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Gutes Arbeitsklima ist wichtiger als Gehalt

Die Hälfte aller Manager sieht in der Gewinnung von Fachkräften eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Jedoch lassen sich die besten Talente längst nicht mehr nur durch ein hohes Gehalt ködern. Für 87 % der Berufseinsteiger ist das Arbeitklima am wichtigsten – überdurchschnittliches Einkommen halten nur 28 % bei der Arbeitgeberwahl für ausschlaggebend. So die Ergebnisse des „Industrie-Innovationsindex“ von ALTANA.

Presse / ALTANA

Nachwuchskräfte streben in den ersten Berufsjahren nicht in erster Linie nach hochdotierten Positionen, Boni (zur Boni Definition) und Statussymbolen. Ganz oben auf der Liste der relevanten Kriterien für die Arbeitgeberwahl stehen ein kooperatives Arbeitsklima (für 87 Prozent „sehr wichtig“), Gestaltungsspielraum (66 Prozent) und attraktive Aufstiegsperspektiven (56 Prozent).

Wichtiger als das Finanzielle sind den jungen Talenten außerdem Erfolg, Image und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens (47, 34 und 34 Prozent).

Kommunikationsgewohnheiten der neuen Generation

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die neue Generation der Industrie-Talente trägt selbst zu einem kooperativen Arbeitsklima bei, und zwar deutlich stärker als die etablierten Manager. So tauscht sich fast jeder zweite Berufseinsteiger im Arbeitsalltag aktiv auch mit anderen Abteilungen aus. Aber nur knapp jeder fünfte Manager kann das für sich uneingeschränkt bejahen.

Dabei halten die Unternehmenslenker die Förderung von abteilungsübergreifendem Austausch mit 58 Prozent für das wichtigste Element einer Innovationskultur.

„Qualifizierte Bewerber verlangen einen Dialog auf Augenhöhe. Innovative Ideen entstehen oft nur im hierarchie- und abteilungsübergreifenden Dialog mit Kollegen“, sagt Dr. Matthias L. Wolfgruber, Vorstandsvorsitzender der ALTANA AG.

„Unternehmen, die dieses Potenzial erkennen und gezielt fördern, haben nicht nur im Kampf um die besten Fachkräfte die Nase vorn, sondern können sich auch in Sachen Innovationskraft vom Wettbewerb absetzen.“

Gestaltungsspielraum wichtiger als Gehalt

Auch beim Thema Gestaltungsspielraum besteht Handlungsbedarf: So assoziieren zwar 54 Prozent der Unternehmensverantwortlichen mit „Innovationskultur“ unbedingt einen ausreichenden Freiraum für Mitarbeiter. Doch nur zwölf Prozent der Unternehmen gestehen ihren Mitarbeitern im Alltag tatsächlich eigenen Handlungsspielraum zu.

„Fördert ein Industrieunternehmen aktiv eine Unternehmenskultur, die ein kooperatives Arbeitsklima schafft und Handlungsspielraum auf allen Ebenen zulässt, wirkt sich das auch auf seine Arbeitgeberattraktivität sehr positiv aus. Ein hohes Gehalt und ein bekannter Name allein reichen nicht mehr aus, um junge Talente für sich zu gewinnen“, sagt Jörg Bauer, Personalleiter und Mitglied der Unternehmensleitung von ALTANA.

Für die branchenübergreifende Studie „Industrie-Innovationsindex“ ließ der Spezialchemiekonzern ALTANA durch das Forsa Institut 250 Topentscheider sowie 250 Berufseinsteiger in deutschen Industrieunternehmen befragen.

 

Quelle: ots

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