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Westfalentag in Geseke

Nach über zwei Jahrzehnten fand der Westfalentag erstmals wieder im Kreis Soest statt. „Zuletzt war er 1985 in Lippstadt. Für die Stadt Soest liegt der letzte Westfalentag 47 Jahre zurück“, ließ Peter Sukkau, Kreisheimatpfleger des Kreises Soest, wissen.

Westf�lischer Heimatbund

Geseke. Das Interesse an der Heimat, an alten Bau- und Naturdenkmälern und an Werten wie Geborgenheit und Orientierung liegt im Trend. Und so stand auch beim 57. Westfalentag am 12. Mai in Geseke der Begriff „Heimat“ im Mittelpunkt. Ausgerichtet hatte die Veranstaltung der Westfälische Heimatbund. Neben der Mitgliederversammlung des 530 Vereine und 130.000 Mitglieder zählenden Verbands stand ein Vortrag zum Thema „Kultur in Westfalen“ von der LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale sowie verschiedene Exkursionen, Workshops und ein speziell für Kinder und Jugendliche zusammengestelltes Jugendprogramm im Mittelpunkt der Fachtagung. 

Nach über zwei Jahrzehnten fand der Westfalentag erstmals wieder im Kreis Soest statt. „Zuletzt war er 1985 in Lippstadt. Für die Stadt Soest liegt der letzte Westfalentag 47 Jahre zurück“, ließ Peter Sukkau, Kreisheimatpfleger des Kreises Soest, wissen. Nicht von ungefähr fiel die Wahl der Veranstalter auf die am Hellweg gelegene rund 20.000 Einwohner zählende Stadt. Denn als Tagungsort war das Gymnasium Antonianum gewählt worden, das in diesem Jahr sein 325-jähriges Jubiläum feiert. 

„Die Menschen hier sind stolz auf ihre Geschichte und Kultur, pflegen die Tradition und entwickeln sie heute weiter. Heimat und Brauchtum und die Bewahrung kultureller Werte werden hier in Geseke wie in ganz Westfalen groß geschrieben“, betonte Dr. Wolfgang Kirsch, der Vorsitzende des Westfälischen Heimatbundes, in seiner Ansprache. Die Arbeit der Heimatvereine sei „ die Voraussetzung für ein menschliches Zusammenleben für die Zukunft“. 

Wie man Kultur präsentieren und bewahren kann, darum ging es schließlich in Barbara Rüschoff-Thales Vortrag „Kultur in Westfalen“. Gleich zu Beginn ihrer Ausführungen machte sie klar, dass es wichtig sei, über die Region Westfalen hinaus Netzwerke zu etablieren, „um nach Außen zu wirken“. Mit der Museumsarbeit des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, den Kulturdiensten und den wissenschaftlichen Kommissionen sowie dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte komme man diesem Ziel nahe. „Wo sind unsere Stärken, wo liegen unsere Wurzeln? Das müssen wir zukunftsfähig halten, und dafür brauchen wir ehrenamtliches Engagement und die Heimatvereine“, schloss die Kultur-Expertin ihren Vortrag. 

Bei der Mitgliederversammlung des Westfälischen Heimatbundes im Rahmen des Westfalentags hob die Geschäftsführerin Dr. Edeltraud Klueting hervor, dass ein Großteil der Arbeit des Verbands darin bestehe, sowohl das materielle als auch das immaterielle Kulturerbe zu bewahren. Nicht nur Baudenkmäler, sondern auch andere Besonderheiten Westfalens wie zum Beispiel die Pflege der plattdeutschen Sprache gehörten dazu. Die Förderung und Vernetzung der plattdeutschen Aktivitäten der Heimatvereine sieht Klueting als wichtige künftige Aufgabe an. „Denn wir sind sicher, dass eine kreative Weitergabe dieses Kulturerbes die kulturelle Entwicklung in Westfalen beflügeln wird“. Als weitere Aufgabe betrachtet es der Vorstand, seinen Mitgliedern Fortbildungen zum Thema „Denkmalschutz“ anzubieten. 

 

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