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Interview Reihe Lokalpatriotismus: Philipp Stahl

In der Interviewreihe Lokalpatriotismus hat die Redaktion heute den Gastronom Philipp Stahl zu Gast. Er ist der Kopf und Gründer des weithin bekannten Cafe „Hüftengold“ in Stuttgart’s Bohnenviertel. Dort gibt es von der Marmelade, über das Kuchenbuffet, bis hin zu den Maultaschen alles in Handarbeit! Zwei verschiedene Ebenen, massive Holzmöbeln mit gemütlichen Samtkissen…

Philipp Stahl

Mit der Interviewreihe Lokalpatriotismus gibt Business-ON Stuttgart Persönlichkeiten aus der Region die Möglichkeit ihre Sicht zur Industrie Region und dem Lebensraum Stuttgart darzulegen. In einem seperaten Artikel wird das Unternehmen parallel dazu vorgestellt.

Das heutige Interview führt Bernhard Eckert mit dem 46 jährigen Unternehmer Philipp Stahl. Er führt seit der Gründung des Hüftengold die Geschicke des von ihm gegründeten Unternehmens. In der Olgastrasse 44 im Bohnenviertel Stuttgart’s befindet sich das weithin bekannte Cafe. Dort gibt es von der Marmelade, über das Kuchenbuffet, bis hin zu den Maultaschen alles in Handarbeit! Montag bis einschließlich Samstags wird im Hüftengold täglich von Pärchen, Familien, Freunden und Studenten bis 16 Uhr gefrühstückt. Sonntags ist  Brunchtag! In diesem außergewöhnlichen Cafe… Restaurant… Bar gibt es zudem sehr leckere Tapas.

 

BON: Sind Sie gebürtig aus Baden-Württemberg?

PS: Ich komme aus Baden-Württemberg, genauer gesagt aus dem schönen Örtchen Wendelsheim, in der Nähe von Tübingen. Ich bin stolz darauf, in diesem kleinen Ort bei meiner Geburt der 1.111 Einwohner gewesen zu sein. Dort wurde im Landgasthof meiner Großmutter bereits mein Interesse am Kochen und der Gastronomie geweckt. Meine Großmutter führte einen ganz traditionellen Landgasthof mit Pferden, eigener Schnapsbrennerei, Hopfenanbau und allem, was eben damals dazugehörte. Hier liegen sowohl die Wurzeln, als auch der Antrieb meines gastronomischen Schaffens.

BON: Was ist für Sie das Besondere an Baden-Württemberg?

PS: Baden-Württemberg und besonders die Region Stuttgart bieten alles, was man sich wünschen kann. Für mich sind sowohl das Urbane, als auch die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit in den tollsten grünen Oasen sein zu können ein, ein Spiegel für sehr hohe Lebensqualität. Für mich als Gastronom bieten sich hier unglaubliche Vielfalt, extrem hohe Qualität der Zutaten und ein tolles, interessantes Publikum.

 BON: In welcher Branche sind Sie tätig und seit wann?

PS Ich betreibe sehr erfolgreich ein Catering-Unternehmen und das bereits seit 13 Jahren weit über Stuttgarts Stadtgrenzen hinaus bekannte Hüftengold.
Unsere Gäste lieben uns für ein tolles Ambiente, sehr gute Qualität und unsere handgemachten Speisen.

BON: Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Ihr Unternehmen?

PS: Wir sind ein mittelständischer Familienbetrieb mit in der Regel 30 Mitarbeitern – diese sind in Vollzeit, Teilzeit und als Aushilfen bei uns beschäftigt.
Je nach Auftragslage im Catering kann sich diese Zahl aber auch schnell mal verdoppeln oder verdreifachen.

BON: Für wachsende Städte ist es oftmals schwer, harte und weiche Faktoren in Einklang zu halten. Stuttgart mag für Unternehmer seinen Reiz haben, doch ist es eine Stadt, in der Sie Ihre Kinder großziehen würden?

PS: Ja, ganz klar. Denn Stuttgart ist eine sehr lebenswerte Stadt mit vielen Grünflächen innerhalb der Stadt und grünen Oasen ein wenig außerhalb.
Tatsächlich lebe ich sehr gerne mit meiner Familie und meinen Kindern im schönen Stadtteil Heslach, wo wir ein sehr tolles nachbarschaftliches Umfeld haben.

BON: Sehen Sie sich als Unternehmer seitens der Politik ausreichend unterstützt? Wenn nicht, wo besteht noch Handlungsbedarf?

PS: Als kleiner Unternehmer vermisse ich und Wünsche mir mehr Unterstützung und Rückendeckung seitens der Politik. Speziell in der Gastronomie werden die Reglementierungen und Vorgaben von Jahr zu Jahr strenger. Dies hat vielen kleineren Unternehmen in den letzten Jahren leider das Genick gebrochen.
Wir haben in der Gastronomie einen sehr großen Fachkräftemangel. Hier würde ich mir zum Beispiel wünschen, dass die Politik Wege schaffen würde, die es einfacher machen arbeitswillige Mitarbeiter einzustellen bzw. es für diejenigen, die zwar arbeiten könnten, es aber nicht wollen, erschweren würde, an arbeitsfreie, staatliche Leistungen zu gelangen.

BON: Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissensstand und Erfahrungsschatz beruflich noch mal von vorne anfangen könnten, welche Entscheidungen würden Sie revidieren?

PS: Ich würde – bis auf ein paar kleine Details – alles wieder genauso machen.

BON: Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit dem Hüftengold. Wie viele andere fühlen auch wir uns wohl in dem gemütlichen Ambiente Ihres Cafe’s. Wir empfehlen es gerne weiter und freuen uns wenn Business-ON Leser Sie in Ihrer Wohlfühloase besuchen. 

Die Kürzel stehen für
BON: Bernhard Eckert
PS: Philipp Stahl


 

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