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Lehrstellenbilanz außerordentlich zufriedenstellend

Die Industrie- und Handelsunternehmen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe schlossen im Jahr 2017 insgesamt 2.222 Lehrverträge mit jungen Menschen ab.

IHK Siegen

Siegen/Olpe. Die Industrie- und Handelsunternehmen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe schlossen im Jahr 2017 insgesamt 2.222 Lehrverträge mit jungen Menschen ab. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt 1,9 Prozent. „Das Ergebnis ist erstaunlich. Trotz rückläufiger Bewerberzahlen steigerten die Unternehmen ihre Ausbildungsleistung. Dies zeigt, dass die Firmen mittlerweile bestrebt sind, nahezu alle verfügbaren Potenziale auszuschöpfen. Die insgesamt gut laufende Konjunktur tut ihr Übriges“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener die aus seiner Sicht bemerkenswerte Zunahme bei den betrieblichen Lehrverträgen, für die unter dem Strich im Wesentlichen die Unternehmen im Kreis Olpe verantwortlich zeichneten. Dort wurden 812 Lehrverträge abgeschlossen. Der Zuwachs betrug satte 10,6 Prozent. Demgegenüber lagen die 1.410 im Kreis Siegen-Wittgenstein geschlossenen Lehrverträge 2,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. 

IHK-Geschäftsführer Klaus Fenster: „Aufschlussreich ist zudem, dass im vergangenen Jahr 1.081 gewerblich-technische Lehrverträge abgeschlossen wurden. In beiden Kreisen verzeichnen wir hier Zuwächse. Und das von sehr hohem Niveau aus. Im Kreis Olpe betrug das Plus 12,5 Prozent, im Kreis Siegen-Wittgenstein immerhin noch 2,6 Prozent. Dies veranschaulicht, wo die Unternehmen derzeit ihre drängendsten Bedarfe sehen.“ Das Lehrstellenvolumen in den kaufmännischen Berufen hingegen sei im gesamten IHK-Bezirk um knapp 2 Prozent gesunken. Während man hier im Kreis Olpe einen Zuwachs von 8,8 Prozent verzeichnet habe, sei im Kreis Siegen-Wittgenstein ein Rückgang von 6,8 Prozent registriert worden. Dies lasse sich sehr konkret an den unterschiedlichen Berufsbereichen verdeutlichen, so Klaus Fenster weiter: „In den Berufen des Handels wurden 359 Verträge abgeschlossen, 16 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Noch gravierender sind die Rückgänge bei den Bankkaufleuten. Sie belaufen sich auf knapp 29 Prozent. Offenbar erwarten die jungen Menschen in den kommenden Jahren gerade in diesen Wirtschaftsbereichen gravierende Veränderungen in der Arbeitswelt.“ 

Erhebliche Unterschiede gab es naturgemäß zwischen den einzelnen Kommunen im IHK-Bezirk. Im Kreis Olpe verzeichnete die IHK in Wenden (+23 Prozent), Olpe (+13 Prozent) und Lennestadt (+9 Prozent) deutliche Zuwächse. Nahezu stabil blieb das Lehrstellenangebot in Attendorn und Finnentrop, während in Kirchhundem ein Minus von 13 Prozent zu verzeichnen war. In Drolshagen explodierte das Lehrstellenvolumen geradezu von 31 auf 67 Verträge (+ 116 Prozent). Nur zu einem geringen Teil ist dies auf Sitzverlegungen einschlägiger Ausbildungsunternehmen zurückzuführen. In Siegen-Wittgenstein hatten es im vergangenen Jahr die jungen Leute in Netphen (+18 Prozent), Neunkirchen (+15 Prozent) und Burbach (+8 Prozent) einfacher als 2016, eine betriebliche Lehrstelle zu ergattern. Deutliche Rückgänge gab es in Bad Laasphe (-30 Prozent), Wilnsdorf (-22 Prozent), Freudenberg (-10 Prozent) und Bad Berleburg (-9 Prozent). Nahezu stabil blieb das Ausbildungsvolumen demgegenüber in Erndtebrück, Siegen, Kreuztal und Hilchenbach. Klaus Gräbener: „Nach wie vor gilt: Dort, wo die Industrie brummt, werden dringend Fachkräfte benötigt. Hier haben es die jungen Leute verhältnismäßig leicht, wohnortnah eine betriebliche Lehre zu beginnen. Ein Grund mehr, sich auch zukünftig dafür einzusetzen, attraktive Rahmenbedingungen für die Ansiedlung und Erweiterung von Industrieunternehmen zu schaffen.“

 

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