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Wo bitte geht’s zur Goldgrube?

Es gibt eine Frage, die mir im vergangenen Jahr bei Vorträgen, Seminaren und Kundengesprächen Jahr sehr häufig gestellt wurde. Eine Frage, die an sich gar nicht pauschal zu beantworten ist, auf die es aber dennoch eine klare Antwort gibt.

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Es gibt eine Frage, die mir im vergangenen Jahr bei Vorträgen, Seminaren und Kundengesprächen Jahr sehr häufig gestellt wurde. Eine Frage, die an sich gar nicht pauschal zu beantworten ist, auf die es aber dennoch eine klare Antwort gibt. 

„Welche Sozialen Netzwerke sind aus Ihrer Sicht Zeitverschwendung und mit welchen verdienen Sie wirklich Geld?“

Irgendwie seltsam, dass bei so vielen Unternehmen der Faktor Geld an erster Stelle steht. Läuft da nicht etwas verkehrt? Zugegeben, wir alle betreiben unsere arbeitsintensiven Social Media-Kanäle nicht, weil wir von stetiger Langeweile geplagt sind, sondern, weil wir mit unserem Engagement in irgendeiner Form, sei es direkt oder indirekt, Geld verdienen wollen und müssen. Letztlich ist das, was wir da tun Marketing, nicht mehr, nicht weniger. 

Als Prof. hc. Wolfgang Mewes vor über 40 Jahren seine Engpasskonzentrierte Strategie entwickelte, wusste er schon, was heute auch in Sozialen Netzwerken und damit im digitalen Marketing Usus ist: Nutzenmaximierung kommt vor Gewinnmaximierung. Niemals anders herum.

Willkommen in der Glitzerwelt von Social Media

Social Media Erfolgsgeschichten verleiten leider viel zu schnell zu der Annahme, dass hier das „schnelle Geld“ zu machen ist und das zu alledem auch noch kostenlos. Der Haken daran: Medien berichten zwar gerne von Erfolgen, aber nur selten von den steinigen Wegen dorthin.

Ich kenne einige YouTuber, die von Ihrer Arbeit inzwischen nicht nur gut leben, sondern sich auch die Dinge leisten können, von denen „Otto Kleinunternehmer“ oftmals nur träumen kann. Aber ist YouTube nur aufgrund dieser doch sehr persönlichen und individuellen Erfolgsgeschichten auch für Sie der ultimative Kanal, um damit Geld zu verdienen? 

Die Antwort ist JEIN, denn er kann es nur dann sein, wenn er perfekt zu Ihrem Angebot und Ihrer Persönlichkeit passt, wenn Sie ein guter Performer sind, wenn Sie gute Videos produzieren, wenn Ihre Zielgruppen bei YouTube sind und wenn Sie ihnen einen Nutzen oder Mehrwert bieten, der sie dazu veranlasst, Ihren Kanal in großer Zahl zu abonnieren. Damit wären zumindest die Grundvoraussetzungen erfüllt. Hinzu kommt, dass Sie als Betreiber eines solchen Angebotes recht genau wissen sollten, wie diese „Maschinerie“ funktioniert und dass Sie selbstverständlich – wenn auch nicht alles – aber zumindest sehr vieles von Grund auf richtigmachen: Strategie, Content, Redaktion, Dialog, und … und … und. Erfolg ist auch in Social Media kein Zufall, sondern in der Regel das Ergebnis einer sehr guten Strategie, perfekter Planung, professioneller Umsetzung und reichlich Durchhaltevermögen. 

Habe ich Ihnen eine Illusion genommen? Das tut mir leid.

Eines können Sie daraus dennoch mitnehmen: In Zeiten von Content-Marketing, digitaler Reiz-Überflutung und stetig kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspannen kommt es immer weniger darauf an, auf möglichst vielen Kanälen unterwegs zu sein, also quasi mit der Schrotflinte auf Kundenjagd zu gehen, als vielmehr darauf, sich für genau die richtigen Kanäle zu entscheiden und sich dann auch ausschließlich darauf zu konzentrieren. Das ist an sich gar keine neue Erkenntnis, sie gewinnt aber immer mehr an Bedeutung. Und dafür gibt es gute Gründe. 

Wenn Sie heute zum Beispiel Snapchat, Instagram und Facebook gleichermaßen beherrschen und professionell für Ihr Unternehmen nutzen wollten, würde ein 24-Stunden-Tag für Sie als Unternehmer wahrscheinlich kaum ausreichen, denn allein die stetigen, technischen Weiterentwicklungen (Features) dieser Angebote verlangen Ihnen eine Menge (an Zeit) ab, da Sie diese nicht nur kennen, sondern sie bei der Nutzung auch auf dem Effeff beherrschen müssen. Hinzu kommt, dass Sie ihre Zielgruppe auf dem jeweiligen Kanal sehr genau kennenlernen sollten, ihre Vorlieben, ihre Wünsche, ihre Onlinezeiten, ihre Sprache, einfach so viel wie möglich. Ja und dann ist da noch ihr Wettbewerb. Was treibt der eigentlich und wie erfolgreich ist oder scheint er damit auf der jeweiligen Plattform zu sein?

