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IT-Jobs sind nur was für Nerds

In der IT-Branche macht sich der Fachkräftemangel besonders stark bemerkbar. Hinzu kommt, dass die Branche mit massiven Imageproblemen zu kämpfen hat, wie aus einer aktuellen Studie der britischen Recruitment-Webseite CWJobs hervorgeht. Demnach meidet der potentielle Nachwuchs eine IT-Karriere, da diese als zu „nerdig“ angesehen wird.

Manfred Jahreis / pixelio.de

Laut CWJobs schrecken viele junge, potenziell vielversprechende Jobanwärter deshalb vor einer IT-Karriere zurück, weil sie nicht mit der Vorstellung leben können, selbst den Stempel einer „nerdigen“ und “ sozial untauglichen“ Persönlichkeit aufgedrückt zu bekommen.

Zudem herrscht bei 39 Prozent der Eindruck vor, dass ein Job in den Informationstechnologien einfach keinen Spaß macht.

„Meistens stellt man sich den IT-Experten so vor, dass er einsam in seinem Kammerl sitzt und bis spät in die Nacht programmiert und Hardware wartet“, erklärt Achim Kaspar, CEO bei Cisco Österreich. Sicher gebe es auch diesen Bereich.

„Es geht um den Abbau von Vorurteilen: IT-Jobs sind oftmals auch im Bereich des Projektmanagements angesiedelt und erfordern Flexibilität und Kreativität. Mit Hilfe von IT werden Prozesse, Abteilungen und Menschen zusammengebracht – dabei sind auch manchmal Reisen erforderlich. Die umgesetzten Lösungen helfen den Menschen, Unternehmen und Organisationen, ihre Ziele zu erreichen“, betont Kaspar.

Bildungssektor entscheidend

Um zu belegen, dass das schlechte Image in der Praxis tatsächlich junge Menschen von einem Einstieg in die IT-Branche abhält, verweisen die CWJobs-Analysten auf konkrete Zahlen aus den vergangenen zehn Jahren. Demnach haben sich in diesem Zeitraum nicht mehr als drei Prozent der britischen Jugendlichen für das Studium der Computerwissenschaften entschieden.

„Im Bildungssektor liegt der Schlüssel, um junge Menschen von einer IT-Karriere zu überzeugen“, wird CWJobs-Geschäftsführer Richard Nott vom Branchen-Blog TechRepublic zitiert.

Auch Cisco-CEO Kaspar sieht im Bildungsbereich eine mögliche erfolgreiche Maßnahme, um die bestehenden Ressentiments gegenüber IT-Jobs abzubauen: „Die Nachfrage nach IT-Experten ist ungebrochen. Daher sollten verstärkt Informationsmaßnahmen im Schulbereich gesetzt werden, vor allem in den Jahrgängen, in denen Schüler sich mit weiterführenden Bildungswegen auseinandersetzen.“

Zu wenig Engagement

Interessant ist, dass laut CWJobs-Analyse sogar die Fachkräfte innerhalb der IT-Branche um die besondere Bedeutung des schulischen Bereichs wissen. Mit rund 64 Prozent kritisiert die große Mehrheit, dass die Industrie selbst zu wenig Engagement dafür aufbringt, um junge Leute für das eigene Metier zu interessieren.

Diese sollte mehr Lehrstellen anbieten, die Branche durch positive Werbung in einem besseren Licht erscheinen lassen und mehr Geld für die Förderung von speziellen Universitätslehrgängen in die Hand nehmen, so die gesammelten Untersuchungsergebnisse.

 

Quelle: na presseportal

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