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Energiebeauftragter: Ausruhen ist tabu!

Juan Manuel Diaz Borrego stellt Energiebericht der Stadt Hemer mit sehr guten Erfolgen vor – Betriebskosten der städtischen Gebäude und Anlagen bergen aber noch weitere Einsparpotenziale

Stadt Hemer

Hemer. Erfolge feiert die Stadt Hemer im Einsatz für den Klimaschutz. Der städtische Energiebeauftragte Juan Manuel Diaz Borrego überbrachte positive Nachrichten bei der Vorstellung des aktuellen Energieberichtes im städtischen Betriebsausschuss. Energiekosten konnten stabil gehalten, Verbrauchszahlen für Strom und Wärme gesenkt und 1.900 Tonnen CO²-Emmissionen eingespart werden. Sich in Zukunft darauf auszuruhen, ist absolut tabu. Ein Überblick, wie viel Hemer zum Klimaschutz beiträgt… Bei der UN-Klimakonferenz in Paris wurde kürzlich (12. Dezember) der neue Weltklimavertrag geschlossen, worin sich nahezu alle Länder dem Klimaschutz verschreiben. Natürlich ist die Stadt Hemer in diesem Zusammenhang ein kleines Licht, für Hemers Energiebeauftragten Juan Manuel Diaz Borrego ist der Kampf gegen den Klimawandel ein gemeinschaftlicher: „Jeder kann am Klimaschutz aktiv mitwirken.“ Für die Stadt Hemer sei sehr wichtig, sich am Klimaschutz zu beteiligen und sich damit für den Erhalt des menschlichen Lebensraumes zu engagieren. In und für Hemer gebe es konkrete Maßnahmen und Handlungsleitfäden, so Diaz Borrego, für dessen Kontrolle der Mitarbeiter des Hochbauamtes verantwortlich ist.

Einer der Leitfäden ist der „european energy award (eea)“, ein Zertifizierungsverfahren, an dem die Stadt Hemer seit 2005 erfolgreich teilnimmt. Außerdem wurde sie neben 2007 und 2010 auch im Jahr 2014 für ihre Leistungen rund um den Klimaschutz ausgezeichnet. Der European Energy Award (eea) ist ein mehrjähriges europäisches Qualitätsmanagementsystem, mit dem die Energie- und Klimaschutzaktivitäten der Kommune erfasst, bewertet, geplant,

gesteuert und regelmäßig überprüft werden, um Potenziale der nachhaltigen Energiepolitik und des Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. Er ist prozessorientiert angelegt und dient der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien. (http://www.european-energy-award.de/). „Für uns ist der eea nicht nur eine Unterstützung mit Vorgaben von Handlungsfeldern, sondern auch eine wichtige Bestätigung, dass sich Hemer auf dem richtigen Weg befindet“, erklärt Diaz Borrego, der gleichzeitig auf das für Hemer passgenau zugeschnittene Energie- und Klimaschutzkonzept verweist. Dieser im Jahr 2012 erstellte Plan beinhaltet eine detaillierte Analyse des bisherigen energie- und klimapolitischen Handelns der Stadt Hemer und zeigt Potenziale auf, die eine zukunftsweisende Optimierung der Hemeraner Energiepolitik ermöglichen.

Auf lokaler Ebene wurde das „Leitbild für Energie und Klimaschutz für die Stadt Hemer 2014- 2020“ im September des vergangenen Jahres politisch beschlossen. Diaz Borrego: „Dabei sind die Zielsetzungen an denen der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen angelehnt. Angesichts der Erfordernisse und vor allem der Potenziale sind diese Absichten ambitioniert, jedoch auch realistisch erreichbar.“ Mit ihm sollen für die Stadt Hemer Ziele im Bereich des Klimaschutzes für die von der Kommune bzw. jedem Bürger unmittelbar beeinflussbaren Bereiche formuliert werden:

