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Drei plus eins gleich vier: Sieger festlich geehrt und gefeiert

Ausbildungspreis: Hunderte Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung feierten im bbz Arnsberg die Siegerbetriebe im diesjährigen Wettbewerb der Handwerkskammer Südwestfalen.

Markus Kluft / Handwerkskammer S�dwestfalen

Die Spannung knisterte wieder im Saal, wo die Gäste beim „Treffpunkt Handwerk“, dem Jahresempfang der Handwerkskammer Südwestfalen am Vorabend zum „Tag des Handwerks“, gespannt der Bekanntgabe der Siegerbetriebe im Wettbewerb um die Auszeichnung zum „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2017“ entgegenfieberten. Rund 50 Betriebe hatten sich dem Wettbewerb gestellt und die unabhängige Jury nach der ersten Wertungsrunde zehn Nominierungen ausgesprochen. Nun aber hieß es: Bühne frei für die Sieger 2017!

Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – an der Spitze Staatssekretär Christoph Dammermann vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie als Vertreter des Wirtschaftsministers und Schirmherrn des Wettbewerbs – hatte Kammerpräsident Willy Hesse begrüßt und zum Festakt im bbz Arnsberg gebeten. Zum Greifen nah standen dann dort auf der Bühne die Siegerskulpturen bereit.

Doch zunächst holte WDRModeratorin Michaela Padberg Staatssekretär Dammermann und Kammerpräsident Hesse zu einer kleinen Talkrunde auf die Bühne. Im Mittelpunkt stand natürlich die Ausbildungsleistung der Handwerksbetriebe. „Handwerk ist Zukunft“, machte Präsident Willy Hesse unmissverständlich klar, „Das Handwerk bildet herausragend aus und bietet tolle Karrierechancen. Darauf können wir stolz sein. Der Wettbewerb ist eine tolle Gelegenheit das zu zeigen.“ Staatssekretär Christoph Dammermann betonte den Wert einer zukunftsorientierten Ausbildung vor allem auch im Hinblick auf den demografisch bedingten Fachkräftemangel.
Dann ging es a zu wie bei der Verleihung der Academy Awards in Hollywood: „The winner is…“:

Sieger Kategorie „Leistungen & Erfolge“

(gestiftet von den Volksbanken Südwestfalens)
Christoph Meinschäfer Fotografie, Arnsberg

Die Begründung der Jury ist, dass das Unternehmen durch eine hohe Ausbildungsleistung besteche. In nur zwölf Jahren haben bereits 21 junge Menschen ihr Handwerk dort das Fotografenhandwerk erlernt und die Bestehensquote sei 100 Prozent. Hinzu komme: Zwei Kammersieger, zwei Landessieger und sogar einen Bundessieger habe der Betrieb bereits hervorgebracht. Alle ehemaligen Azubis seien immer noch in der Fotografie tätig. Christoph Meinschäfer biete Schülerpraktika und Langzeitpraktika in Form von Einstiegsqualifizierungen an. Das sichere stets die nächste Generation von Azubis. Dem Neheimer ist die Bedeutung des Nachwuchses bewusst und: „Ich lerne genauso viel von den Lehrlingen, wie sie von mir“, sagt er.

Sieger Kategorie „Soziale Verantwortung & Gesellschaftliches Engagement“

gestiftet von den Sparkassen Südwestfalens
Fleischerei Heinrich Veh, Arnsberg

Begründung: Mit vier Frauen in der Fleischzerlegung – ob als Meisterin, Gesellin oder Auszubildende – sei das Unternehmen sehr an der Frauenförderung im Fleischerhandwerk interessiert. Darüber hinaus besteche der Betrieb durch sein gesellschaftliches Engagement. Die Förderung sozial schwacher, aber vielversprechende Auszubildende über den betrieblichen Ablauf hinaus sei für den Obermeister der Fleischerinnung das, was Handwerk ausmachen solle. Egal ob Hilfe bei der Meisterprüfung oder Unterstützung bei der Wohnungssuche usw. – der Betrieb stehe hinter den jungen Menschen. Das Engagement des Betriebs habe bereits auf seine Auszubildenden abgefärbt. Eine Auszubildende sei derzeit als Ausbildungsbotschafterin für die Handwerkskammer Südwestfalen tätig.

Sieger Kategorie „Innovation & Jungunternehmer“

gestiftet von der Signal Iduna Versicherung
W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH, Siegen.

Begründung: Das Unternehmen punkte mit seinem ideenreichen und intensiven Umgang mit den Auszubildenden. Halbjährlich fänden z. B. im Betrieb Entwicklungsgespräche mit Ziel und Maßnahmenvereinbarungen statt. Für die intensive Betreuung wurde extra eine Stelle geschaffen, die sich seit gut einem Jahr explizit um die Nachwuchskräfte kümmere. In Kooperation mit dem Ausbildungs und Weiterbildungszentrum (AWZ) Bau in Kreuztal betreue das Unternehmen Auszubildende mit Förderbedarf besonders engagiert. Ein zweitätiger Workshop für alle Auszubildenden fördere zusätzlich das Teambuilding. Geocaching und ein gemeinsames Erlebnis im Kletterpark schweißten den Nachwuchs zusammen und bänden ihn an das Unternehmen. Die innovativen Ansätze führten den Betrieb zum Erfolg.

Dietmar-Behrens-Preis – Sonderpreis der Jury

Fotostudio Tölle GmbH, Iserlohn

Begründung: Fotografen und Mediengestalter arbeiten dort Hand in Hand, um die Fortentwicklung des Berufsbildes zu gewährleisten. Computer Generated Imagery (CGI) ist das Stichwort: Der Fachausdruck beschreibt eine Form der Produktion, in der Bilder mithilfe von 3D-Computergraphik erschaffen werden. Dem persönlichen Engagement von Lutz Tölle sei es zu verdanken, dass die Fortentwicklung des Berufsbildes und der Ausbildungsinhalte so schnell gelungen ist. Stärke zeige das Unternehmen natürlich auch in der Ausbildung: Seit 1991 verließen 39 Azubis als Gesellinnen und Gesellen das Unternehmen. Zwei von ihnen wurden Landessieger. Auch in diesem Jahr stehen die Weichen wieder Richtung Erfolg. Die Prämierung des Betriebs zeige, dass MUT nicht nur drei Buchstaben sind, andere davor, daneben oder dahinter zu fotografieren, sondern auch den Beruf nach vorn zu bringen.

 

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