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Westfälische Salzwelten

Von ‚weißem Gold’ und heilendem Wasser

studio klv

Berlin/Bad Sassendorf, April 2015 – Das von studio klv konzipierte und gestaltete Erlebnismuseum „Westfälische Salzwelten“ im Sole-Heilbad Bad Sassendorf ist seit Februar 2015 für Besucher geöffnet. Das mit drei Sternen als förderwürdig ausgezeichnete Projekt entstand im Rahmen der REGIONALE Südwestfalen. 14 interaktive Themenbereiche präsentieren die Kulturgeschichte der Salzgewinnung sowie die heutigen Einsatzbereiche und gesundheitsfördernden Anwendungen von Salz. Die Ausstellung spricht alle Altersgruppen an und eröffnet zukunftsweisende Ansätze für den Gesundheitstourismus.

Seit mehr als 2000 Jahren dient stark salzhaltiges Grundwasser – die Sole – in der Region am Hellweg zur Gewinnung von Salz. Die Entdeckung der Sole als Heilmittel führte seit dem 19. Jahrhundert zur Gründung zahlreicher Heilbäder am Hellweg. Auch Bad Sassendorf war viele Jahrhunderte lang Ort der Salzproduktion und des Salzhandels und ist heutzutage erfolgreich als staatlich anerkanntes Sole- und Moorbad. Die „Westfälischen Salzwelten“ zeigen auf zwei Ausstellungsebenen die Facetten dieser für Bad Sassendorf prägenden Wirtschaftszweige.

Konzeption und Entwicklung

studio klv hat das Projekt von Beginn an mitentwickelt und mit einer Konzept und Machbarkeitsstudie die Grundlage für eine erfolgreiche
Fördermittelakquise gelegt. Ziel dieser Projektentwicklung war es, die regionalhistorisch bedeutende Salztradition im öffentlichen Bewusstsein identitätsstiftend zu verankern und diese Potenziale gleichzeitig für den überregionalen Tourismus zu nutzen. „Besonders spannend war für uns die Entwicklung einer Erlebnisausstellung mit regionalem Themenbezug und überregionaler Anziehungskraft“, so Bernhard Kehrer, Geschäftsführer von studio klv. Die Salzwelten sprechen auch jüngere Besucher an. Ortsmarketing-Chef Olaf Bredensteiner rechnet mit zahlreichen zusätzlichen Gästen: „Mit den Salzwelten erweitern wir unser Zielgruppen-Spektrum. Insbesondere für Kinder und Familien ist ein neuer Anziehungspunkt geschaffen worden – und das ganzjährig und witterungsunabhängig.“

Die Inhalte sind wissenschaftlich fundiert aufbereitet, um auch das Interesse von Fachleuten aus dem Gesundheitswesen zu wecken und als attraktiver, anerkannter außerschulischer Lernort zu fungieren. Die Salzwelten greifen eines der Kernthemen des touristischen Masterplans des Landes NRW „Gesundheit/Wellness“ sowie die Schwerpunkte regionaler Tourismusstrategien zu Gesundheit und Bewegung auf. Das Erlebnismuseum ist fest eingebunden in regionale und überregionale Netzwerke von Partner aus der Tourismus- und der Gesundheitswirtschaft. Bad Sassendorfs Bürgermeister Malte Dahlhoff hofft auf 80.000 Besuchern pro Jahr: „Die „Salzwelten“ sind nicht nur touristischer Faktor, sondern stärken auch die Identität der Bürger im Ort und in der Hellweg-Region, weil sie – spannend inszeniert – den Bogen von der Geschichte bis zur Gegenwart spannen.“

Der Kristall

Der „Salzkristall“, ein von Weiten sichtbarer, verglaster Kubus, der die Außenwand der denkmalgeschützten Hofanlage Haulle durchdringt, ist ein Landmark für das Museum und zugleich das Leitmotiv für die Gestaltung der Ausstellung. „Wir wollten dem Bauwerk ein themenspezifisches Erkennungszeichen geben und gleichzeitig den historischen Charakter des Gebäudes bewahren“, erläutert Jan Löken, ebenfalls Geschäftsführer von studio klv, die Idee dahinter. Im Inneren bietet der Kristall durch Licht- und Klanginszenierungen ein besonderes sinnliches Erlebnis, das im Ausstellungsrundgang für den Wandel in der Bedeutung und Nutzung von Salz am Hellweg steht.

