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Gemeinde Wenden mit „Top-Beschäftigungswerten“

Gewerbeflächen und Einzelhandel wesentliche Themen beim IHK-Wirtschaftsgespräch

IHK S�dwestfalen

Wenden. „Die Gemeinde Wenden zeichnet sich durch bemerkenswert gute Strukturdaten aus – daran lassen die vorliegenden Zahlen keinen Zweifel. Offenbar wurde und wird hier vieles richtig gemacht.“ IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener sparte anlässlich des IHK-Wirtschaftsgesprächs bei der TSUBAKI KABELSCHLEPP GmbH in Gerlingen nicht mit Anerkennung. Kein Wunder: Die Gesamtbeschäftigung wuchs in Wenden seit dem Jahr 2000 um 44,3 %. Das ist der höchste Wert im Bezirk der IHK Siegen: Im gesamten Kreis Olpe legte die Beschäftigung im selben Zeitraum um durchschnittlich 21,5 %, im Kreis Siegen-Wittgenstein um 7,6 % zu. Die Zahl der Industriebeschäftigten stieg in Wenden in den letzten 18 Jahren um 38,3 % – Platz drei im Kammerbezirk. „Nicht nur die Nähe zur A4 und zur A45 sowie die gut angebundenen Gewerbegebiete trugen zur erfolgreichen Entwicklung der Gemeinde bei, sondern auch eine leistungsfähige Kommunalverwaltung, die sehr auf die ansässigen Betriebe zugeht. Es reicht eben nicht, Chancen zu haben. Man muss sie auch wahrnehmen. In Wenden kann man sehen, wie so etwas geht“, erläuterte Klaus Gräbener den gut 60 anwesenden Unternehmensvertretern. 

Dass TSUBAKI KABELSCHLEPP nur rund zehn Jahre nach der Ansiedlung in Wenden bereits wieder anbauen müsse, kommentierte Hermann-Josef Droege mit einem „Gott sei Dank können Sie erweitern!“ Dieser Umstand sei auch der vorausschauenden Politik der Gemeinde Wenden zu verdanken, etwas für eine florierende Wirtschaft zu tun. „Und das nicht nur, um Unternehmen von außerhalb anzusiedeln, sondern auch, um am Standort bestehenden Unternehmen eine Perspektive zu bieten“, unterstrich der stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen. Damit auch zukünftig Unternehmen in der Region eine Erweiterungsperspektive geboten werden könne, werde derzeit der neue Regionalplan vorbereitet. „Damit wird die entscheidende Grundlage für die nächsten 15 bis 20 Jahre geschaffen.“ Gerade weil das Thema so wichtig sei, habe die IHK ein externes Gutachten in Auftrag gegeben, das „probate Vorschläge“ liefere. Ergebnis: „Es besteht dringender Handlungsbedarf, Gewerbeflächen zu schaffen“, betonte Droege. „Im Kammerbezirk haben wir ein Defizit von mindestens 330 ha.“ Da die Kommunen diesen Bedarf aus Gründen der Topografie, des Naturschutzes etc. häufig nicht mehr aus eigener Kraft bedienen könnten, müssten sich benachbarte Kommunen gemeinsam an einen Tisch setzen, um interkommunale Gewerbegebiete auszuloten. Auch Wald- und Ackerflächen müssten in die Diskussion miteinbezogen werden, forderte Droege. „Wir als eine der waldreichsten, aber industriestärksten Regionen Deutschlands dürfen nicht über einen Leisten geschlagen werden mit dem Rheinland. Sonst können wir hier eines Tages absperren.“ 

Für die künftige Entwicklung sei Weitsicht dringend erforderlich, erklärte Markus Hohmann, Fachbereichsleiter Bauen/Stadtentwicklung bei der Gemeinde Wenden. Kurzfristig wolle man die Gemeinde Hünsborn-West (10 ha) und mittelfristig Ottfingen-West (4 ha) in den Flächennutzungsplan aufnehmen. „An dem Thema arbeiten wir mit Vehemenz.“ Langfristig sei eine Erweiterung des Gewerbegebiets Ruttenberg, westlich des Autobahnkreuzes, denkbar. Sehr kurzfristig gebe es eine Möglichkeit kleinerer Gewerbeansiedlungen, aber auch für Wohnen auf dem Balcke-Dürr-Gelände in Rothemühle, berichtete Bürgermeister Bernd Clemens. Die Gemeinde habe den Mut aufgebracht, Geld in die Hand zu nehmen und dieses Areal zu erwerben. „So sichern wir uns den besten Einfluss auf das, was dort künftig geschieht. In diesem Bereich wünschen wir uns Unternehmen, die dorthin passen und eine hohe Zahl an Arbeitsplätzen schaffen“, erklärte der Bürgermeister. 

Aufschlussreich für den Einzelhandelsstandort Wenden sind die Ergebnisse der Untersuchung von IHK und Arbeitsgemeinschaften der Sparkassen und Volksbanken zur Attraktivität der Zentren und Innenstädte. Grundsätzlich sei das Einkaufen der Hauptgrund für den Besuch eines Zentrums, unterstrich IHK-Handelsreferent Marco Butz. „In Wenden aber besuchen überdurchschnittlich viele Menschen das Zentrum, um dort zu arbeiten. Dafür spricht auch, dass sie sich hier deutlich länger aufhalten, als dies in anderen Zentren der Fall ist. Zudem geben sie hier auch bei jedem Besuch überdurchschnittlich viel Geld aus.“ Sauberkeit und Sicherheit bewerteten die befragten Kunden als gut, Abstriche gebe es bei der „Lebendigkeit“, was angesichts des Flächencharakters der Gemeinde und der Nähe zum Mittelzentrum Olpe nicht verwundere. IHK und die Arbeitsgemeinschaften der Sparkassen und Volksbanken lüden gerne dazu ein, gemeinsam mit der Gemeinde und der Händlerschaft die Weichen für ein auch künftig möglichst attraktives Zentrum zu stellen. Bürgermeister Bernd Clemens nahm den Ball gerne auf und kündigte eine Beratung in den politischen Gremien der Gemeinde an, zumal die Ergebnisse einer aktuellen Zufriedenheitsanalyse der Gemeinde in vielen Bereichen in dieselbe Richtung wiesen. 

Bereits zu Beginn des Wirtschaftsgesprächs erläuterte Oliver Obermeier, Prokurist für Sales & Marketing, die Angebotspalette und Entwicklung der TSUBAKI KABELSCHLEPP GmbH. So erfuhren die Anwesenden, dass Kabelführungssysteme des Unternehmens, das vor neun Jahren von seinem ursprünglichen Stammsitz in Siegen nach Wenden umsiedelte, neben dem klassischen Maschinenbau auch in Radioteleskopen wie z.B. auf Hawaii oder Chile, in der Sitzhöhenverstellung bei Bussen und Lkw oder auch in den Schiebetüren von Minivans und Transportern verbaut werden. Oliver Obermeier: „Den vorläufigen Superlativ bildet jedoch eine Kabelführung mit 720 Metern Verfahrweg für einen Kohleförderer in Russland, für welchen wir kürzlich den Zuschlag erhalten haben.“ Die Tsubaki Kabelschlepp Gruppe beschäftigt knapp 700 Mitarbeiter und fertigt ihre Produkte vornehmlich an den Standorten Wenden und Hünsborn.

 

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