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Reisen

Luther, Bauhaus, Gartenreich – ein Streifzug durch das Land der Reformer

Sie suchen in Zeiten der Aschewolke ein Ziel für Ihren Kurzurlaub in Deutschland? Sie möchten (Hoch-)Kultur und das Erlebnis unberührter Naturlandschaften verbinden? In Wittenberg und dem alten Fürstentum Dessau-Anhalt finden Sie von beidem reichlich. Eine Reise auf den Spuren großer Reformer.

IMG Sachsen-Anhalt

Nirgendwo in Deutschland, nirgendwo in Europa und nirgendwo in der Welt finden sich auf so engem Raum drei UNESCO-Welterbestätten, verbunden durch das UNESCO-Biosphärenreservat der Mittelelbe. Gerade einmal 37 Straßenkilometer trennen die Luthergedenkstätten in Wittenberg, die Schlösser und Gartenanlagen des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches und das Bauhaus wie die Meisterhäuser in Dessau voneinander und verbinden drei kulturelle und historische Schwergewichte auf dem Weg Deutschlands vom ausgehenden Mittelalter in die europäische Moderne. Ein Muss für reisefreudige Kulturfreunde.

Das Erbe Martin Luthers ist in Wittenberg allgegenwärtig. Wie Perlen an der Kette der Reformation schreitet man auf Collegien- und Schlossstraße an der in Stein gemeißelten Erinnerung an den Reformator entlang: Vom Lutherhaus, in dem heute eine exzellente Ausstellung Luther und die Zeit der Reformation zu neuem Leben erweckt, geht man – auf angenehm verkehrsberuhigten Kopfsteinpflaster – vorbei am Melanchthonhaus zum Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus, den Cranach-Höfen und der Stadtkirche. Hier predigte Luther und teilte zum ersten Mal in der Geschichte der Christenheit das Abendmahl in „beiderlei“ Gestalt aus. Schließlich das Wahrzeichen Wittenbergs mit seinem markanten Turm – die Schlosskirche, Pantheon des Protestantismus. Sie ist letzte Ruhestätte Luthers, Melanchthons ebenso der Fürsten, die ihre schützende Hand über Reformatoren und Reformation hielten, und wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die (protestantischen) preußischen Könige zu einer „Ruhmes- und Gedächtnishalle der Reformation“ umgestaltet.

Nur 20 Kilometer weiter – mit dem Rad durch das Biosphärenreservat Mittelelbe oder dem Auto über Landstraßen – und das Gartenreich des aufgeklärten Fürsten Leopold Friedrich Franz III. von Anhalt-Dessau öffnet sich. Die tiefere Bedeutung des UNESCO-Welterbes mit seinen Bauten, Statuen und Sichtachsen erschließt sich nicht auf den ersten Blick: Fürst Franz, wie seine Untertanen ihn nannten, schuf in Wörlitz und anderen Orten seines kleinen Fürstentums einen „Garten der Aufklärung“. „Nützlich zu sein und Gutes zu stiften sind in meinen Augen unsere Schuldigkeit und die angenehmste Beschäftigung unseres Lebens“, bracht er seine Maxime auf den Punkt. Und dieser Gedanke durchzieht nicht nur jeden Quadratmeter der Parkanlagen des aufgeklärten und europaweit geachteten Reformers. Fürst Franz ließ auch Straßen bauen, Ostwiesen anlegen, Schulen eröffnen und brachte Handel und Gewerbe auf Vordermann. Irgendwo her musste das Geld für die Gärten und Schlösser ja kommen.

In die ehemalige Residenz des Fürsten, nach Dessau, fährt an Wochenenden und Feiertagen sogar eine kleine Eisenbahn. Und hält in unmittelbarer Nähe zum Bauhaus und den Meisterhäusern – dem dritten UNESCO-Welterbe auf unserer Reise. Wieder ging es den Schöpfern um Reformen: Alle Künste sollten sich im Bauhaus in idealer Weise verbinden, gleichzeitig Kunst und Technik eine neue Einheit bilden. Sieben Jahre, von 1925 bis 1932, war Dessau Heimat des Bauhausgedankens und von Stadtplanern, Architekten und Künstlern. Allen voran Größen wie Walter Gropius, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Lyonel Feininger oder Oskar Schlemmer. Von der kleinen Provinzstadt Dessau aus gingen gestalterische Ideen und Konzepte um die Welt, die Besucher heute zwischen den Niederlanden, Israel und den USA bewundern können – oder aber in Sachsen-Anhalt.

Informationen und Angebote rund um „Luther, Bauhaus, Gartenreich“ bietet die Website www.luther-bauhaus-gartenreich.de/

 

ots / Mitteldeutsche Zeitung

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