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Wirtschaft

Smart Energy im Betrieb: Energie intelligent erzeugen, verteilen und nutzen

Industrie und Unternehmen verbrauchen in Deutschland mehr als die Hälfte der gesamten Stromproduktion. Maßnahmen zur Einsparung von Energie und der Förderung der Energieeffizienz im betrieblichen Bereich kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Viele Mittelständler aus Industrie und produzierendem Gewerbe haben sich bereits für den effizienteren Einsatz von Energie entschieden. Dennoch bleiben viele Potenziale zur Kostensenkung weiter ungenutzt.

Industrie und Unternehmen verbrauchen in Deutschland mehr als die Hälfte der gesamten Stromproduktion. Maßnahmen zur Einsparung von Energie und der Förderung der Energieeffizienz im betrieblichen Bereich kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Viele Mittelständler aus Industrie und produzierendem Gewerbe haben sich bereits für den effizienteren Einsatz von Energie entschieden. Dennoch bleiben viele Potenziale zur Kostensenkung weiter ungenutzt.

Nach einer aktuellen Studie der Deutschen Energie-Agentur haben 80 Prozent der mittelständischen Unternehmen in den letzten Jahren an der Verbesserung ihrer Energieeffizienz gearbeitet, und zwar in erheblichem Umfang. 65 Prozent der Unternehmen, die in diesem Bereich Angaben machen konnten, gaben ein Investitionsvolumen von 10.000 bis 500.000 Euro an, bei 15 Prozent der Befragten lag dieser Wert sogar über 500.000 Euro. Große Defizite gibt es jedoch nach wie vor bei energieintensiven Techniken wie Druckluft, Antrieb oder Pumpensystemen. Hier wird nach wie vor nicht genügend für die Modernisierung der Anlagen getan.

Eine Studie der Deutschen Bank ergab darüber hinaus für das Jahr 2009, dass 40 % der deutschen Mittelständler in die Steigerung der Energieeffizienz investieren wollen. Während etwa 40% der Befragten in diesem Zusammenhang angaben, in energieeffiziente Geräte und Fahrzeuge, verbesserte Logistik sowie energieeffiziente Produktionsanlagen investieren zu wollen, standen mit 77 % der Nennungen Investitionen in die Gebäudetechnik eindeutig im Mittelpunkt. Immer mehr Betriebe haben offensichtlich erkannt, dass die Gebäudesystemtechnik durch eine intelligente und vernetzte Raum- und Gebäudesteuerung (Beleuchtung, Sonnenschutz, Heizung, Lüftung und Klimatechnik) ebenfalls eine schonende und bedarfsgerechte Energienutzung unterstützt.

Im Fokus des betrieblichen Interesses steht also auch die Gebäudehülle (Wärmedämmung) und die effiziente Energienutzung (Raumheizung, Prozesswärme und Warmwasser). Die Europäische Gemeinschaft forciert den Einsatz energiesparender Technologien. Die europäische Norm EN 15232 (”Energieeffizienz von Gebäuden – Auswirkungen der Gebäudeautomation und des Gebäudemanagements”) wurde in Zusammenhang mit der europaweiten Umsetzung der Richtlinie zur Energieeffizienz in Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive EPBD) 2002/91/EG erarbeitet.

Betriebswirtschaftlich gesehen ist Energieeffizienz die optimale Nutzenausbeute bei geringstmöglichem Energieeinsatz. Es braucht einen systematischen und kontinuierlichen Lösungsansatz, wenn Unternehmen ihren Energieeinsatz bestimmen, analysieren und verbessern wollen. Energiemanagement wird dabei in der VDI Richtlinie 4602 definiert als die ”vorausschauende, organisatorische und systematisierte Koordination von Beschaffung, Wandlung, Verteilung und Nutzung von Energie zur Deckung der Anforderungen unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Zielsetzungen.” Kurz gesagt geht es also um das Messen, Erfassen, Analysieren und Optimieren von Energie, wie die folgende Grafik zeigt:

Energieeffizienz aus dem Katalog gibt es nicht. Lösungen zur Reduktion der Energiekosten sind dabei immer maßgeschneiderte Lösungen, wobei die Unternehmen mit dem betrieblichen Energiemanagement ganz unterschiedliche Ziele verfolgen können, wie z.B.

  • Kosten sparen durch Heben von Energieeinsparpotenzialen
  • Nachweis von Energieverbrauch aufgrund gesetzlicher Vorgaben
  • Erfüllen von aktuellen Normen (z.B. DIN EN 16001)
  • Leistungsspitzen vermeiden
  • Energieverfügbarkeit sicherstellen
  • Vorbeugend warten

Verschiedene Fachverbände weisen bereits seit Jahren auf die große Bedeutung betrieblicher Energieeffizienz-Maßnahmen hin: ”Energie intelligent erzeugen, verteilen und nutzen”, unter diesem Titel hat etwa der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEH) im Jahr 2008 ein Weißbuch vorgelegt, um Politik und Entscheider aus Wirtschaft und Öffentlichkeit sowie Endverbraucher umfassend zu informieren. Die Bandbreite der in diesem Leitfaden vorgestellten energieintelligenten Technologien umfasst die Bereiche private Haushalte, öffentlicher Raum, Industrie sowie Stromerzeugung und -verteilung.

 

Dirk Rohlfing

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