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Wann der Chef einen Nebenjob untersagen kann

Bei der Aufnahme eines Nebenjobs als Zweitjob ist einiges zu beachten – vor allem, was der Haupt-Arbeitgeber dazu sagt. Die ARAG-Experten geben hilfreiche Hinweise.

Anja M�ller / pixelio.de

Arbeitgeber informieren

Grundsätzlich hat man tatsächlich ein Recht auf einen Zweitjob. Demnach ist man also nicht verpflichtet, den Hauptarbeitgeber über eine Nebentätigkeit zu informieren. Wenn allerdings im Arbeits- vertrag vorgeschrieben ist, dass vor der Aufnahme einer Nebentätigkeit der Chef zu informieren ist, muss man dieser Informations- pflicht auch nachkommen. Im Regelfall kann der Arbeitgeber eine Nebentätigkeit nicht untersagen – der Zweitjob kann nur verwehrt werden, wenn durch die Ausübung die Interessen des Hauptarbeitgebers berührt werden – also, wenn der erste Job leidet.

Wann ein Nebenjob untersagt werden kann

Viele Arbeitgeber haben nichts dagegen, wenn ihre Angestellten einer Nebentätigkeit nachgehen. Sie möchten nur gefragt und damit nicht hintergangen werden. Arbeitgeber müssen triftige Gründe haben, um ihren Arbeitnehmern die Aufnahme eines Zweitjobs zu untersagen. Mögliche Gründe sind beispielsweise:

  • Wenn die Arbeitsfähigkeit unter dem Nebenjob leidet, wenn also der Nebenjob die Ausübung des Hauptarbeitsverhältnisses beeinträchtigt. Zum Beispiel hat ein Arbeitnehmer einen Nebenjob als Servicekraft in einer Bar angenommen und schlägt sich die Nächte um die Ohren. Dass das Schlafbedürfnis dabei zu kurz kommt, liegt auf der Hand.
  • Das Arbeitszeitgesetz regelt, dass die Gesamtarbeitszeit täglich acht Stunden je Werktag nicht überschreiten darf. Da der Samstag auch als Werktag gilt, ergibt sich eine Arbeitszeit von 48 Wochenstunden. Die tägliche Arbeitszeit kann allerdings bis auf zehn Stunden ausgedehnt werden, sofern innerhalb von sechs Monaten bzw. 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Eine tägliche bzw. wöchentliche Höchstarbeitszeit muss nicht eingehalten werden, wenn man die Nebentätigkeit auf selbstständiger Basis ausübt.
  • Der Jahresurlaub soll zur Erholung genutzt werden. Er sollte also Urlaub bleiben, denn eine Nebentätigkeit im Urlaub würde dem Erholungszweck widersprechen und kann somit unter Umständen vom Arbeitgeber untersagt werden.
  • Ein Konkurrenzausschluss sollte dringend beachtet werden. Das heißt, Arbeitnehmer dürfen ihrem Hauptarbeitgeber auf gar keinen Fall mit ihrer Nebentätigkeit Konkurrenz machen oder in einem Betrieb arbeiten, der in direktem Wettbewerb zum Hauptarbeitgeber steht.
  • Wer krankgeschrieben ist und gleichzeitig einer Nebentätigkeit nachgeht, riskiert eine fristlose Kündigung

Fazit:

Wer einen Zweitjob oder eine Nebentätigkeit annehmen möchte, kann dies in aller Regel auch tun. Der Arbeitgeber sollte allerdings rechtzeitig informiert werden. ARAG Experten empfehlen, sich den Nebenjob genehmigen zu lassen, denn es ist immer ratsam, eine klare schriftliche Vereinbarung zu treffen.

 

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