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„Das macht wissenschaftliches Arbeiten aus!“

VDI-IHK-Oberstufenpreis würdigt Facharbeiten heimischer Schülerinnen und Schüler

IHK Siegen

Siegen / Olpe. Sophie Voß (Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium, Siegen-Weidenau) ist die Gewinnerin des VDI-IHK-Oberstufenpreises. Dr.-Ing. Axel Müller als Bezirksvorsitzender des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) überreichte die Preise gemeinsam mit Alexander Falkenhahn, Vorstandsvorsitzender der KAF Falkenhahn Bau AG, und IHK-Präsident Felix G. Hensel in einem Festakt im Bernhard-Weiss-Saal der Industrie- und Handelskammer (IHK). 

Mit dem ersten Preis wurde Sophie Voß für ihre Facharbeit „Einsatz von Kontrastmittel bei Röntgenaufnahmen – Analyse des Absorptionsverhaltens eines Kontrastmittels im Hinblick auf physikalische Aspekte und medizinische Einsatzmöglichkeiten“ geehrt. Bei ihrer Arbeit im Fach Physik ging die Schülerin forschend-explorativ vor: Ausgehend von der Frage, warum beim Röntgen Kontrastmittel in bestimmten Konzentrationen genutzt werden, obwohl diese den Patienten auch schaden können, befasste sie sich zunächst mit den Röntgenstrahlen und ihrer Nutzung. Sie ergänzte theoretische Grundlagen und entwarf ein Versuchsmodell. Dieses setzte sie anschließend um. Dabei kooperierte Voß mit Prof. Dr. Michael Buerke, Chefarzt im Siegener Marienkrankenhaus. 

Den zweiten Preis erhielt Marco Kleis (Städtisches Gymnasium Kreuztal) für seine Facharbeit zum Thema „Nutzung der beim Türöffnen aufgebrachten Energie durch Umwandlung und Speicherung dieser in elektrische Energie“. Der Gymnasiast untersuchte, wie es gelingen kann, ansonsten ungenutzte mechanische Energie so zu verwerten, dass man damit etwa an einem anderen Ort für Beleuchtung oder Belüftung sorgt. David Schönherr (Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium, Siegen-Weidenau) belegte mit seiner „Untersuchung von Radar- und Ultraschallsensorik vor dem Hintergrund des autonomen Fahrens“ den dritten Rang. Er führte Experimente mit sogenannten Impuls- und Dopplerradaren durch und zeigte auf, dass sich diese auch für den serienmäßigen Gebrauch in der Industrie eignen. Mit dem vierten Preis würdigte die Jury Alina Hatzfeld (Gymnasium der Stadt Lennestadt) und ihre Arbeit „Transplantation von Chloroplasten. Entwicklung und Vergleich verschiedener Methoden zur Isolation und Injektion von Chloroplasten (div.) in Eukaryotische Zellen“. Lara Johanna Hobbach (Gymnasium Netphen) belegte mit ihrer Untersuchung „Schlaganfälle bei jungen Menschen – Darstellung des Problems und statistische Auswertungen“ Platz fünf. 

Um jede einzelne Arbeit zu würdigen, die allesamt herausragende Leistungen darstellen, erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde und ein Präsent. Insgesamt hatten 36 Schüler aus dem Kammerbezirk ihre Bewerbung eingereicht – teils in Form von Gruppenarbeiten. Eine fachkundige Jury wählte anschließend aus den 30 eingegangenen Beiträgen die Gewinner aus, die ihre Werke nun öffentlich vorstellten.

IHK-Präsident Felix G. Hensel zeigte sich vor den mehr als 130 Besuchern begeistert von den eingereichten Arbeiten. Die Mitwirkung in der Jury veranschauliche jedes Jahr aufs Neue, auf welch innovative Ideen junge Menschen kommen können. Auch Dr.-Ing. Axel Müller unterstrich, dass alle Schüler einen besonders stark ausgeprägten Forschergeist aufwiesen: „Sie haben kreativ, originell, pragmatisch und akribisch gearbeitet. Das macht Wissenschaft aus!“ Es gehe darum, Erkenntnisse zu generieren, die eine nachhaltige Wirkung entfalten. IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener ermutigte die Schüler dazu, ihr Ausnahmetalent weiter zu nutzen. Die Region sei stolz, derartig versierte Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten zu können. „Besonders begabte Nachwuchskräfte wie Sie wünschen wir uns alle in unseren heimischen Unternehmen“, betonte Gräbener. Auch Laudator Holger Köster, Leiter des Städtischen Gymnasiums Olpe, lobte die Teilnehmer für deren herausragendes wissenschaftliches Verständnis. Preisstifter Alexander Falkenhahn fasste seine Wertschätzung für die Arbeiten abschließend zusammen: „Der Oberstufenpreis ist ein tolles Format, das es zu unterstützen gilt. Er macht sichtbar, was man bereits in jungen Jahren erreichen kann, wenn man sich leidenschaftlich in ein Thema vertieft.“ 

Seit 2009 würdigt die Auszeichnung Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe, die hervorragende Facharbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Physik, Informatik, Mathematik oder Technik. Der erste Preis ist mit 3000 € dotiert, der Zweiplatzierte erhält 2400 €, der dritte Platz wird mit 1500 € prämiert, für den vierten und fünften Platz gibt es 1200 € bzw. 900 €. Das Preisgeld stellen in diesem Jahr die Klaus-und-Heidi-Vetter-Stiftung, die KAF Falkenhahn Bau AG aus Kreuztal, der Siegener Bezirksverein des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sowie die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) bereit.

 

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