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Bizz Tipps

Ohne Winnetou in die Zukunft – Die Zeit der großen Häuptlinge ist vorbei

Agile Führung, das klingt nach Aufbruch, Bewegung und Dynamik und ist in den Führungsetagen gerade en vogue. Was es mit diesem modernen Führungsstil auf sich hat, das verrät Jenny Schubert, Inhaberin DieKonturManager in Düsseldorf. Ihr Know-how serviert der Business-Coach in sechs kleinen Häppchen als Fingerfood für Führungskräfte.

MakDill / Shutterstock

In Zukunft entscheidet nicht mehr die Pracht des Federschmucks, sondern das passende Mindset darüber, ob ein Unternehmen erfolgreich geführt wird. Agil führen heißt anders führen als bisher und nicht weniger führen. Doch wie soll das anders führen aussehen, welcher Führungsstil soll sich entwickeln? Mit meinen Tipps werde ich Sie dabei unterstützen, Führung neu zu denken.

Muss denn alles neu sein?

Nein! Agile Führung ist kein vollkommen neuer Führungsstil, sondern hat sich aus vorhandenen Führungsstilen weiterentwickelt. Agile Führung ist die Reaktion auf eine veränderte Arbeits- und Lebenswelt, die durch Digitalisierung und Wertewandel geprägt ist.

Führung ist so komplex geworden, dass ein einzelner es nicht mehr schafft, statt konservativer Top-Down-Führung ist Bottom-Up-Teamgeist gefragt. Agile Führungskräfte vertrauen auf das Wissen im Team. Konservative Führungskräfte leben tendenziell eher das Mindset „ich muss alles wissen/ich kann es am besten“.

Wie agil sind Sie? Beantworten Sie die zwei folgenden Fragen für sich:

  • Wie stark bin ich an der Weiterentwicklung meiner Mitarbeiter und meines Teams interessiert?
  • Wie häufig wende ich Führungstechniken an, die auf Ressourcen und Stärken ausgerichtet sind?

Persönlichkeit als Fundament

Wie agil der Führungsstil in einem Unternehmen ist liegt an der Einstellung der Führungsebene. Wie offen ist diese für neue Erfahrungen und Methoden? Wie emotional stabil ist sie und wie gut kommt sie mit Unsicherheiten, die unser Arbeitsleben ausmachen, klar?

Ein Modell, das ein Grundverständnis der eigenen Persönlichkeit vermittelt, ist das „Big Five Persönlichkeitsmodell“. Es beschreibt das Wesen eines Menschen anhand der fünf Eigenschaftsdimensionen Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und emotionale Stabilität. Die jeweilige Ausprägung (stark/schwach) ist entscheidend:

  • OFFENHEIT – Starke Ausprägung: zu neuen Erfahrungen bereit, neugierig, Abwechslung suchend. Schwache Ausprägung: konventionell, vorsichtig, bodenständig.
  • GEWISSENHAFTIGKEIT – Starke Ausprägung: gut organisiert, zuverlässig, arbeitet strukturiert, verfügt über Disziplin und Ehrgeiz. Schwache Ausprägung: sorglos, unvorsichtig, sprunghaft.
  • EXTRAVERSION – Starke Ausprägung: suchen Kontakt zu anderen, gesprächig, können begeistern, sind aktiv, handeln spontan. Schwache Ausprägung: eher zurückziehend, eher ruhig, gern allein, arbeitet am liebsten unabhängig.
  • VERTRÄGLICHKEIT – Starke Ausprägung: kooperativ, warmherzig, hilfsbereit, großzügig, harmoniebedürftig. Schwache Ausprägung: streitet gern, eigenwillig, misstrauisch, wenig entgegenkommend.
  • EMOTIONALE STABILITÄT – Starke Ausprägung: ängstlich, sorgenvoll, nervös, schnell gekränkt. Schwache Ausprägung: eher entspannt, emotional stabil, zufrieden, ungezwungen und selbstsicher.

Machen Sie den Big Five-Test ruhig einmal für sich. Alternativ stellen Sie sich und dem Team in einem Teamworkshop die entsprechenden Fragen und sind damit mittendrin in der agilen Welt von Kommunikation und gegenseitiger Wertschätzung. Stärken Sie diejenigen Anteile Ihres Mindsets, die in die neue Arbeitswelt passen, wie z.B. offen für neue Erfahrungen zu sein und Mitarbeiter zu begeistern. Erarbeiten Sie sich für Ihre persönlichen Herausforderungen neue Verhaltensstrategien. Machen Sie sich auf den Weg, eine agile Führungspersönlichkeit zu werden.

 

Jenny Schubert

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