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Mitmach-Naturpark und digital vernetzte Community

Naturpark Sauerland Rothaargebirge hat klaren Plan für die Zukunft.

Naturpark Sauerland Rothaargebirge

Wir schreiben das Jahr 2027: Anna und Nils, zwei Zukunftsscouts des Naturparks Sauerland Rothaargebirge gehen heute ihr Lieblingsprojekt an: Ein Jugendcamp mitten in der Natur. Übernachten unter den Sternen auf dem neuen Natur-Trekkingplatz, ein Tagescamp im Grünen – und das alles organisiert und begleitet durch eine digitale Plattform und soziale Medien.

„So stellen wir uns die Zukunft eines der jüngsten Naturparks Deutschlands vor“, sagt Bernd Fuhrmann, Vorsitzender des Naturparks Sauerland Rothaargebirge. Dessen Macher haben jetzt einen Naturparkplan vorgelegt, der den Weg dorthin für die kommenden zehn Jahre vorgibt. Nicht nur in der Theorie, mit innovativen Projekten geht der Plan ab sofort auch in die Praxis. Der Naturpark gibt sich ein klares Profil: Er wird sich als echter Mitmach-Naturpark aufstellen. Viele Aktionen und Angebote in der Landschaft sollen Köpfe und Herzen der Menschen in der Region für die unzähligen Naturschätze vor ihrer Haustür öffnen. Mehr noch, sie sollen sie dazu bewegen, sich für dieses kostbare Gut einzusetzen, es zu bewahren. Außerdem setzt der Naturpark auf eine hohe Qualität im Sinne der Vorgaben des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) und wird sich als Akteur der Regionalentwicklung engagieren.

„Digital – nachhaltig – authentisch“ – von dieser DNA, die südwestfalenweit im Denken und Handeln der Menschen festgeschrieben ist, lässt sich auch der Naturpark leiten. Vieles, sogar das meiste, was das Naturparkteam laut Naturparkplan vorhat, spricht junge Menschen an. In Echtzeit kommunizieren, sich online informieren und mit dem Handy clever durch die Landschaft leiten lassen – Natur und digitaler Service passen prima zusammen, finden die Verantwortlichen. Sie wollen eine echte, vernetzte Naturpark-Community aufbauen, die sich über soziale Medien austauscht und im echten Leben mitten im Grünen trifft. Projekte, durch die die Vorbildlandschaft entwickelt und präsentiert, der Artenreichtum gefördert oder auch heimische Produkte bekannt gemacht werden, kommen natürlich dazu. Das Ganze aber immer digital begleitet, nachhaltig und in Gemeinschaften umgesetzt sowie authentisch in den Regionen verankert.

Nachzulesen ist all das in einer kompakten Broschüre zum Naturparkplan, die der Naturpark Sauerland Rothaargebirge jetzt vorlegt. „Sie richtet sich an alle Menschen in der Region, die gespannt sind auf eine weiterhin dynamische Zeit im Naturpark – und die ein Teil davon werden möchten“, betont Bernd Fuhrmann. Gut 20 Seiten knackige Zukunftslektüre also.

Der umfangreiche Naturparkplan, der als strategisches Leitinstrument dieser Lektüre zugrunde liegt, ist ein großangelegtes Gemeinschaftswerk. Viele Akteure haben in einem langen und sehr konstruktiven Prozess daran mitgewirkt. Bei Expertengesprächen haben Fachleute aus diversen Gremien und den Kommunen, von Tourismus- und Wirtschaftsverbänden sowie aus den LEADER-Regionen ihre Meinung gesagt. Rund 400 Online-Fragebögen wurden von Menschen aus der gesamten Naturpark-Region beantwortet. Bei zwei öffentlichen Plenen kamen rund 150 Bürger unmittelbar zu Wort. Bei einem Jugendcamp Sorpesee diskutierten 20 Jugendliche mit den Verantwortlichen darüber, wie der Naturpark junge Menschen einbinden will und wie deren Ideen eingebracht werden können. „Das war ein echtes Mitmach-Projekt, das uns Vorbild für die weitere Arbeit sein wird“, zeigt sich Bernd Fuhrmann begeistert.
Der organisatorische Kraftakt hat sich gelohnt, der Naturparkplan wurde bei der Mitgliederversammlung des Naturparks Sauerland Rothaargebirge einstimmig besiegelt. „Das ist doch ein fantastisches Signal zum Aufbruch!“, stellt Bernd Fuhrmann abschließend fest.

 

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