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Industrie- und Gewerbeflächen dringend nötig

Ausschuss vertagt Beschluss zum Sozialticket

Ausschuss vertagt Beschluss zum Sozialticket

Märkischer Kreis. (pmk). Im Märkischen Kreis wird es dramatisch eng in den Gewerbe- und Industriegebieten. Das erfuhren die Mitglieder im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr. Der Beschluss zum Sozialticket wurde auf den Kreisausschuss verschoben.

Die Kreisverwaltung und die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) können noch nicht mit den Vorbereitungen für die Einführung eines Sozialtickets beginnen. Die Beschlussfassung über einen entsprechenden Auftrag an beide wurde von den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr auf die Sitzung des Kreisausschusses Ende Juni verschoben, nachdem die CDU darum gebeten hatte. Die endgültige Entscheidung über die Einführung soll dann in der Sitzung des Kreistages am 6. Juli erfolgen.

Als Fachbeitrag für die Aufstellung des Regionalplanes soll das neue Gewerbe- und Industrieflächenkonzept des Märkischen Kreises dienen. Das wurde vom Kreis, der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung (GWS) mit Unterstützung der SIHK und unter Beteiligung der Städte und Gemeinden erarbeitet. Wie Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper im Ausschuss mitteilte, könne das Konzept bei der Planung berücksichtigt werden, müsse es aber nicht.

Mit der Durchführung wurde ein Kölner Stadtplanungsbüro beauftragt. Dessen Diplom-Ingenieur Dominik Geyer stellte die Ergebnisse seiner Untersuchungen vor. „Die Industrie ist ihr Pfund im Märkischen Kreis, davon leben Sie“, rief er den Ausschussmitgliedern zu und unterstrich damit, dass ausreichend Flächen benötigt werden, um produzierendes Gewerbe in der Region zu halten oder neue, ansiedlungswillige Unternehmen zu gewinnen.

„Die Verfahren für die Ansiedlung können heute bis zu zehn Jahre dauern. Die Firmen haben maximal zwei Jahre Zeit nach ihrer Entscheidung“, so Geyer, der seine Flächenanalyse bereits in mehreren kreisangehörigen Städten und Gemeinden vorgestellt hat. Bis zum Jahr 2035 hat der Gutachter einen zusätzlichen Flächenbedarf von 560 Hektar ausgemacht – 242 Hektar für Gewerbe, 318 Hektar für die Industrie. Lege man alle planerischen Einschränkungen, Umweltrestriktionen, technische Beschränkungen und Eigentumsverhältnisse zugrunde, bleibe eine aktuelle Reserve von 70 Hektar. Geyer: „Das ist eine dramatische Situation.“

Einstimmig begrüßten die Kreispolitiker den begonnenen Weg einer kreisweit abgestimmten Gewerbeflächenstrategie. Die Verwaltung wurde beauftragt vom Gutachter ermittelten Flächen in Abstimmung mit den jeweiligen Städten und Gemeinden in das regionale Industrie- und Gewerbeflächenkonzept einzubringen sowie weiter auf deren Eignung zu untersuchen. Kreisausschuss und Kreistag befassen sich ebenfalls noch mit dem Thema.

 

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