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Besucherplus stärkt Messe für Personalarbeit vor Umzug in 2015

Mit einem leichten Zuwachs auf 3.821 Besucher hat sich die PERSONAL Nord in Hamburg mit ihrer vierten Ausgabe als führende Messe für Personalmanagement in Norddeutschland etabliert – und damit gut für den im Jahr 2015 anstehenden Wechsel vom CCH – Congress Center Hamburg in die Hamburger Messehallen gerüstet. Neue Impulse bekommt der HR-Markt durch die Schnelllebigkeit der Wirtschaft, die Suche nach Fachkräften und den Megatrend Gesundheit. 243 Aussteller zeigten dazu ihre aktuellen Produkte und Dienstleistungen.

Mit einem leichten Zuwachs auf 3.821 Besucher hat sich die PERSONAL Nord in Hamburg mit ihrer vierten Ausgabe als führende Messe für Personalmanagement in Norddeutschland etabliert – und damit gut für den im Jahr 2015 anstehenden Wechsel vom CCH - Congress Center Hamburg in die Hamburger Messehallen gerüstet. Neue Impulse bekommt der HR-Markt durch die Schnelllebigkeit der Wirtschaft, die Suche nach Fachkräften und den Megatrend Gesundheit. 243 Aussteller zeigten dazu ihre aktuellen Produkte und Dienstleistungen.

Die Personal 2014 Süd findet vom 20.05 – 21.05.2014 in der Messe Stuttgart statt.

Nachbericht PERSONAL2014 Nord
  „Viele Themen, die uns derzeit in der Gesellschaft bewegen, kommen auch im HR-Markt an“, erklärte Alexander R. Petsch am 6. Mai in der Pressekonferenz der PERSONAL2014 Nord. Dem Gesellschafter und Beirat des Veranstalters spring Messe Management zufolge hat etwa die NSA-Affäre einen deutlichen Einfluss auf die Nachfrage der Unternehmen in puncto Sicherheit der Personaldaten. Deshalb drängten Anbieter mit diesem Schwerpunkt aus dem europäischen Ausland in den deutschsprachigen Raum. Ebenso komme nun im Human Resource Management das Thema Big Data an. „Klassische IT-Firmen wie IBM oder Oracle versuchen damit stärker in den HR-Markt hineinzukommen.“

Das Recruiting qualifizierter Fachkräfte treibe die Betriebe besonders um. Während sich die Personalressorts in Sachen Social Media weiter professionalisierten, machten sie nun auch erste zaghafte Schritte in Richtung mobile Optimierung. Ein weiterer Trend in der Praxis: „Die duale Ausbildung ist durchaus wieder ein hippes Thema für die Firmen, weil es eine der Antworten auf den Fachkräftemangel sein könnte“, so Petsch.

Berufsausbildung neu denken: Potenziale von Jugendlichen entdecken

Das gesteigerte Interesse der Personaler am Thema duale Berufsausbildung belegt auch das Engagement der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). „Wir haben uns in den letzten Jahren sehr verstärkt mit Berufsausbildung auseinander gesetzt“, betonte Dr. Sascha Armutat, Leiter Strategie, Forschung und Politik des Personalerverbands in der Pressekonferenz. Die Anzahl der geschlossenen Arbeitsverträge in der dualen Ausbildung habe abgenommen. 34.000 Ausbildungsstellen seien unbesetzt. „Gleichzeitig gibt es hundertausende Erwachsene, die im Übergangssystem vor sich hin dümpeln“, nannte Dr. Armutat einen weiteren Grund zum Handeln.

Vor allem die Berufsreife von Schülern und die Förderung von leistungs- und lernschwachen Schülern seien verbesserungswürdig. „Wir sollten den Gedanken der Potenzial- und Kompetenzorientierung in die Ausbildung hineintragen und weniger defizitorientiert denken“, so Armutat. Dieser Ansatz lasse sich durch eine Stufung des Ausbildungssystems ergänzen. „Teilqualifizierung wird immer mehr diskutiert.“ Über entsprechende Konzepte befinde sich die DGFP in intensiven Gesprächen mit politischen Vertretern, mit Verbänden und mit Unternehmen.

