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Alle Jahre wieder: Weihnachtspost und Kundengeschenke

Weihnachten ist die hohe Zeit an andere zu denken. Man möchte seinen Geschäftspartnern für die Zusammenarbeit danken, ihnen ein schönes Fest wünschen und womöglich auch ein Präsent verschicken.

Janet Daniel / pixelio.de

Mit Schokolade müsste die Freude theoretisch bei allen Kunden groß sein. Denn beim Deloitte Christmas Survey 2017 landete die süße Versuchung beim Top-10 Wunschzettel bei den Frauen mit 46 Prozent auf Platz eins. Bei den Männern musste sich das süße Genussmittel mit 41 Prozent den ersten Platz mit seelenlosem Bargeld teilen.

Dieses Ranking würde für Adventskalender als Vorweihnachts-Kundenpräsente sprechen. Ebenso wie die Tatsache, dass Sie zeitlich vor der Weihnachtspostflut Ihrer Konkurrenten liegen. Samentütchen für einen Tannenbaum, aus denen erst nach acht bis zwölf Jahren ein veritabler und schmückfähiger Weihnachtsbaum wird, stehen aus gutem Grund nicht auf dem Top-10 Wunschzettel.

Geschenke mit Empathie aussuchen

Gehen Sie bei der Weihnachtspost und bei den Kundengeschenken in diesem Jahr einmal empathisch vor. Worüber würden Sie sich freuen? Am meisten wohl darüber, wenn jemand sich Gedanken gemacht hat. Wenn jemand Ihren Geschmack, Ihre Hobbys oder Vorlieben kennt oder das Präsent mit Ihrem Namen versieht.

Hand aufs Herz: Freuen Sie sich wirklich und ganz aufrichtig, wenn Sie in Ihrer Weihnachtspost darüber informiert werden, dass Sie in diesem Jahr kein Geschenk bekommen, weil Ihr Geschäftspartner das Geld hierfür gespendet hat? Vor allem dann nicht, wenn weder die Höhe der Spende noch die karitative Einrichtung genannt werden.

Sollten Sie jetzt schon viele gute Ideen für Ihre Kunden im Kopf haben, dann vergessen Sie im Überschwang nicht die Complianceregeln. Beachten Sie sowohl die eigenen Regeln über erlaubte bzw. unerlaubte Geschenke als auch die Compliance-Regeln der Unternehmen, die Geschenke erhalten sollen. Absolut compliance-neutral ist es, handschriftlich eine Karte oder einen Brief mit ein paar persönlichen Worten zum bevorstehenden Weihnachtsfest, zu den Feiertagen und zum Jahreswechsel zu schreiben.

Ist Ihr Kundenkreis zu groß, dann gilt dennoch: die Anrede, die Grüße sowie die Unterschrift sollten mit der Hand geschrieben werden. Und bitte keine Briefumschläge mit Adressfenster verwenden. Auch die Adresse sollte handschriftlich sein. Statt Unternehmensfrankiermaschinen einzusetzen besser Sonderbriefmarken aufkleben, um nicht in der allgemeinen Geschäftspost unterzugehen.

Mein Business-Tipp: Schenken Sie Wertvolles außerhalb der üblichen Termine. Schenken Sie zu Weihnachten nur eine Kleinigkeit, um dem Beschenkten zu zeigen, dass Sie an ihn gedacht haben. Das wertvollere Geschenk überreichen Sie zu einem Zeitpunkt, der für Sie und Ihren Kunden persönlicher ist als in der Hektik der Vorweihnachtszeit.

 

Wulf-Hinnerk Vauk

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