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Handwerk manövriert gut durch die Krise – „Mehrwertsteuer-Erhöhung ist das reinste Gift“

Das Handwerk in der Region Stuttgart kam bisher vergleichsweise gut durch die Wirtschafts- und Finanzkrise. Es profitiert dabei von der überwiegend stabilen Binnenkonjunktur, vor allem aber von den Konjunkturpaketen. Dies ergab die Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart.

Das Handwerk in der Region Stuttgart kam bisher vergleichsweise gut durch die Wirtschafts- und Finanzkrise. Es profitiert dabei von der überwiegend stabilen Binnenkonjunktur, vor allem aber von den Konjunkturpaketen. Dies ergab die Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart.

Zwar zeigen sich noch immer Nachwirkungen der verheerenden Einbrüche in der deutschen Wirtschaft. Eine Belebung des Geschäftsklimas zeugt jedoch von einem ersten Hoffnungsschimmer. „Diese Signale lassen die Pessimisten langsam verstummen“, deutet Claus Munkwitz, Hauptgeschäftsführer der Stuttgarter Kammer, die Tendenz. Beim Umsatz konnten die Handwerksbetriebe der Region bereits wieder an Vorjahreswerte anknüpfen. 29 Prozent der befragten Handwerker meldeten steigende Umsätze.

Mit einem Viertel sei aber, so Munkwitz, auch der Anteil der Betriebe mit Einbußen noch stark ausgeprägt. In ihren Erwartungen sind die Handwerker aber insgesamt wieder optimistisch, wie die 33 Prozent positive Einschätzungen gegenüber den 15 Prozent pessimistischen Erwartungen hinsichtlich der kommenden Umsatzsituation zeigen.

Befragt nach ihrer Auftragslage erwartet ebenfalls ein Drittel der Betriebe eine Verbesserung. Zwar können aktuell bereits 25 Prozent der Handwerker von steigenden Auftragseingängen berichten, allerdings überwiegt mit 27 Prozent noch immer die Zahl der Handwerker mit Auftragsrückgängen. In den Handwerksbetrieben in und um Stuttgart hat der Arbeitskräftebedarf wieder zugenommen. Jeder zehnte Betrieb stellte im letzten Quartal zusätzliches Personal ein. Nur 7 Prozent mussten Personal abbauen. Allerdings ist die Einstellungsbereitschaft im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Immerhin wollen aber 85 Prozent der Betriebe auch in den nächsten Monaten ihre Angestelltenzahl konstant halten. Kammerchef Munkwitz hofft, „bei den Beschäftigungszahlen das Jahr 2009 allenfalls mit leichten Verlusten abschließen zu können“.

Die Handwerke des gewerblichen Bedarfs sind von Umsatz- und Auftragseinbrüchen besonders betroffen. Als Zulieferer und Dienstleister vor allem für die industriell geprägte Exportwirtschaft müssen sie empfindliche Einbußen hinnehmen. Der entsprechende Konjunkturindikator rutscht binnen eines Jahres von +51,1 auf -26,3 Punkte tief in den negativen Bereich. Auf eine Erholung wird das Handwerk des gewerblichen Bedarfs nach eigenen Einschätzungen weiter warten müssen.

Besser stellen sich die Bau- und Ausbauhandwerke dar, auch wenn sie im Vergleich zum Vorjahr teilweise deutliche Verluste hinnehmen mussten. Hier zeigen sich allerdings die Auswirkungen der Konjunkturpakete, von denen diese Gewerke am meisten profitieren.

Nach Ansicht der Handwerkskammer ist die neue Regierung jetzt in der Pflicht, gerade den Mittelstand deutlich zu stärken. „Schließlich ist der Mittelstand – und darin insbesondere das Handwerk – das stabile Rückgrat der deutschen Wirtschaft“, merkt Claus Munkwitz dazu an. Es komme vor allem auf Entlastungen an, um die Voraussetzungen für gesundes und nachhaltiges Wachstum zu schaffen und damit Beschäftigung zu sichern. Die Unternehmenssteuern müssen korrigiert werden. Sie dürfen die Substanz der Betriebe nicht gefährden. Ebenso wichtig seien Korrekturen der Einkommenssteuertarife, damit die übermäßige Belastung der Leistungsträger, namentlich des Mittelstands, endlich zurückgefahren wird. Unverantwortlich dagegen wäre eine Anhebung der Mehrwertsteuer. „Die Versuchung liegt nahe, dadurch die Staatsfinanzen zu sanieren“, räumt Munkwitz ein. Für den Mittelstand jedoch wäre eine Mehrwertsteuererhöhung das reinste Gift. Sie würde allenfalls der Schattenwirtschaft in die Hände spielen. Seit langem fordert das Handwerk daher einen ermäßigten Steuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen.

 

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