Blick in die Praxis: „Alice im Wunderland“ für Lehrer

„Wir arbeiten in Auswahlrunden mit einem kleinen Test, in dem sich die Schüler selbst präsentieren und Aufgaben ausarbeiten“, erzählte Nicole Heinrich, Leiterin Ausbildung und Personalmarketing von Otto. Zwar seien die Noten eine erste Hürde. Aber es gehe auch darum, die Eignung für den Beruf und die Passung für das Unternehmen zu ermitteln. „Uns ist es wichtig, einen Ottonen auszuwählen, jemanden, der zu unserer Kultur passt.“ Im Rahmen des Hamburger Hauptschulmodells könnten auch Hauptschüler eine kaufmännische Ausbildung beginnen. „Viele haben keine kognitiven Probleme, sondern einen speziellen Background. In der Praxis können sie dann ihren Job gut und mit Leidenschaft machen.“

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Obwohl Otto bislang alle Ausbildungsstellen besetzen könne, zeige sich eine deutliche Schwäche der Bewerber in Mathe und Informatik. Vor allem in den IT-Profilen oder für den neuen dualen Studiengang E-Commerce sei die Suche nicht leicht. Deshalb versuche Otto sich mehr mit den Schulen zu vernetzen: „Wir nehmen direkt Kontakt zu den Mathelehrern auf, damit sie zum Beispiel mal an einem Programmierworkshop bei uns teilnehmen.“ Lehrer aus allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen könnten auch Praktika in den Ferien machen. „Da zeigen wir, was hinter Begriffen wie E-Commerce, CEO, Business Analyst steht. Das ist für die Lehrer manchmal ein bisschen wie Alice im Wunderland.“

Seebär ade – Personalsituation in der Seeschifffahrt

Die Teilnehmer der Pressekonferenz waren sich einig, dass im Personalmarketing noch mehr Erfolgsgeschichten von der Ausbildung nötig wären. Eine Branche, die diesbezüglich intensive Kommunikation betreibt, ist die deutsche Schifffahrt. In der Themenreihe „HR in maritimer Wirtschaft & Logistik“ umriss Dr. Max Johns, Geschäftsführer vom Verband Deutscher Reeder, die eigene Ausbildungsinitiative. „An Bord kann man auch mit einem Hauptschulabschluss Führungskraft werden“, so Dr. Johns. „Die Spezies Seebär gibt es kaum noch. Heute müssen Seeleute praktische und theoretische Intelligenz verbinden.“ Angehende Crewmitglieder müssten große Teamfähigkeit mitbringen sowie die Bereitschaft, fast nur Englisch zu sprechen und große Verantwortung zu übernehmen.

Die Jobaussichten für den Nachwuchs seien gut, denn die deutsche Handelsflotte wachse exponentiell. Zwar gelte es, einige Jahre ein recht ungewöhnliches Leben an Bord zu führen. Doch dann bestünden viele Möglichkeiten für eine Karriere an Land: in  Reedereien, Häfen, Behörden, Kraftwerken oder bei Versicherungen.

New Work mit der Google-Brille

Einer der Keynote-Speaker war Frank Kohl-Boas, Personalleiter bei Google. Er begeisterte die Besucher der PERSONAL2014 Nord mit seiner Vision von New Work: Die Marktreife von neuen Produkten – insbesondere in der Softwareentwicklung – lege rasant an Geschwindigkeit zu. Unternehmen müssten sich diesen Verhältnissen anpassen, zum Beispiel mit flachen Hierarchien, duale Karrieren oder einem neuen Umgang mit Arbeitszeiten.

„Menschen wollen zusammenarbeiten und ihr Wissen und Können aktiv einbringen“, so der Google-Vertreter. Dies funktioniere jedoch nur in einer neuen Unternehmens- und Führungskultur mit Personalverantwortlichen als aktive Mitgestalter: „Bei sagt keiner, ich habe recht, weil ich Bereichsleiter bin. Nehmen Sie Statussymbole weg und Sie sehen, wer wirklich führen will.“ Führungskräfte müssten nicht das Know-how liefern, sondern das Know-why. Es gelte, die eigenen Mitarbeiter mehr einzubinden und deren kollektive Intelligenz mithilfe interner Crowdsourcing-Prozesse anzustoßen.

