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Wer kümmert sich um die Ärzte?

Wenn Ärzte in Ruhestand gehen, wird es in den Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises zunehmend schwieriger, freie Praxen und Stellen zu besetzen. Ein spezielles Beratungsangebot für die Ärzteschaft soll Perspektiven eröffnen.

Ulla Erkens / M�rkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk). Wenn Ärzte in Ruhestand gehen, wird es in den Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises zunehmend schwieriger, freie Praxen und Stellen zu besetzen. Ein spezielles Beratungsangebot für die Ärzteschaft soll Perspektiven eröffnen. 

„Für Ärztinnen und Ärzte rollen wir den roten Teppich aus!“, versprach Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz des Märkischen Kreises bei der Begrüßung der Ansprechpartner der Städte und Gemeinden im Lüdenscheider Kreishaus. Beim Kreis soll es künftig eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle für Medizinstudenten und Mediziner geben, die eng mit den Akteuren vor Ort zusammenarbeiten soll. Im Lüdenscheider Kreishaus stellte Torsten Sauer, Sachgebietsleiter Gesundheits- und Pflegeplanung, Katharina Müller als Ansprechpartnerin bei der Kreisverwaltung vor. Über seine Erfahrungen und Aufgaben als „Ärztekümmerer“ referierte Marcel Frischkorn von der Wirtschaftsförderung des Kreises Soest. 

Um mehr Ärzte in den ländlichen Raum zu locken, müssen die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), die Städte und Gemeinden und der Märkische Kreis Hand in Hand arbeiten. „Wir können das Problem nur gemeinsam lösen“, ist Volker Schmidt überzeugt. Die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren sei notwendig, da sich der Fachkräftemangel nicht auf einzelne Kommunen beschränke und die Gesundheitsversorgung über die Stadtgrenzen hinaus gedacht werden müsse. Um ein gemeinsames Beratungsportfolio und eine Ablaufplanung zu entwickeln, brauchte die Arbeitsgruppe des „Forums für Gesundheitliche Versorgung im Märkischen Kreis“ nicht von Null anzufangen. 

So haben sich die kreisangehörigen Städte und Gemeinden je nach örtlicher Situation schon vorher mit der Frage befasst, wie Nachfolger für freiwerdende Arztpraxen gefunden und bei der Niederlassung unterstützt werden können. Auch gab es bereits interkommunale Aktivitäten, in denen sich Städte und Gemeinden zusammengeschlossen haben, um weitere Möglichkeiten zu diskutieren und Ideen umzusetzen. In vielen Fällen erfolgte dies in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Gesundheit und Soziales der Kreisverwaltung, der GWS MK sowie der KVWL. Nicht zuletzt hatte der Märkische Kreis vor einigen Jahren ein Stipendium für Medizinstudenten ins Leben gerufen. Mittlerweile sind die ersten Absolventen als Ärzte im Märkischen Kreis tätig. Die Südwestfalenagentur betreibt ein professionelles Regionalmarketing, auch um unter anderen medizinische Fachkräfte in die Region zu holen. Die KVWL hält ebenfalls diverse Beratungs-, Unterstützungs- und Förderangebote für Ärztinnen und Ärzte bereit, die Interesse haben, sich als Haus- oder Facharzt niederzulassen.

Nun sollen all diese Anstrengungen in einer zentralen Anlaufstelle koordiniert werden. Dafür hat zuletzt auch der Gesundheitsausschuss des Märkischen Kreises grünes Licht gegeben. Anhand des gemeinsamen Beratungskonzepts können nun die verschiedenen Akteure in den Kommunen, beim Kreis und in der KVWL interessierte Ärzte zu den Niederlassungs- und Tätigkeitsmöglichkeiten in der Region informieren und beraten. Darüber hinaus werden die Mediziner bei der Niederlassung unterstützt und können sich zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten informieren. 

Zielsetzung des Angebots ist es, mehr Mediziner für die Tätigkeit in der Region zu gewinnen, sowohl für den ambulanten als auch den stationären Bereich. Zielgruppe sind entsprechend insbesondere Ärzte mit dem Wunsch sich in der Region niederzulassen sowie Ärzte mit Interesse an einer Tätigkeit in Krankenhäusern, Ärzte in Weiterbildung und Studenten. Das Beratungsangebot wird zudem mit weiteren Aktivitäten, wie dem Stipendium des Märkischen Kreises und dem Weiterbildungsverbund im Märkischen Kreis, verknüpft.
Weitere Informationen bei Katharina Müller, Gesundheits- und Pflegeplanung Märkischer Kreis, Telefon: 02352 9667179; pflegeplanung@maerkischer-kreis.de.

 

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