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Europaschule Ostendorf-Gymnasium 4.0

Lernen mit modernen Medien Stadt Lippstadt baut digitalen Unterricht massiv aus

Stadt Lippstadt

Lippstadt. „Wir wollen allen Schülerinnen und Schülern Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zu einem anwendungsorientierten, kritischen und verantwortungsbewussten Umgang mit Medien beisteuern.“ Der Anspruch ist an der Europaschule Ostendorf-Gymnasium klar formuliert. Denn dass Medienkompetenz im 21. Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil einer umfangreichen sowie gesellschaftlich notwendigen Handlungskompetenz ist, darüber sind sich alle Verantwortlichen an der Schule einig. Umso größer das Interesse der Schulvertreter, diese Kompetenz zukünftig intensiv zu fördern.

Zum neuen Schuljahr hat sich in dieser Hinsicht darum auch schon wieder einiges getan: Zusätzlich zu den schon vorhandenen stationären Dokumentenkameras mit Beamer befindet sich in jedem Unterrichtsraum ein festinstallierter 360-Grad-Lautsprecher sowie eine kabellose Bild-Übertragungsmöglichkeit von mobilen Endgeräten an den Beamer. Als Schulträger investiert die Stadt Lippstadt damit weiterhin kräftig in die digitale Ausstattung des Ostendorf-Gymnasiums: Allein für die letzten anderthalb Jahren belaufen sich die Investitionen auf mehr als 140.000 Euro. Neben dem Förderverein leistete auch die Dr. Arnold Hueck-Stiftung bei der Anschaffung der Dokumentenkameras finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 15.000 Euro.

Ebenfalls im Unterrichtseinsatz sind an der Schule aktuell 130 iPads. Diese Tablets sind eigens mit spezieller Lernmanagementsoftware ausgestattet. Mithilfe differenter Apps und Funktionen lassen sich die Geräte in jedem Unterrichtsfach zielführend einsetzen und ermöglichen zudem einen neuen, attraktiven Zugang zu Lerninhalten. Nicht nur das Recherchieren ist damit vereinfacht möglich, sondern vor allem die vielfältige Nutzung von entsprechenden Apps, die zum Beispiel das Präsentieren von Gruppenergebnissen oder die Vertonung eines Experiments ermöglichen. Arbeitsblätter können zuhause auf verschiedenen Niveaustufen digital erstellt und im Unterricht den Schülerinnen und Schülern auf das Tablet geschickt werden. „So erhält jede Schülerin oder jeder Schüler ein Arbeitsblatt auf das Tablet, das seinem Leistungsniveau entspricht, ohne dass Mitschüler die Unterschiede wahrnehmen“, erklärt Robert Prahl. Er freut sich über die flächendeckenden, positiven Rückmeldungen zum iPad-Einsatz und dessen Mehrwert für das unterrichtliche Lernen.

Wie es weitergehen soll mit der Digitalisierung am Ostendorf-Gymnasium und welche Voraussetzungen vor dem Hintergrund der aktuellen Erfordernisse dafür geschaffen werden müssen, wird aktuell von der Schule ermittelt und mit der Stadt Lippstadt als Schulträger abgestimmt. „Der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Ausstattung mit neuen digitalen Medien richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Schule“, sagt Robert Prahl, stellvertretender Schulleiter und gemeinsam mit der Medienbeauftragten Antje Bornhöft und dem IT-Fachmann und Informatiklehrer Thomas Arbeiter für die Planungen auf Seiten der Schule verantwortlich. Gemeinsam mit Thomas Nentwig, der als Projektleiter für die Digitalisierung der kommunalen Bildungseinrichtungen zuständig ist, konkretisieren sie die Ideen für die digitale Infrastruktur und Ausstattung der Schule. Dies schließt sowohl den Ausbau des Netzwerkes als auch ein stabiles und leistungsfähiges W-Lan-Netz auf dem gesamten Schulgelände mit ein.

Perspektivisch strebt das Gymnasium insbesondere aufgrund der vielen Vorteile des Tableteinsatzes, wie zum Beispiel die Akku-Laufzeit (ein ganzer Schultag ohne Stromversorgung ist problemlos möglich), die schnellere Betriebsbereitschaft gegenüber PCs, die Nutzung elektronischer Lehrbücher und der damit verbundenen Reduzierung des Gewichts des Schulranzens, sowie der Möglichkeit zu einer stärkeren Individualisierung und Differenzierung von Unterricht, ebenfalls die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit iPads an. Daher ist in diesem Schuljahr die Bildung einer Arbeitsgruppe aus Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern geplant, um sich mit diesem Wandel zu beschäftigen. In dieser Arbeitsgruppe soll die Pilotphase mit einer iPad-Klasse voraussichtlich zum Sommer 2020 vorbereitet und anschließend evaluiert werden.

 

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