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Kultur

Stahlbergmuseum in Müsen: Saisonstart am 11. März

Dafür das Geschichte lebendig wird, sorgen die einsatzfreudigen Mitglieder des Altenberg- und Stahl-bergvereins bei ihren Führungen durch den Stollen. Durch viel Wissenswertes und ihre Geschichten zur Geschichte wird die Besichtigung nicht nur zu einer sehenswerten Tour, sondern ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen interessant, informativ und nicht zu letzt lehrreich.

Stadt Hilchenbach

Wer etwas über die Geheimnisse des Bergbaus erfahren und sehen möchte, kann dies wieder ab 11. März in der Heimat des Altenberg- und Stahlbergverein e.V. tun. An jedem 2. Sonntag im Monat, jeweils von 14.30 bis 16.30 Uhr, ist das Stahlbergmuseum, Auf der Stollenhalde 4, in Müsen geöffnet. Während dieser Zeit bietet der Altenberg- und Stahlbergverein Führungen durch das Bergwerksmuseum und auch das besonders sehenswerte Schaubergwerk „Stahlberger Erbstollen“ an. 

Im Stahlbergmuseum sind eindrucksvolle Zeugnisse der vergangenen Wirtschafts- und Heimatgeschichte im nördlichen Siegerland zu finden. Die Grube Stahlwerk war von 1313 bis zum 31. März 1931, also mehr als 600 Jahre, nahezu ohne Unterbrechung in Betrieb. Sie ist somit eines der ältesten Bergwerke im Siegerland. Gefördert wurde in erster Linie Siegerländer Späteisenstein, der berühmte Müsener Grund, daneben auch große Mengen Bleiglanz, Zinkblende sowie Kupfererz und Fahlerz. 

Bereits im Jahre 1924 wurde von dem letzten Grubendirektor, Hermann Fuhr, im ehemaligen Bethaus ein Bergbaumuseum eingerichtet, welches an die große Zeit der Grube Stahlberg erinnert. Hier sind eine größere Auswahl an Mineralien des Siegerlandes sowie der näheren Umgebung, Bergmannsuni-formen, Grubenlampen, Werkzeuge, Gezähe, alte Stiche und Grubenrisse, Karten sowie Fotos von unter und über Tage ausgestellt.

Noch spannender wird der Besuch in Müsen, wenn die Gäste dem Weg der Bergleute unter die Erde folgen. Die Besichtigung des Stahlberger Erbstollens eröffnet dem Besucher einen interessanten Blick zurück in die Geschichte des Bergbaus und vermittelt einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen.

Der auch der „Tiefe Müsener Stollen“ genannte Bereich wurde in den Jahren 1740 bis 1780 ursprünglich als Wasserstollen gebaut und hatte eine Länge von 1.114,5 Meter. Ab 1833 wurde über diesen Stollen das Erz aus der Grube gefördert. Von der gesamten Länge sind heute 380 Meter zur Besichtigung freigegeben. 

Bei Stollenmeter 310 berührt der Stollen ein Sandsteinlager. Dieses Lager wurde teilweise abgebaut, die dort gewonnenen Steine wurden beim Bau von Hochöfen in Müsen und Umgebung als sogenannte Gestellsteine verwendet. 

In diesem Abbau werden heute ein Firstenstossbau (um 1930) und ein Abbau aus dem 17. Jahrhun-dert dargestellt. Im Jahre 1979 anlässlich der 900-Jahr-Feier des Ortes Müsen, wurde der Stollen als Schaubergwerk eröffnet und kann seitdem besichtigt werden. Vor Kurzem wurde ein Wasserrad installiert, was in voller Funktion erlebt werden kann.

Dafür das Geschichte lebendig wird, sorgen die einsatzfreudigen Mitglieder des Altenberg- und Stahl-bergvereins bei ihren Führungen durch den Stollen. Durch viel Wissenswertes und ihre Geschichten zur Geschichte wird die Besichtigung nicht nur zu einer sehenswerten Tour, sondern ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen interessant, informativ und nicht zu letzt lehrreich.

Sonderführungen für Schulklassen und andere Gruppen können außerhalb der oben aufgeführten Öffnungszeiten vereinbart werden. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3,50 Euro, für Kinder bis 14 Jahre 2,50 Euro und Kleinkinder bis 6 Jahre sind frei. Für Gruppen ab 15 Personen verringert sich der Eintritt pro Person um 0,50 Euro auf 3,00 beziehungsweise 2,00 Euro.

Interessierte erreichen die Ansprechpartner des Altenberg- und Stahlbergvereins unter der Telefonnummer des Museums 02733/60264. Wer eine Führung für Schulklassen vereinbaren möchte, kann sich direkt an Gerhard Klein unter Telefon 02733/891289 wenden. Informationen stehen auch im Internet unter www.stahlbergmuseum.de zur Verfügung.

 

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