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Überschuldungsrisiko der Deutschen ist gestiegen

Das Schuldnerklima in Deutschland hat sich im Winter 2015/16 wieder verschlechtert und das Überschuldungsrisiko der Deutschen ist wieder gestiegen. Viele Deutsche fühlen sich zumindest zeitweise von ihren Verbindlichkeiten überfordert.

Boniversum / Boniversum

Der SchuldnerKlima-Index, den der Anbieter von Bonitätsinformationen Creditreform Boniversum regelmäßig erhebt, ist um 2 auf aktuell 101 Punkte gesunken. Im Herbst 2015 lag der Index noch bei 103 Punkten. Damit liegt er zwar immer noch knapp im positiven Bereich, jedoch unter dem langjährigen Mittelwert. Das Überschuldungsrisiko der deutschen Verbraucher ist in diesem Quartal wieder gestiegen und bleibt weiterhin angespannt. Das ist das Ergebnis der aktuellen repräsentativen Herbstumfrage der Creditreform Boniversum. „Unser Klimaindex macht aktuell eine Seitwärtsbewegung. Allerdings leiden immer mehr Verbraucher unter temporärem Schuldenstress. Sie merken offensichtlich, dass ihre Konsumlust möglicherweise nicht ohne Nebenwirkungen bleiben kann. Wir erwarten daher auch in den nächsten Monaten eine Zunahme der Schuldnerzahlen“, sagt Ralf Zirbes, Geschäftsführer von Boniversum.

Anzahl der „Sparer“ ist rückläufig

Die deutschen Verbraucher schätzen ihre aktuelle wie auch die künftige wirtschaftliche Lage nur unwesentlich besser ein als im Vorquartal. Rund 33 Prozent (Herbst 2015: 32 Prozent) der deutschen Verbraucher bewerten ihre aktuelle Lage mit einer guten oder sehr guten Schulnote. Die eigene wirtschaftliche Lage für die nächsten Monate bewerten rund 34 Prozent (Herbst 2015: 33 Prozent) mit einer guten oder sehr guten Schulnote. Weniger erfreulich: Die Sparneigung der deutschen Verbraucher hat sich in diesem Quartal wieder leicht verschlechtert. Nur noch 32 Prozent (Herbst 2015: 34 Prozent) der Deutschen sparen noch regelmäßig.

Kreditnutzung geht zurück, Anschaffungsbereitschaft nimmt zu

Nach einem leichten Anstieg im Herbst ist das Niveau von Kreditnutzung und Verbindlichkeiten der deutschen Verbraucher im Winter 205/16 rückläufig, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Derzeit geben rund 61 Prozent (- 4 Punkte) der Verbraucher an, Kredite oder sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zu haben. Bankverbindlichkeiten (30 Prozent; +/-0 Punkte) und Kredite zur Immobilienfinanzierung (19 Prozent; -2 Punkte) spielen dabei vorrangige Rollen. Die Inanspruchnahme von Krediten für Konsumgüter ist dagegen leicht angestiegen (16 Prozent; +2 Punkte). Die Bereitschaft, kurzfristige Konsumgüter (36 Prozent; +4 Punkte) und langfristige (mobile) Nutzgüter (PKW; 24 Prozent; +Punkte) mit Hilfe von Krediten anzuschaffen, ist jedoch spürbar gestiegen. Alles in allem zeigen die aktuellen Ergebnisse die Gefahr einer weiteren Erhöhung des Überschuldungsrisikos der deutschen Verbraucher.

Schuldenstress nimmt leicht ab

Der so genannte subjektive Schuldenstress ist im Winter 2015/16 bei deutschen Verbrauchern leicht gesunken (13 Prozent, -1 Punkt), erreicht aber immer noch den vierthöchsten Wert der insgesamt 22 Wellen der SchuldnerKlima-Analyse. Allerdings ist der Anteil der Verbraucher, die sich „manchmal von den finanziellen Verbindlichkeiten überfordert fühlen“, deutlich gestiegen (39 Prozent; +7 Punkte). Als Gegentrend nimmt jedoch der Anteil der Schulden-Ablehner erstmals seit dem letzten Winterquartal deutlich zu (24 Prozent; +4 Prozent).

SchuldnerKlima trübt sich wieder ein

Die eher pessimistische Prognose aus dem Vorquartal hat sich bestätigt. Trotz stabiler Konjunkturlage ist eine nachhaltige Trendwende ins Positive nicht in Sicht. Das SchuldnerKlima verbleibt zwar dank der insgesamt positiven Konjunkturlage im „grünen“ Bereich, dennoch deuten die hohe kreditgestützte Anschaffungsbereitschaft und die zugleich sinkende Sparneigung der deutschen Verbraucher auf ein mittelfristig eher steigendes denn abnehmendes Überschuldungsrisiko hin.

Weitere Informationen zu Ansatz und Methodik des SchuldnerKlima-Index und den Gesamtbericht gibt es hier.

 

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