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Budde-Preis online verliehen

Budde-Stiftung zeichnet drei Absolvent*innen der Fachhochschule Südwestfalen aus Hagen, Iserlohn und Soest aus

Die Urkunden für die Preisträger*innen konnte Rektor Prof. Dr. Claus Schuster in diesem Jahr nur virtuell zeigen. Sie werden allen per Post zugeschickt

Iserlohn. Mit dem Budde-Preis 2020 zeichnete die Budde-Stiftung zwei Absolventinnen und einen Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen aus. Der Preis ist mit jeweils 5000 Euro dotiert und würdigt in diesem Jahr hervorragende Abschlussarbeiten aus den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen, Fertigungstechnik und Systems Engineering and Engineering Management. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Preisverleihung in diesem Jahr per Zoom-Konferenz statt.

 „Es ist ein besonderes Jahr. Die Corona-Pandemie lässt es leider nicht zu, das wir, wie sonst üblich, die Preisverleihung in einem größeren und dem Ereignis angemessenen Rahmen durchführen“, begrüßten Rektor Prof. Dr. Claus Schuster und Sven Budde, Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Budde-Stiftung, die diesjährigen Preisträger*innen und ihre Betreuer aus Hochschule und Unternehmen zur Video-Preisverleihung. Beide betonten, dass wieder eine Vielzahl an hervorragenden Abschlussarbeiten mit einem breiten Spektrum an Themen eingereicht wurden. „Besonders freue ich mich, dass wir in diesem Jahr zwei Absolventinnen auszeichnen können, die sich ganz im Sinne der Stifterin Ursula Budde für ein technisches Studium entschieden haben und jetzt sehr erfolgreich in den Beruf bzw. die Promotion gestartet sind“, so Schuster.

Sylwia Sandra Szymczak, Absolventin des Iserlohner Bachelorstudiengangs Fertigungstechnik erhielt den Preis für die Optimierung des Materialflusses bei der Firma Giebel Kaltwalzwerk GmbH in Iserlohn. Mit Hilfe verschiedener methodischer Analyse-Instrumente stellte sie die komplexen Transportwege in dem Unternehmen dar, ermittelte Lagerkosten und zeigte Stärken und Schwächen in den Arbeits- und Logistikabläufen auf. Auf dieser Basis entwickelte die Absolventin drei Konzepte, mit denen der Materialfluss bei Giebel schlanker und wirtschaftlicher werden kann. Zudem entwickelte sie einen einfachen Lagerplatzcode, der leicht verständlich und eindeutig anzeigt, wo das Material gelagert ist. Sylwia Sandra Szymczak ist mittlerweile als Betriebsingenieurin bei der Firma Giebel tätig, um die ausgearbeiteten Maßnahmen und weitere hochkomplexe Projekte umzusetzen. Betreuer der Arbeit war Prof. Dr. Klaus-Michael Mende.

Mit dem Anwendungspotenzial von lumineszierenden Gläsern für die Licht- und Beleuchtungstechnik beschäftigte sich Michelle Grüne im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Systems Engineering and Engineering Management in Soest. Eine typische Weißlicht-LED besteht aus einem blauen LED-Chip, der in einem gelb-emittierenden Leuchtstoff-Polymer-Komposit eingebettet ist. Dieses wird zur Weißlichterzeugung benötigt. Die Farb- und Langzeitstabilität des Komposits stellt bei den immer leistungsfähigeren LED-Chips allerdings ein Problem dar. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für Anorganische Leuchtstoffe in Soest forschte Michelle Grüne in ihrer Arbeit nach einem alternativen System. Ihre Ergebnisse wurden bereits in der wissenschaftlichen Fachwelt veröffentlicht. Als Doktorandin bleibt Sie der Fachhochschule Südwestfalen treu und wird sich weiterhin gemeinsam mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum Soest der Erforschung lumineszierender Gläser für die Licht- und Beleuchtungskonzepte der nächsten Generation widmen. Die Masterarbeit wurde von Prof. Dr. Stefan Schweizer betreut.

 

Alexander Gajewski, Absolvent des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen in Hagen beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit mit der Entwicklung von Softwarerobotern und der Einführung robotergesteuerter Prozessautomatisierung (RPA) in der Verwaltung der Stadt Hagen. Mit Hilfe der Lean Six Sigma Methodik entwickelte er ein Konzept für die erfolgreiche Einführung, Anpassung und Nutzung einer RPA. RPA ist ein effizienter IT-gestützter Ansatz, um die digitale Transformation voranzutreiben und dabei Kostensenkungspotenziale zu erschließen. Ein besonderes Augenmerk richtete Alexander Gajewski außerdem auf die Akzeptanz der Mitarbeiter*innen. Sie werden durch eine Automatisierung entlastet und können sich so wertschöpfenden Tätigkeiten widmen. Der von ihn entwickelte Prototyp ermöglicht es der Stadt Hagen, unabhängig von bestehenden Workflow-Management-Systemen, eine Geschäftsprozessautomatisierung zu realisieren. Betreut wurde die Bachelorarbeit von Prof. Dr. André Coners.

„Ich bin guter Dinge, dass wir im nächsten Jahr wieder eine Preisverleihung im Hörsaal durchführen können und dann hoffe ich, Sie wiederzusehen um dort auch persönlich mit Ihnen auf Ihren Erfolg anstoßen zu können, lud der Rektor alle diesjährigen Preisträger*innen ein.

Bildquellen

  • Budde1_B-1: FH Südwestfalen
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