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7 Fragen an Robert Kos von der IKK Südwest

Robert Kos ist Referatsleiter Personalmarketing bei der Innungskrankenkasse IKK Südwest mit Sitz in Saarbrücken. In seinem Job ist er unter anderem für die Arbeitgebermarke IKK und das Recruiting zuständig. Im business-on.de-Interview spricht er über den Fachkräftemangel, Mitarbeiterbindung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Presse / IKK S�dwest

business-on.de: Der Fachkräftemangel ist Dauerthema in den Medien. Wie macht er sich in Ihrer Branche im Allgemeinen und in Ihrem Unternehmen im Speziellen bemerkbar?

Robert Kos, IKK Südwest: Insbesondere Fach- und Führungskräfte, die unseren Kriterien entsprechen, sind schwer am Markt zu finden. Wir müssen daher auch Kompromisse eingehen.
 
Wir besetzen Stellen dann mit Personal, welches die Anforderungen nicht immer in Gänze erfüllt und ein hohes Potenzial aufweist. Wir qualifizieren diese Mitarbeiter dann „on the job“ nach.

business-on.de: Unternehmen stehen mit anderen Firmen im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Was tun Sie allgemein, um Ihr Unternehmen als Arbeitgebermarke zu stärken?

Robert Kos, IKK Südwest: Wir legen viel Wert auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies ermöglichen wir im Besonderen mit flexiblen Arbeitszeiten, einem attraktiven Tarifvertag sowie individuellen Entwicklungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus haben wir an zwei Standorten Eltern-Kind-Büros eingerichtet. Mitarbeiter haben so die Möglichkeit in einem Notfall ihre Kinder mit ins Büro zu nehmen und in einem kindgerechten Umfeld ihrer Arbeitsaufgabe nachzugehen.

business-on.de: Wo platzieren Sie Ihre Stellenanzeigen und in welchen Medien haben Sie die besten Erfahrungen gemacht?

Robert Kos, IKK Südwest: Vakante Stellen veröffentlichen wir in Abhängigkeit der Erfolgsaussichten in unterschiedlichen Medien. Eine pauschale Aussage, welches Medium am besten geeignet ist, möchte ich daher nicht treffen.

Alle Stellen veröffentlichen wir grundsätzlich bei der Agentur für Arbeit.

Darüber hinaus nutzen wir sowohl Social Media, Printmedien sowie verschiedene Online-Jobbörsen. Ebenso erfolgversprechend ist auch die Personalsuche über die persönlichen Netzwerke der eigenen Mitarbeiter.

business-on.de: Welche Online-Maßnahmen setzen Sie ein, um potentielle Bewerber zu gewinnen?

Robert Kos, IKK Südwest: Wir setzen hier vor allem auf Online-Stellenanzeigen.

business-on.de: Immer mehr Unternehmen setzen sogenannte Mitarbeiter- oder Recruiting-Videos ein, um weiche Faktoren (z.B. Arbeitsklima) zu visualisieren. Beispiele für Recruitingfilme sehen Sie bei unserem Partner DREILANDMEDIEN (externer Link). Setzen Sie solche Videos ein oder planen Sie so ein Instrument für die Zukunft?

Robert Kos, IKK Südwest: Wir setzen dieses Medium bisher nicht ein, halten es aber für interessant.

business-on.de: Lässt man das Gehalt mal außen vor: Welche Faktoren sind aus Ihrer Erfahrung ausschlaggebend, dass ein Bewerber sich für Ihr Unternehmen entscheidet. Umgekehrt: Welche Faktoren sind für das Unternehmen entscheidend?

Robert Kos, IKK Südwest: Nach unserer Erfahrung ist unter anderem der Faktor entscheidend, wie wohl sich ein Bewerber im Recruitingprozess fühlt. Beginnend mit der Einladung, dem Einstellungsinterview bis hin zum ersten Arbeitstag. In dieser Zeit wird das Fundament zur Mitarbeiterbindung gelegt.

Darüber hinaus ist das Image des Unternehmens maßgebend, bevor überhaupt eine Bewerbung seitens des Bewerbers in Erwägung gezogen wird.
 
Für uns sind neben der Fachkompetenz die Werte und Haltung des künftigen Mitarbeiters von großer Bedeutung. Im besonderen bei Führungskräften ist es wichtig, dass diese über ein „gesundes Menschenbild“ verfügen.

business-on.de: Wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten fünf Jahren eher verschärfen oder wird er wieder abflauen?

Robert Kos, IKK Südwest: Das hängt grundsätzlich immer von Angebot und Nachfrage ab und ist in jedem Fachbereich unterschiedlich zu bewerten. Wir haben durchaus auch Fachkräfte in Deutschland deren Fach nicht nachgefragt wird.

In unserer Branche haben wir es selbst in der Hand. Wenn wir ausreichend in Aus- und Fortbildung investieren sollte der Fachkräftemangel beherrschbar bleiben.

Weitere Interviews mit Personalchefs in unserer Interviewserie

 

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