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Sauerlandpark kann seine Zukunft gestalten

Der Sauerlandpark Hemer wird den Menschen der Region auch in den kommenden Jahren in seiner heutigen Form als Familien-, Event-, sowie als Garten- und Landschaftspark erhalten bleiben.

Sauerlandpark Hemer GmbH

Hemer. Der Sauerlandpark Hemer wird den Menschen der Region auch in den kommenden Jahren in seiner heutigen Form als Familien-, Event-, sowie als Garten- und Landschaftspark erhalten bleiben. Das ist das Ergebnis intensiver Gespräche zwischen der Stadt Hemer, dem hundertprozentigen Gesellschafter der Sauerlandpark Hemer GmbH und dem Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch die Bezirksregierung in Arnsberg.

Seit dem Jahr der Landesgartenschau stand im Raum, dass der Sauerlandpark aufgrund der Fördermittelsituation möglicherweise seine Tore würde öffnen bzw. die Zäune ganz abbauen müssen, um Besucherinnen und Besuchern, zum Beispiel kostenfreien Zugang zu den mit Fördermitteln realisierten Spielplätzen zu ermöglichen. „Solche Spielplätze müssen nach ihrer Fertigstellung eine bestimmte Anzahl von Jahren erhalten und gepflegt werden. Gleichzeitig geht es dem Fördermittelgeber darum, diese Spielplätze der Allgemeinheit, damit allen Menschen, insbesondere aber auch sozial benachteiligten Bürgerinnen und Bürgern, zugänglich zu machen“, erklärt Christian Schweitzer, Erster Beigeordneter der Stadt Hemer, der die Gespräche mit der Bezirksregierung maßgeblich geführt hat. Dies gelinge dem Sauerlandpark Hemer aufgrund seiner sozialverträglichen Preisstruktur im Dauerkartenbereich, bestätigt die Bezirksregierung nun nach vielen Jahren intensiver Verhandlungen. Damit kann das Gelände in seiner bisherigen Struktur, als eintrittspflichtiger Park, weitergeführt werden.

„Uns alle, die Stadt und den Park, freut diese Entscheidung unglaublich. Wir hatten die Befürchtung, dass im Fall einer entgeltfreien Öffnung, trotz aller Pflegemaßnahmen und Sicherheitsanstrengungen, Vandalismusschäden den besonderen Charakter gefährden könnten. Gleichzeitig nutzen viele Familien den Sauerlandpark gerade deshalb, weil Kinder ohne Gefahr von außen auf dem eingezäunten Gelände spielen können. Diesen Charakter können wir jetzt erhalten“, so Schweitzer weiter.

Auch der Hemeraner Bürgermeister Michael Heilmann dankt den Verantwortlichen für ihre in die Zukunft gerichtete Entscheidung. „Man weiß in Arnsberg, welchen Mehrwert der Sauerlandpark als ehemaliges Landesgartenschaugelände für die Region hat. Man weiß aber auch, dass wir mit den uns zur Verfügung gestellten Fördermitteln sehr verantwortlich umgegangen sind. Jetzt haben die Zuschüsse eine noch nachhaltigere Wirkung und genau das ist der Sinn einer Landesgartenschau!“

Parallel wurde auch die steuerrechtliche Stellung und Abrechnung des Sauerlandparks mit den Finanzbehörden erörtert. Die bisherigen Vereinbarungen waren nach der gesetzlichen Zehn-Jahres-Frist ausgelaufen, deshalb war es gemäß des Umsatzsteuerrechts notwendig, Abrechnungsmodalitäten neu festzulegen, die allerdings den bisherigen entsprechen. Der Park kann somit seinen Status als gemeinnützige GmbH erhalten. „Als Bürgermeister möchte in diesem Zusammenhang meine beiden Beigeordneten, Christian Schweitzer für seine Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung und Sven Frohwein, als Kämmerer, für seine zielführenden Gespräche mit den Finanzbehörden ausdrücklich hervorheben. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass der Sauerlandpark als Anziehungspunkt für Tagestouristen und für die Menschen, die hier leben, unter den bisherigen Rahmenbedingungen erhalten bleiben kann“, unterstreicht Heilmann.

Nach Klärung dieser zentralen Fragen im Hinblick auf die Möglichkeit des Fortbestandes des Sauerlandparks Hemer geht es nun darum, Konzepte für die Zukunft zu entwickeln. „Auch für das gesamte Team des Parks waren die jetzt getroffenen Beschlüsse von besonderer Bedeutung. Auch sie können nun in eine deutlich sichere berufliche Zukunft blicken. Gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat werden wir im kommenden Jahr beginnen, unsere weitere strategische Zukunft zu planen. Natürlich haben wir auch in den letzten Wochen und Monaten intensiv an neuen Ideen gearbeitet, jetzt aber wissen wir, dass wir sie auch umsetzen können“, sagt Thomas Bielawski, Geschäftsführer des Sauerlandparks. Er freut sich besonders auch für die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren unglaubliches Engagement in den letzten Jahren nicht umsonst war. Auch die hohen monetären Investitionen des Fördervereins und seiner Mitglieder, die unter anderem in der Parkpflege engagiert sind, werden mit der Entscheidung des Landes NRW besonders gewürdigt. „Wir dürfen uns darüber freuen, dass das Leben im Park weitergehen kann. Er hat so vielen Menschen Freude geschenkt. So viele Helferinnen und Helfer konnten sich für die Natur des Parks oder die unzähligen Besucherinnen und Besucher engagieren. Ob im Förderverein oder im Team Ehrenamt organisiert, die dank des Parks entstandene Gemeinschaft und die neu gewachsene Wertigkeit des Ehrenamts in Hemer generell haben unsere Stadt noch lebens- und liebenswerter gemacht“, ergänzt auch Heinz Jürgen Osing, der Vorsitzende des Fördervereins des Sauerlandparks Hemer, der noch immer über 1000 Mitglieder zählt.

Der Sauerlandpark Hemer wird im kommenden Jahr seinen zehnten Geburtstag feiern. Gleichzeitig wird er mit Veranstaltungen an die Landesgartenschau im Jahr 2010 erinnern. Details dazu wird der Park im Rahmen der Vorstellung des Jahresprogramms vor dem ersten Adventswochenende präsentieren.

 

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