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Fitnessbranche präsentiert sich topfit

Laut einer Studie von Deloitte und dem Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) ist Fitness eines der am schnellsten wachsenden Sportsegmente in Deutschland. Neben Anbietern aus dem Discount- und Premiumbereich profitieren vor allem Anbieter von Special-Interest-Konzepten und Personal- bzw. Kleingruppentrainer vom zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Deutschen.

Petra Bork / pixelio.de

Insgesamt sieht die Fitness-Branche laut der Studie „Der deutsche Fitnessmarkt 2013“ optimistisch in die Zukunft. Die Anlagen- betreiber erwarten weiterhin ein Gesamt- wachstum des Marktes, wobei das Fitness- angebot durch eine weitere Differenzierung und Spezialisierung geprägt sein wird. Ende 2012 waren in Deutschland 7,9 Millionen Menschen in einem Fitnessstudio angemeldet. „Damit trainierte fast jeder zehnte Deutsche in einer der bundesweit 7.566 Fitnessanlagen. Das sind 4 Prozent mehr Kunden als im Vorjahr. Insge- samt ist der Markt von 2007 bis 2012 um durchschnittlich 7 Prozent pro Jahr gewachsen“, erläutert Karsten Hollasch von Deloitte. Neben dem Behinderten- und dem Outdoor-Sport gehört Fitness zu den drei am schnellsten wachsenden Sportsegmenten in Deutschland. So stieg die durchschnittliche Mitgliederzahl pro Anlage mit einer Gesamtfläche von über 200 Quadratmetern im Jahresvergleich um 2,5 Prozent auf 1.203. Grundsätzlich wird der Fitnessmarkt in Ketten-, Filial- und Einzelbetriebe differenziert. Die Einzelbetreiber verfügten durchschnittlich über 802, die Filialbetreiber über 1.314 und die Kettenbetreiber über 2.422 Mitglieder pro Anlage.

Fast 4 Milliarden Euro Marktvolumen

Einzelanlagen verzeichnen zwar mit 3,6 Millionen Kunden in absoluten Zahlen die meisten Mitglieder, Kettenbetreiber holen jedoch auf und steigerten ihre Mitgliederzahl auf 3,5 Millionen. Noch Ende 2007 hatten Einzelbetreiber fast doppelt so viele Mitglieder wie alle anderen Anbieter. Hingegen hat die Zahl der Mitglieder in Filialbetrieben allein in 2012 um 233.000 abgenommen. Das liegt auch daran, dass viele Filialbetreiber weitere Anlagen eröffnet haben und daher nun den Kettenbetrieben zugeordnet werden. 2012 hielten die Ketten bereits einen Marktanteil von 47,2 Prozent. Zwar verzeichnete die Fitnessbranche im abgelaufenen Jahr einen leicht gesunkenen Durchschnittspreis der Mitgliedsbeiträge (Bruttomitgliedsbeitrag inklusive Mehrwertsteuer) von 46,20 Euro in 2011 auf 45,42 Euro in 2012, jedoch blieb der Gesamtumsatz der Branche konstant. Die gestiegene Anzahl der Mitglieder kompensierte den gesunkenen Mitgliedsbeitrag, sodass der Gesamtumsatz der Fitnessbranche um 0,1 Prozent auf 3,8 Milliarden gesteigert werden konnte. Der gesunkene Mitgliedsbeitrag resultiert aus der gestiegenen Nachfrage nach Discountangeboten.

Langfristiger Wachstumstrend

In der Fitnessbranche sind einige Trends zu beobachten. Dazu gehören beispielsweise gesundheitsorientierte Fitnesskonzepte wie Rücken- oder Haltungstraining. Zudem steigen die Kundenansprüche an die Beratungs- und Betreuungsqualität über alle Segmente hinweg, auch die Nachfrage nach Personal- und Kleingruppentraining wächst stetig. Der Markt wird sich insgesamt weiter differenzieren und tendiert zu lohnenswerten Nischen. „Der langfristige Wachstumstrend der Fitnessbranche wurde auch in 2012 fortgesetzt. Dass er auch im kommenden Jahr weiterhin anhalten wird, ergibt sich aus unserer Befragung der Anlagenbetreiber über ihre Erwartung der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung für die nächsten zwölf Monate. Gerade einmal knapp 2 Prozent der Betreiber sehen pessimistisch in die Zukunft, wohingegen rund 74 Prozent der Anlagenbetreiber davon ausgehen, dass sich ihre Situation in 2013 verbessern wird“, resultiert Birgit Schwarze, Präsidentin des DSSV.

 

Karin Völker

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