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Highspeed-Internet fürs Gewerbegebiet Geseke-Ost

Gefördertes Breitbandnetz im Kreis: Erste Glasfaseranschlüsse aktiviert

Thomas Weinstock / Kreis Soest

Kreis Soest (kso.2019.01.15.012.jdw). Bei der größten zusammenhängenden Baustelle im Kreis Soest ist der nächste Meilenstein erreicht: Im Gewerbegebiet Geseke-Ost werden die ersten Glasfaseranschlüsse des vom Bund und Land geförderten Breitbandausbaus des 3. Calls aktiviert. Eine symbolische Inbetriebnahme des Netzes fand am Mittwoch, 15. Januar 2020, in großer Runde bei der Firma Panek Türen und Fenster statt. Per Buzzer aktivierte Landrätin Eva Irrgang symbolisch das von der innogy TelNet GmbH gebaute Breitbandnetz.

Der Kreis Soest gelte als Wegbereiter und Treiber des digitalen Wandels, sagte Dr. Markus Tietmeyer, Regionalleiter NRW der atene KOM GmbH, dem Projektträger aus Berlin: „Die Region Südwestfalen hat die richtige Entscheidung getroffen und frühzeitig eine Förderung für das Ausbauprojekt beantragt“. Landrätin Eva Irrgang ergänzte erfreut: „Während andere Regionen noch in der Papier- und Planungsphase stecken, können wir das Netz bereits sukzessiv einschalten. Damit ist ein wichtiger Meilenstein des interkommunalen Großprojekts Breitbandausbau im Kreis Soest erreicht, denn jetzt erhalten die ersten Kunden Highspeed-Internet“.

Breitbandkoordinator Christoph Hellmann betonte: „Der freie Markt hat in den unterversorgten Gebieten wie hier im Gewerbegebiet Geseke-Ost versagt, da sich der Ausbau nicht rentierte. Mit Hilfe von Fördermitteln haben wir daher zusammen mit den Kommunen eingegriffen und schaffen die nötigen Voraussetzungen für eine zukunftssichere Breitbandversorgung in der Region“.

Für Peter Panek, Geschäftsführer der Firma Panek Türen und Fenster, hat sich mit der Aktivierung des Highspeed-Internets ein großes Problem gelöst. Statt knapp 1 Mbit kann er nun über bis zu 1.000 Mbit verfügen, wobei hier die Glasfaser noch lange nicht am Ende ist. Eine Verbesserung, über die er sichtlich froh ist: „Ein Arbeiten mit mehreren Personen gleichzeitig war vorher kaum möglich. Wenn wir Updates oder größere Datenmengen verschicken wollten, dann war das nur von zu Hause möglich. Zum Glück hat das jetzt ein Ende“.
Katherina Reiche, Vorsitzende der Geschäftsführung der innogy Westenergie, stellte die besondere Bedeutung einer breitbandigen Internetversorgung heraus: „Mit der modernen Informationsgesellschaft wird breitbandiges Internet immer wichtiger: Als Wachstumstreiber für den industriellen Mittelstand, für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und als Plattform für digitale Dienste in einer Kommune trägt es zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei“.

Dieses geförderte Glasfasernetz wird 6.462 unterversorgte Privatadressen und 761 Adressen von Gewerbebetrieben mit zukunftssicherer Glasfaser „Fiber to the Building“ (FTTB), bis in jedes Haus versorgen. Um dies alles im Fördergebiet auszuführen, müssen im Kreis Soest auf fast 600 Kilometern Tiefbauarbeiten, wovon schon fast die Hälfte gebaut ist, durchgeführt und weit über 1.500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Diese Baumaßnahme kostet insgesamt rund 40,7 Mio. Euro. Damit sich der Ausbau für die innogy TelNet wirtschaftlich lohnt, werden rund 20,6 Mio. Euro Förderung zugesteuert. Diese wird anteilig vom Bund (10,3 Mio. Euro), vom Land (9,4 Mio. Euro) und aus dem Eigenanteil der Kommunen (800.000 Euro) aufgebracht.

Bislang lag der Fokus auf dem Bau des kreisweiten Zuführungsnetzes, erst danach geht es weiter in die Straßen und in die Häuser. Jetzt wird verstärkt an der Herstellung und der Aktivierung der Hausanschlüsse gearbeitet. „Beim Glasfaserausbau im Kreis Soest zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen und unseren Partnerunternehmen ist. Hier verlegt ein eingespieltes Team ein hochmodernes Glasfasernetz und macht das Leben der Menschen und den Alltag der Unternehmen angenehmer“, erklärte Carsten Lagemann, Geschäftsführer der innogy TelNet. In den nächsten Monaten werden weitere Gebiete mit Highspeed-Internet versorgt, darunter die Kommunen Rüthen, Soest, Erwitte und Welver.

Einen kleinen Dämpfer gibt es allerdings, denn für einige Teilbereiche des kreisweiten Glasfasernetzes wird sich die Aktivierung etwas verzögern: Im Laufe der vergangenen 16-monatigen Bauphase sind Hindernisse aufgetaucht. Beispielsweise werden sich Tiefbauarbeiten aufgrund der Mitverlegung von Gas- und Stromleitungen in einigen Bereichen verzögern. Damit soll verhindert werden, dass Straßen doppelt aufgerissen werden müssen. Schwierigere Bodenverhältnisse, aber auch die umfangreichen Genehmigungsverfahren mit verschiedenen kommunalen, Landes- und Bundes-Genehmigungsbehörden führen ebenfalls zu Verzögerungen. Trotz dieser Dämpfer liegt der Ausbau noch gut im Zeitplan.

Um den Baufortschritt und die umfangreichen Arbeiten bei diesem großen kreisweiten Projekt den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gewerbebetrieben zu verdeutlichen, hat der Kreis Soest mit der innogy TelNet GmbH die bisher geleisteten Tätigkeiten mit Zahlen, Daten, Fakten, Hindernissen und einer Karte in einem Sachbericht zusammengestellt. Dieser Bericht und alle anderen aktuellen Informationen sind auf der Internetseite www.kreis-soest.de/breitband3 verfügbar.

 

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