  • Senkung des Strombedarfes in den städtischen Gebäuden bis 2020 um mindestens 15 Prozent und bis 2050 um mindestens 30 Prozent. Die Zielvorgabe greift die Vorbildfunktion auf. Basis ist der Strombedarf des Jahres 2008.
  • Senkung des Endenergiebedarfes für Raumwärme und Warmwasser bis 2020 um 15 Prozent und bis 2050 um 30 Prozent in Gebäuden, die von der Stadtverwaltung genutzt werden. Die Zielvorgabe greift die Vorbildfunktion auf. Basis ist der Bedarf des Jahres 2008.
  • Steigerung des Radverkehrs bis 2020 auf 5 Prozent. Basis ist der ermittelte Wert von 3 Prozent im Jahr 2008 aus dem Energie- und Klimaschutzkonzept aus 2012.
  • Strombeschaffung für die kommunalen Gebäude und Anlagen zu 100 Prozent aus Ökostrom. Umfangreiche Informationen stehen unter www.hemer.de/klima bereit.

Ein weiteres Controlling -Instrument zur Verfolgung der Klimaschutzziele wird mit dem Energiebericht 2014 bereitgehalten. Neben Aussagen zu Energiekosten und Energieverbräuchen enthält er Informationen zur CO²- Bilanz , zu abgeschlossenen Projekten im Jahr 2014 und zukünftigen Projekten. Diaz Borrego: „Insgesamt kennzeichnet der Bericht energetische Trends.“ Zum Beispiel war 2014 in Deutschland und damit auch in Hemer das wärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Messungen im Jahr 1881. Dadurch und durch eine vorausschauende Einkaufssteuerung konnten die Energiekosten trotz steigender Anbieterpreise von der Stadt Hemer stabil gehalten werden, Verbrauchszahlen für Wärme und Strom waren sogar rückläufig. Aber nicht nur die milde Witterung des Vorjahres sei für die überwiegend positiven Trends verantwortlich, „diese Erfolge sind auch auf den effizienteren Betrieb der technischen Anlagen zurückzuführen“. Der Wasserverbrauch hingegen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Ursache dafür sind größere Sanierungsarbeiten oder technische Probleme. Ein Dorn im Auge von Juan Manuel Diaz Borrego: „Wir haben bereits entsprechende Gegenmaßnahmen und Projekte eingeleitet, um die Verbrauchszahlen zu reduzieren und wirtschaftliche Einsparungen zu erzielen.“ Auch das Nutzerverhalten müsse vermehrt durch Aufklärung über Energieverschwendung optimiert werden. Ingesamt gilt: Die Betriebskosten der städtischen Gebäude und Anlagen bergen noch weitere Einsparpotenziale.

Das wichtigste Ergebnis lasse sich laut Diaz Borrego von der CO²-Bilanz ableiten. Durch die Umstellung auf Ökostrom aus skandinavischen Laufwasserkraftwerken konnten die CO²- Emissionen um 43,3 Prozent gesenkt und somit rund 1.900 Tonnen Kohlendioxide vermieden werden. „Diesen Wert erreicht ein Mittelklasseauto, wenn es 12,75 Millionen Kilometer zurückgelegt hat oder ein Vier-Personen-Haushalt in Hemer in 45 Lebensjahren durch Wohnen, Reisen und Ernährung“, (Link zum CO²-Rechner – http://www.energieagentur.nrw.de/klimaschutz/online_co2-rechner) vergleicht Juan Manuel Diaz Borrego, „das ist ein toller Erfolg für Hemers Einsatz im Klimaschutz und daher ist es besonders erfreulich, dass an der Beschaffung von Ökostrom auch für die Lieferjahre 2015 bis 2018 festgehalten wird. Auf diesem Erfolg werden wir uns aber nicht ausruhen, und die Zahlen lassen uns auch nicht erblinden. Wir wollen durch weitere Maßnahmen zusätzliche Erfolge verbuchen.“

 

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