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Wulff-Rücktritt: Echo aus Baden-Württemberg zeigt überwiegend Erleichterung

Zum heutigen Rücktritt von Christian Wulff vom Amt des Bundespräsidenten erklärten die Grünen wie auch die SPD, dass jetzt ein gemeinsamer Kandidat gefunden werden müsse. Und während die Landes-FDP noch Respekt für Wulffs Schritt bezeugt, fängt die Bundes-FDP erneut mit dem Parteigeschacher um seinen Nachfolger an…

Jesco Denzel / Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Offenbar legt die durch jüngste Skandale geschwächte FDP weniger Wert auf einen Konsens-Kandidaten mit großem Ansehen in der Bevölkerung. Sie will dagegen ihren Einfluss geltend machen, noch einmal Macht in Personalfragen zeigen: FDP-Parteichef Rösler kündigte an, dass sich zunächst die Koalitionsparteien zusammensetzen wollten, um einen geeigneten Kandidaten für die Wulff-Nachfolge zu suchen. Danach werde man auf die anderen Parteien zugehen. 

FDP-Landtagsfraktionschef Rülke zeigt sich moderater: „Ich nehme den Rücktritt des Bundespräsidenten mit Respekt zur Kenntnis. Ich hoffe es gelingt ihm durch diesen Schritt, Schaden von Amt und Land abzuwenden. Es wird in den kommenden Tagen darum gehen, eine Person – ob Frau oder Mann – zu finden, die im Amt des ersten Bürgers der Bundesrepublik über jeden Zweifel erhaben ist.“

Die Landesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/Die Grünen Thekla Walker und Chris Kühn gehen schon etwas krtitischer mit dem Ex-Bundespräsidenten ins Gericht: „Der Rücktritt vom Christian Wulff war ein längst überfälliger Schritt. Christian Wulff selbst hat das Amt des Bundespräsidenten in den letzten zwei Monaten nachhaltig beschädigt – nicht die Medien und auch nicht die Opposition. Sein Schweigen und sein Schlingerkurs bei der Aufklärung der Affäre waren dem Amt des Bundespräsidenten unwürdig.

Wir Grünen sind bereit, einen gemeinsamen parteiübergreifenden Kandidaten oder eine Kandidatin zu unterstützen, der bzw. die die Integrität und das Format besitzt, das verlorengegangene Vertrauen in das höchste Staatsamt zurück zu gewinnen.“ 

Claus Schmiedel, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, äußert sich dagegen kurz und knapp, fordert aber eine parteiübergreifende Konsenslösung: „Dieser Schritt von Bundespräsident Wulff war überfällig. Nach dem zweiten Rücktritt eines von der CDU bestimmten Bundespräsidenten ist es nun an der Zeit, eine Person zu finden, die über alle Parteigrenzen hinweg und in der gesamten Bevölkerung Zustimmung findet.“ 

Selbst die CDU ist des Themas überdrüssig. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa äußerte sich der Landeschef der CDU Baden-Württemberg, Thomas Strobl, nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff erleichtert: „Ich bin ein Stück weit dankbar, dass wir einfach jetzt auch von dieser quälenden öffentlichen Debatte erlöst sind“. Nun könne man sich wieder wesentlichen Dingen zuwenden.

 

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