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Personal

Equal Pay lässt die Entleihdauer auf neun Monate schrumpfen

Ein neues Gesetz soll Missbrauch beim Einsatz von Fremdpersonal vermeiden und Scheinwerkverträge unterbinden. Ab 1. April treten deshalb nach jahrelangen zähen Verhandlungen strengere Regeln für den Einsatz von Leiharbeitnehmern in Kraft.

Gess Group

Die Verleihdauer wird für Personaldienstleister unter dem Strich auf neun Monate beschränkt, auch wenn die offizielle Überlassungszeit auf 18 Monate festgelegt wurde.

„Wer als Verleiher Mitarbeiter in ein Unternehmen schickt, muss nach neun Monaten die gleiche Bezahlung wie beim Stammpersonal gewährleisten, sofern es keinen Branchenzuschlagstarifvertrag gibt, der etwas anderes regelt. Hierzu muss er nicht nur alle Entgelt- und Nebenleistungen des Entleihers ganz genau kennen, sondern auch noch Leistungen wie einen Dienstwagen oder einen KITA-Platz richtig ‚umrechnen‘. Das wirft in der Praxis kaum lösbare Probleme auf“, so Jan L. Teusch, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner der Kanzlei Kliemt & Vollstädt beim 2. Gess Business-Breakfast der Gess Group.

Der Düsseldorfer Personaldienstleister bietet seit Oktober die Kombination von Frühstück und Vortrag an, um über aktuelle Entwicklungen in der Zeitarbeitsbranche zu informieren. „Das Format kam so gut an, dass wir in jedem Quartal Kunden und Interessierte einladen werden“, so der Geschäftsführer der Gess Group Christian Schmalen.

Achtung Fallstricke

Und Information tut not, denn Fallstricke bietet das neue Gesetz viele, sowohl für die verleihenden als auch die entleihenden Unternehmen. Zahlt ein Personaldienstleister nicht spätestens nach neun Monaten seinen Leiharbeitnehmern den gleichen Lohn wie ihn die Stammbelegschaft des entleihenden Unternehmens erhält, begeht er eine Ordnungswidrigkeit.  Im schlimmsten Fall werden bis zu 500.000 Euro für jeden Leiharbeitnehmer fällig.

Ebenfalls neu: Meldet sich ein Leiharbeitnehmer, der bereits namentlich angefordert und von beiden Seiten schriftlich bestätigt wurde, am Sonntag für Montagmorgen krank, wird es nicht nur zeitlich, sondern auch rechtlich eng. Denn beide Seiten müssen einen neuen Leiharbeitnehmer vor dessen Arbeitsantritt namentlich nennen und gegenseitig bestätigen.

„Das wird in der Praxis jedenfalls in Eilfällen schwer umzusetzen sein und hebelt den gerade für den Mittelstand so wichtigen Faktor Flexibilität beim Einsatz von Zeitarbeitnehmern aus“, merkt Gess-Geschäftsführer Christian Schmalen an.

 

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