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„Industrie 4.0 ist der Fortschritt auf dem Weg in die Zukunft“

Die Veranstaltungsreihe „Universität trifft Industrie“ bietet die Möglichkeit zum Austausch von Unternehmen und Wissenschaft an. Die Veranstaltungen sollen universitäres Wissen in die Unternehmen tragen und betriebliche Praxisbeiträge zur Forschung liefern.

IHK Siegen

Siegen/Kreuztal. Die Veranstaltungsreihe „Universität trifft Industrie“ bietet die Möglichkeit zum Austausch von Unternehmen und Wissenschaft an. Die Veranstaltungen sollen universitäres Wissen in die Unternehmen tragen und betriebliche Praxisbeiträge zur Forschung liefern. Aus diesem Zusammenspiel entstehen im besten Fall neue Kooperationen, manchmal aber auch „nur“ innovative Ideen. Den Auftakt machte die Reihe mit einem Workshop bei der Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG. Etwa 90 Gäste begrüßte Axel E. Barten zur Gemeinschaftsveranstaltung von Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK), Arbeitgeberverbänden Siegen-Wittgenstein, IG Metall Siegen und Universität Siegen im Ernst-Barten-Saal seines Unternehmens. Der Geschäftsführende Gesellschafter der Achenbach Buschhütten GmbH &. Co. KG und Vizepräsident der IHK Siegen sagte: „Mich treibt die Frage, wie das wenig griffige Stichwort von der vierten industriellen Revolution für unser Unternehmen, aber auch für andere mittelständische Industriebetriebe in die betriebliche Praxis gebracht werden kann.“ Er ist sich sicher: „Industrie 4.0 ist der Fortschritt auf dem Weg in die Zukunft“ für die Industrie in Siegen-Wittgenstein und Olpe. 

André E. Barten, ebenfalls Geschäftsführender Gesellschafter bei Achenbach Buschhütten zeigte in seinem Praxisvortrag erste Ansätze: „Mit verbesserten Serviceleistungen können wir unseren Vorsprung auf dem Weltmarkt ausbauen. Die Digitalisierung hilft uns dabei.“ Prof. Dr. Volker Wulf und Walter Schäfer von der Universität Siegen und Fraunhofer BeFIT beschäftigten sich mit der Frage, welche Konzepte der Digitalisierung dem Mittelstand helfen können. Dabei spiele auch das Personal eine Rolle: „Deshalb sind wir dabei, einen interdisziplinären Master-Studiengang zu entwickeln. Die Absolventen sollen später an den Schnittstellen von Maschinenbau, Betriebswirtschaft und Informatik gute Lösungen für ihre Unternehmen entwickeln“, so Wulf. Den Aspekt der Vernetzung betonte auch Prof. Dr. Martin Hill, Universität Siegen und Vice President der SAP Deutschland SE & Co. KG: „Die Digitalisierung durchzieht Unternehmen sowohl vertikal als auch horizontal. Deshalb wird es darauf ankommen, einen pragmatischen Ansatz zu finden.“ Hill ist sicher, dass dies in der Region nur in Kooperation gehe. „Sonst fährt ein Zug aus dem Bahnhof, in dem wir nicht sitzen“, warnte er davor, die Entwicklung zu unterschätzen.

In der anschließenden Diskussion unter der Moderation von Patrick Schulte, Geschäftsführer der billiton internet services GmbH Siegen, beleuchtete der Workshop weitere Aspekte der immer komplexeren Verbindungen von Menschen, Materialien, Maschinen, Standorten und Unternehmen. Insbesondere deren Auswirkungen auf den regionalen Mittelstand im Bereich der Produktion wurden hinterfragt. Dabei wurde deutlich: Die bundesweit vorangetriebenen Strategien vergessen weitgehend die Bedürfnisse und auch die Möglichkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen. Daraus ergibt sich sowohl weiterer Forschungsbedarf als auch das Erfordernis individueller Lösungen für jedes einzelne Unternehmen. Es gelte herauszufinden, wo die Potenziale und technologischen Entwicklungsmöglichkeiten liegen könnten, so der Tenor. Aber auch die Auswirkungen auf Qualifikationsanforderungen und Belegschaften müssten bedacht werden. Erste Konzepte zeigten bereits, welche Chancen in der Digitalisierung lägen. So konnte beispielsweise der Hamburger Hafen durch den konsequenten Einsatz von Telematik-Modulen seine Kapazität verdoppeln, ohne mehr Fläche zu beanspruchen. Für mittelständische Industriebetriebe wiederum könne dies bedeuten, die Komplexität bei den Kunden zu reduzieren und so bessere Serviceleistungen rund um die Produkte – wie zum Beispiel Maschinen – zu schaffen.
Das große Interesse an der Fachveranstaltung zeigt, wie stark das Informationsbedürfnis zu dem neuen, noch schwer fassbaren Thema ist. Der Begriff „Industrie 4.0“ beschreibt die Veränderungen, die durch die Digitalisierung der Produktion in der industriellen Produktion entstehen. Nach der Erfindung der Dampfmaschine, der Elektrifizierung und der Automatisierung stellt sie die vierte große Innovationswelle in der Industrie dar. Mit Hilfe des „Internets der Dinge“ wird eine noch größere Individualisierung möglich sein. Die Abbildung der Produktionsprozesse in Echtzeit ermöglicht die direkte Prozesssteuerung. Das stellt insbesondere die mittelständischen Fertigungsbetriebe der Region Siegen-Wittgenstein/Olpe vor große Herausforderungen. Die Veranstaltungsreihe wird deshalb fortgesetzt.

 

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