Reise durch die Welt des Salzes

Zunächst erleben die Besucher in einer geheimnisvollen, dunklen Welt was Salz ist, wo der Ursprung des Salzes in der Erde liegt und wie es in der Region gewonnen wurde. Mit den zahlreichen für die Ausstellung entwickelten Exponaten lassen sich die chemischen Grundlagen der Entstehung und die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Salz im lokalen, überregionalen und historischen Kontext entdecken. „Uns war es wichtig, dass alle Sinne angesprochen werden, und die Ausstellung Wissen spielerisch aber fundiert vermittelt“, so die Ausstellungsmacher von studio klv. Neben ausgewählten Originalen bieten neu entwickelte interaktive Exponate auf den insgesamt 955 qm Ausstellungsfläche ein nachhaltiges Lernerlebnis für Jung und Alt: Von vielfältigen Exponaten zum Anfassen und Ausprobieren, über Modelle zur Technikhistorie, bis hin zu modernen Medienexponaten. „Unsere Besucherinnen und Besucher erwartet in den Westfälischen Salzwelten eine sinnliche Forschungs- und Erlebnisreise durch die Welt des Salzes“, betont Dr. Oliver Schmidt, Leiter des Erlebnismuseums in Bad Sassendorf. „Studio klv aus Berlin ist es auf besondere Weise gelungen, die Vorteile von klassischem Museum und Science Center so zu kombinieren, dass die Salzwelten zu einer Freizeiteinrichtung neuer Art geworden sind.“

Was Salz für unser Leben bedeutet und wie es unsere Gesundheit unterstützt erfahren die Besucher in den offenen, lichtdurchfluteten Räumen im Obergeschoss. In einer angenehmen „Wohlfühlatmosphäre“ werden hier die gesundheitlichen Aspekte und die Bedeutung von Salz, Sole und Moor in unserem täglichen Leben thematisiert. Neben der Anwendungen im Bereich Essen und Trinken lassen sich mit allen Sinnen die positiven Wirkungen in Themenbereichen wie „Der Stoff Sole“, „Atmen“, „Berühren“, „Reha-Medizin“ erleben. Ein Höhepunkt des Rundgangs ist der „Inhalationsraum“, in dem mit einer Komposition aus Soleinhalation, Lichtinszenierung und informativem Soundprogramm die heilende Wirkung der Sole am eigenen Körper spürbar wird.

In der an die Bäderwelt angelehnten Liegelandschaft kann der Besucher zum Abschluss verschiedene Themen der Ausstellung nochmals in aller Ruhe reflektieren und verinnerlichen.

Neben der Dauerausstellung in der Hofanlage Haulle sind die „Sassendorfer Salzspuren“ der zweite Baustein der Westfälischen Salzwelten. Vom Museum aus führt ab Sommer 2015 ein von studio klv konzipierter und gestalteter einstündiger Rundweg zu den Schauplätzen der Salzgeschichte und den aktuellen Orten für Sole- und Mooranwendungen in Bad Sassendorf.

REGIONALE 2013

Mit rund 2,8 Mio. EUR förderten die Europäische Union, das Land Nordrhein-Westfalen und die Gemeinde Bad Sassendorf seit Frühjahr 2013 die Entwicklung und Umsetzung des Projekts. Die „Westfälischen Salzwelten“ entstanden im Rahmen der REGIONALE Südwestfalen, dem Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, und wurden nach einem durch studio klv unterstützten Qualifizierungsprozess mit der maximalen Anzahl von drei Regionale-Sternen als förderwürdig ausgezeichnet. Wie wichtig auf die Region bezogene touristische Projekte sind, macht Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der für die REGIONALE verantwortlichen Südwestfalen Agentur deutlich: „Die Region Südwestfalen hat sich in den letzten Jahren selber entdeckt und zeigt nun mit einem neuen Selbstbewusstsein ihre Stärken. Das spiegelt sich auch im Tourismus wider. Mit Hilfe der REGIONALE 2013 und der damit einhergehenden Förderung von Land und EU konnten die „Westfälischen Salzwelten“ realisiert werden. Ein Kristall, der einen spannenden neuen Blick auf die eigenen Wurzeln eröffnet und über die Region hinaus strahlt.“

Neben den „Westfälischen Salzwelten“ hat studio klv bei zwei weiteren REGIONALE 2013 Initiativen durch grundlegende Konzept- und Machbarkeitsstudien die Förderung der Projekte und deren Umsetzung unterstützt: Die „Phänomenta Lüdenscheid“ und das „Höhlenland Südwestfalen“ wurden wie die „Westfälischen Salzwelten“ mit dem dritten Stern ausgezeichnet und konnten daraufhin in die Umsetzung gehen.

 

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