Was vor einigen Jahren noch irgendwie machbar schien, erfordert heute – je nachdem, in welchem Umfang Sie digital aktiv werden möchten – oftmals ein Team von Spezialisten oder eine Agentur, die diese Aufgaben zumindest zum Teil für Sie übernimmt.

Aus der Traum? Im Gegenteil.

Sind Sie Klein- oder Einzelunternehmer, gibt es eine ganz andere Möglichkeit, dennoch und mit vertretbarem Aufwand in Social Media präsent und über kurz oder lang wahrscheinlich sogar erfolgreich zu sein. Wie, das zeigt uns auch hier wieder ein praxisnahes Beispiel. 

Wir nehmen einmal an, dass Sie in guter Vorarbeit recht gründlich recherchiert haben und sich inzwischen sicher sind, dass Sie Ihre Zielgruppe am besten bei Facebook erreichen können. Und nun? Setzen Sie alles auf genau diese eine Karte. Für erste zumindest. Lernen Sie alles, was es über die unternehmerische Nutzung von Facebook zu wissen gibt. Es genügt heute einfach nicht mehr, zu wissen, wie man den Werbeanzeigenmanager aufruft und es reicht auch bei weitem nicht aus, einen belanglosen Post für den nächsten Tag planen zu können. Jedes der oben erwähnten Social Networks – und das sind ja nur ein paar Beispiele – bietet inzwischen unzählige Möglichkeiten, mit Kunden und Zielgruppen in Kontakt zu treten oder entsprechende Strategien zu verfolgen. Und je genauer Sie wissen, wie Sie dieses Ziel am besten erreichen, desto größer die Erfolgsaussichten. 

Sie wollen mehr? Bitteschön.

Lassen es Ihre Kapazitäten zu, sich mit weiteren Kanälen zu beschäftigen, dann tun Sie das. Meine Empfehlung in diesem Fall:

Konzentrieren Sie sich dennoch, wie hier beschrieben, auf ein primäres Angebot und nutzen Sie weitere Kanäle eventuell als Traffic-Lieferant oder zur Verbesserung Ihrer Reputation. Und da sind wir dann schon wieder bei der ursprünglichen Frage dieses Beitrags: In beiden Fällen würden Sie auf diesen Kanälen kein Geld verdienen. Zumindest nicht direkt. Aber Sie unterstützen damit Ihre eigenen Bemühungen, Interessenten für genau den Kanal zu gewinnen, auf dem Sie mit Ihrem Angebot, Ihren Informationen, ziegruppenrelevanten Content und kleinen Extra-Nutzen präsent sind. 

Es ist definitiv besser, 100% Ihrer Energie in das zu investieren, was am erfolgversprechendsten ist, als jeweils nur 10% in dies, das oder jenes. Die eierlegende Wollmilchsau ist zwar eine ganz nette Idee, aber mir ist bisher offen gesagt noch keine begegnet. Engagieren Sie sich stattdessen dort, wo Ihre Kunden sind und nutzen Sie die vielen Möglichkeiten des digitalen Marketings unter dem Aspekt: Nutzenmaximierung (für Ihre Kunden) vor Gewinnmaximierung (für Sie). Der Erfolg kommt dann von ganz allein.

Schnell zusammengefasst:

Die besten Chancen, durch Ihr Engagement in einem Social Network langfristig direkt oder indirekt Geld zu verdienen, haben Sie dann, wenn die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Vermeiden Sie Verzettelung. 
  • Entscheiden Sie sich für das Social Network, bei dem Sie Ihre Zielgruppe eindeutig und in großer Zahl identifiziert haben.
  • Lernen Sie alles, wirklich alles, was es über die Nutzung dieses Netzwerkes zu wissen gibt.
  • Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen. Vorlieben, Onlinezeiten, Sprache, usw.
  • Rücken Sie den Nutzen Ihres Engagements für Ihre potenziellen Kunden an die erste Stelle.
  • Planen Sie Ihre Ziele strategisch und langfristig, damit Sie Milestones setzen können, um eine gewisse Erfolgskontrolle zu haben. Diese wirkt sich nicht zuletzt auch auf Ihre Motivation aus.
  • Erwarten Sie keine schnellen Erfolge. Sie würden enttäuscht werden. Garantiert.
  • Halten Sie durch. Auch wenn Ihre Strategie noch so gut ist, so gilt dennoch: zur richtigen Zeit mit dem richtigen Angebot am richtigen Ort. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werden Sie den verdienten Erfolg haben.

 

Jens Schlüter

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