Haufe-umantis: Demokratielehrgang für Unternehmen

Wohin die Reise diesbezüglich noch gehen könnte, zeigt das Schweizer Unternehmen Haufe-umantis, das rund 150 Mitarbeiter beschäftigt. CEO Marc Stoffel berichtete in Hamburg über die Neugestaltung des Betriebs: „Vor sechs Jahren haben wir damit begonnen, den Strategieprozess zu demokratisieren. Mitarbeiter entscheiden über den Businessplan und die Führungskräfte.“ Die komplette Führungscrew werde demokratisch in jährlichen Wahlen bestimmt. „Ich habe 80 Prozent Zustimmung von den Mitarbeitern erhalten. 20 Prozent sind nicht für mich, aber ich weiß warum und kann daran arbeiten.“

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Doch nach wie vor werfe das Modell viele Fragen auf. Derzeit mache man sich bei umantis Gedanken, wie sich dieser Ansatz auf große Konzerne übertragen lasse. „Wir hatten schon die erste demokratische Entlassung, das ist auch eine Konsequenz daraus“, räumte Marc Stoffel ein. Abwahlen der Führungskräfte seien jedoch nicht unbedingt negativ. „Manche sind hinterher glücklicher, weil sie vorher in der falschen Rolle waren.“ Zudem sei es kulturprägend, wenn auch jemand mal zurückstecke.

Gesundheit zum Virus machen

In der Themenreihe „Corporate Health“ konnten sich die Messebesucher gezielt über Trends im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) informieren. „Es gibt nicht nur ansteckende Krankheiten, sondern auch ansteckende Gesundheit. Wir sollten Gesundheit zum Virus machen“, forderte DGFP-Vertreter Dr. Sascha Armutat zum Auftakt der Themenreihe. Der Wertschöpfungsausfall durch kranke Mitarbeiter liege für Unternehmen in Deutschland bei mehr als 200 Milliarden. Neben psychischen Belastungen nähmen insbesondere altersbedingte Krankheitsphänomene zu. Ständige Erreichbarkeit und ein Missverhältnis von Workload und freien Kapazitäten verstärkten diese Gesundheitsgefahren zusätzlich. In seinem Vortrag plädierte er für einen integrierten Ansatz im Gesundheitsmanagement, der verschiedene Themen und Strategieschritte einschließt.

Positives Feedback der Aussteller zum Umzug

„Wir haben sehr gute Rückmeldungen von unseren Ausstellern bekommen“, erklärte Nadine Jäger, Projektleiterin der PERSONAL2014 Nord. „Mit 243 Ausstellern war die Messe minimal kleiner als im Vorjahr. Da uns eine optimale Nutzerführung sehr wichtig war, haben wir uns auf Halle H beschränkt. Diese war bis zum letzten Platz ausgebucht“, so Jäger. Viele Anbieter haben nun bereits ihre Stände für die PERSONAL2015 Nord vom 6. bis 7. Mai 2015 in den Hamburger Messehallen reserviert. „Wir freuen uns sehr auf den Umzug und versprechen uns davon großes Wachstumspotenzial für die Veranstaltung.“

Über die PERSONAL2014 Nord
Die Messe PERSONAL2014 Nord widmete sich vom 6. bis 7. Mai im CCH – Congress Center Hamburg der kompletten Themenpalette des Personalmanagements. Dafür standen der Ausstellungsbereich in Halle H sowie ein Begleitprogramm mit rund 120 Vorträgen, Diskussionen und Präsentationen zur Verfügung.

Die PERSONAL2014  Süd
widmet sich auf der Messe Stuttgart vom 20. bis 21. Mai den gleichen Themen. Personalentscheider, Geschäftsführer und Mitarbeiter von Personalabteilungen können sich über Hard- und Softwarelösungen, Angebote für Weiterbildung und Training oder über Personaldienstleistungen und -produkte informieren und in punkto Personalarbeit beraten lassen.
Dafür stehen der Ausstellungsbereich in Halle  5 & 7 sowie ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und Präsentationen zur Verfügung.

 

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