scheint Hamstern auch ansteckend zu sein. Wer im Laden andere dabei beobachtet, wie sie den Einkaufswagen übermäßig füllen, erliegt schnell selbst einem Kaufdrang. Vielleicht hilft Ihnen folgender Kniff: Berechnen Sie in Ruhe zuhause, wie viel Sie wirklich benötigen. Und kaufen Sie dann auch nur genau diese Menge ein.“, so Tim Lilling.

Bildquellen

  • toilettenpapier_klopapier: Jens Goetzke / pixelio.de
Anzeige

Aktuell

Viele kinetische Plastiken von Jörg Wiele stehen im öffentlichen Raum und korrespondieren mit der Architektur, sind integrierter Bestandteil mit den Baukörpern und der Natur....

Aktuell

Am 15. Juli wird auch das GOP Varieté-Theater Essen den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Los geht es mit der Showproduktion „Wild Boys – frisch, prickelnd, Rosemie“ in...

Aktuell

Der nordrhein-westfälische Import von Bienenhonig hat sich innerhalb von fünf Jahren fast vervierfacht. Das Statistische Landesamt IT.NRW hat anlässlich des Weltbienentages am 20. Mai...

Aktuell

Aktueller Job, Ausbildung, Zertifikate, Hobbies und Kollegen – all diese Daten und Informationen aus Sozialen Netzwerken stehen in vielen Fällen frei zugänglich im Internet....

Aktuell

Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen können sich wieder um den  Effizienz-Preis NRW bewerben. Mit dem Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, prämiert die Effizienz-Agentur NRW...

Aktuell

Aus der internationalen Pop-Szene ist Milow längst nicht mehr wegzudenken: Mit Songs wie „You and me“ oder „Howling at the Moon“ sang und spielte er sich...

Weitere Beiträge

Nahezu 80.000 ausländische Studenten waren im letzten Wintersemester an einer Fachhochschule oder Universität in NRW eingeschrieben. Die FernUniversität Hagen hat die höchste Anzahl an...

Aktuell

„Wir müssen umdenken und den Markt für den gehobenen Individualtourismus antriggern“, davon war Bernd Maesse bereits im März überzeugt. Die Nachfrage nach Hotels und...

Aktuell

Vom Rheinland über Westfalen bis an die Lippe - die nordrhein-westfälische Vergangenheit ist künftig einfach erklickbar. Auf dem von der Bezirksregierung Köln betreuten Kartenportal...

Aktuell

Der ADAC hat deutsche Autowasch- und Portalanlagen getestet. Das Ergebnis: Zwei Anbieter aus Dortmund sind unter den Top 5.

Aktuell

Modische Statements machen auch vor dem Skiurlaub keinen Halt. Im Schnitt geben deutsche Wintersportler rund 360 Euro für Skibekleidung aus und setzen dabei vor...

Aktuell

Tomas Sena, ist Gründer des Prager Start-Ups Swardman. Seinen Traum verwirklicht er auf ganz besondere Art und Weise.

Industrie 4.0 & Logistik

Start-Ups in der Logistik sind ein Trendthema - auch im Ruhrgebiet. Die Digitalisierung muss in der Logistikbranche greifen, um Industrie 4.0 überhaupt zu ermöglichen....

Industrie 4.0 & Logistik

Er gilt als der „Ferrari unter den Rasenmähern“: Mit einzigartigem Design und arbeitserleichternden Funktionen will ein tschechisches Start-Up die Fans von englischem Rasen begeistern....

Send this to a friend