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Synchronsprecherpreis der Stadt Lippstadt für Norbert Langer

Auszeichnung für die deutsche Stimme von Tom Selleck und Burt Reynolds

Stadt Lippstadt

Lippstadt. „Augen zu – Film ab“! Bei der Vergabe des sechsten Synchronsprecherpreises der Stadt Lippstadt erlebten die Gäste im Lippstädter Cineplex neben echten Leinwandsequenzen auch dieses Mal wieder „Kopfkino“ vom Allerfeinsten. Denn mit dem diesjährigen Preisträger Norbert Langer kamen die großen Namen der Schauspielszene ins Lippstädter Kino: Tom Selleck, Burt Reynolds, Clark Gable, Michael Landon, Alain Delon, Robert Duvall – die Liste bekannter und beliebter Schauspieler, denen Norbert Langer im Laufe seiner jahrzehntelangen Synchronsprechertätigkeit bis heute seine Stimme geliehen hat, ist lang. An über 1.150 Produktionen war der Sprecher mit der markant-sonoren Stimme beteiligt, unter anderem lieh er auch John Nettles als Inspector Barnaby seine Stimme.

Bei der Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Synchronsprecherpreises machte Bürgermeister Christof Sommer aus seiner Bewunderung für Norbert Langer und die Synchronsprechertätigkeit kein Geheimnis: „Sie setzen zurecht die beeindruckende Reihe der Preisträger der letzten Jahre fort.“ Norbert Langer war – wie es die Vergaberichtlinien vorsehen – von der Preisträgerin aus dem Jahr 2015, Regina Lemnitz, für den Preis benannt worden.

Bürgermeister Christof Sommer ging in seiner Würdigung für Norbert Langer auch auf die Besonderheit des Synchronsprechertums in Deutschland ein: „Synchronisation ist eine deutsche Spezialität, eine Tradition, die wir hier mittlerweile zur Perfektion gebracht haben“, so Sommer, der darauf verwies, dass es neben Deutschland nur wenige Länder gebe, in denen Film- und Fernsehproduktionen synchronisiert werden. Und auch der Lippstädter Synchronsprecherpreis sei eine Besonderheit, denn er zeichne nicht eine Gesamtproduktion aus, sondern bewusst einen einzelnen Sprecher.

Norbert Langer nahm diese besondere Auszeichnung gern entgegen. Im Gespräch mit Wortfestivalorganisator Alfred Kornemann blickte der 78-Jährige zurück auf die Entwicklung der Branche. „Sie ist sehr schnelllebig geworden und mittlerweile extrem perfektioniert“, so Langer. Wurden Dialoge früher als „echte Unterhaltung“ mit zwei Sprechern aufgenommen, so passiere es heute durchaus, dass jeder Sprecher allein aufgenommen werde und am Ende die Dialoge zusammengeschnitten würden. Umso mehr scheint schauspielerisches Können auch als Synchronsprecher essentiell zu sein. „Ich bin der Ansicht, dass die Schauspielerei eine Voraussetzung für das Synchronisieren ist“, bekannte Langer, der selbst eine klassische Schauspielausbildung absolviert hat und auch als Dialogbuchautor und Synchronregisseur tätig ist.

Ein paar Kostproben seines Könnens erlebte das Publikum im Cineplex durch einen filmischen Zusammenschnitt verschiedener Rollen, in denen Langer als deutsche Stimme zu hören ist. Mit einer Lesung, für die sich der Preisträger Agatha Christies Kurzgeschichtenband „Der Dienstags-Club“ ausgesucht hatte, begeisterte Langer im Anschluss auch noch einmal live das Publikum und erhielt entsprechend langen Applaus. 

Gespannt sind sämtliche Beteiligte schon jetzt darauf, welchen Kollegen oder welche Kollegin Norbert Langer für den nächsten in vier Jahren zu vergebenden Synchronsprecherpreis benennen wird.

Die Stadt Lippstadt vergibt aufgrund eines entsprechenden Ratsbeschlusses aus dem Jahr 1998 den Synchronsprecherpreis der Stadt Lippstadt. Die Vergabe des mit 2.500 Euro dotierten Preises erfolgt im vierjährigen Rhythmus im Wechsel mit dem Thomas-Valentin-Literaturpreis im Rahmen des Lippstädter Wortfestivals. Erstmalig wurde der Synchronsprecherpreis im Jahre 1999 an Rolf Schult vergeben. Weitere Preisträger waren Arne Elsholtz (2003), Hansi Jochmann (2007), Hubertus Bengsch (2011) und Regina Lemnitz (2015). 

Entsprechend der vom Rat der Stadt Lippstadt festgelegten Vergaberichtlinien erfolgt die Vergabe des Synchronsprecherpreises jeweils auf Vorschlag des aktuellen Preisträgers. Regina Lemnitz hatte Norbert Langer als ihren Nachfolger benannt.

 

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