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Reparatur von Elektrogeräten steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen

Das Reparieren von Elektrogeräten ist in Deutschland noch nicht weitverbreitet. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Recommerce-Unternehmens rebuy: Nur 53 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits mindestens einmal die Lebenszeit eines Elektrogeräts durch eine Reparatur verlängerten. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 47 Prozent die Geräte bei einem Defekt sofort entsorgen oder mit dem Defekt weiter betreiben. Die Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren steht der Möglichkeit einer Reparatur am positivsten gegenüber: 71 Prozent gaben an, bereits mindestens einmal ein Elektrogerät in die Reparatur gegeben zu haben. Mit zunehmendem Alter nimmt dieses Verhalten jedoch drastisch ab. Bei den über Sechzigjährigen nutzen nur noch 41 Prozent die Reparaturangebote.

Der Hauptgrund, eine Reparatur nicht durchführen zu lassen, war der Preis. 40 Prozent der Befragten gaben an, dass eine Reparatur zu teuer gewesen wäre. Nahezu jede:r Zweite (47 Prozent) hielt das defekte Gerät für zu alt, als dass sich eine Reparatur noch lohnte. 17 Prozent der Befragten gaben an, dass eine Neuanschaffung bereits geplant war und 14 Prozent verzichteten auf eine Reparatur, weil das neue Gerät energieeffizienter sei. Ein weiterer wichtiger Grund war, dass sich keine Reparaturstation in der Nähe befand (12 Prozent).

Haushaltsgeräte werden eher repariert als Smartphones

Die Bereitschaft, ein Elektrogerät reparieren zu lassen, variiert jedoch stark hinsichtlich der Gerätegruppen. Während drei Viertel der Befragten es für sinnvoll halten, Elektrogroßgeräte, wie zum Beispiel Waschmaschinen, Kühlschränke oder Öfen, reparieren zu lassen, sind es bei PCs oder Laptops nur noch knapp zwei Drittel (65 Prozent). Beim Smartphone sind es sogar nur noch 52 Prozent. Gefragt, ob eine Angabe der „Lebensdauer“ des Geräts einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung hätte, stimmten dem 70 Prozent zu.

„Die geringe Zahl der reparierten Elektrogeräte zeigt, dass wir deutlich stärkeren Druck auf die Hersteller ausüben müssen. Wir unterstützen daher die Forderung, die Reparierbarkeit durch ein Siegel transparent zu machen. Das Energieeffizienzlabel hat bereits dazu geführt, dass Konsumenten ihre Kaufentscheidung danach ausrichten. Ein ‚Reparierbarkeitslabel‘ wird Konsumenten eine weitere wichtige Orientierungshilfe geben, wie sie ihr Kaufverhalten nachhaltiger gestalten können. Besonders bei Smartphones gibt es diesbezüglich noch einen hohen Aufklärungsbedarf“, so Philipp Gattner, CEO von rebuy und fügt hinzu: „Je mehr Geräte wir durch eine Reparatur im Kreislauf halten, desto besser ist es auch für die Umwelt, denn dadurch werden viel Energie, die bei der Produktion von Neugeräten benötigt wird, sowie wichtige Rohstoffe – darunter allein 30 Metalle – eingespart.“

Bildquellen

  • : rebuy
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