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Reaktion in 90 Sekunden – Klinikum Hochsauerland stellt Notärzte für zwei Rettungswachen in Arnsberg

Am Standort des Notarzteinsatzfahrzeugs in Neheim: Notarzt Dr. Jan Kuhse, Thomas Neuhaus, Verwaltungsdirektor(Mitte) und Annika Dreses, Assistentin der Geschäftsführung.

Seit Anfang des Jahres 2021 stellt das Klinikum Hochsauerland in der Stadt Arnsberg die Notärzte für zwei städtisch betriebene Rettungswachen. Die Stadt und der Hochsauerlandkreis hatten im letzten Jahr die Bereitstellung des notärztlichen Personals in den Stadtteilen Neheim und Arnsberg neu ausgeschrieben. Das Klinikum hat den Zuschlag erhalten. Die Einsatzfahrzeuge (Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), Rettungswagen (RTW)) und die
Rettungssanitäter stehen weiterhin im Dienst der Behörden.

So soll für Patienten die medizinische Versorgung im Notfall verbessert werden. Denn die speziell geschulten Notärzte des Klinikums Hochsauerland sind mit den notfallversorgenden Einrichtungen, vor allem aber auch den therapeutischen Möglichkeiten der Kliniken der Region bestens vertraut. Auch eine Weiterversorgung der Notfallpatienten durch den einliefernden Notarzt, von der zentralen Notaufnahme bis zur Verlegung auf Station, wird so im Klinikum Hochsauerland möglich. Im Idealfall kann der Patient von der Erstversorgung bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus von „seinem“ Notarzt betreut werden. Mögliche Informationsverluste bei der Übergabe werden so bestmöglich ausgeschlossen.

Das Klinikum Hochsauerland gewährleistet an 365 Tagen rund um die Uhr die Sicherstellung des qualifizierten Notarztdienstes. Dafür wird der bisherige Standort des Notarzteinsatzfahrzeugs (NEF) am Marienhospital nach erprobtem Muster weiter geführt. In Neheim wurde der Standort des NEF an das St. Johannes-Hospital verlegt. So ist der Notarzt auch hier innerhalb von 90 Sekunden einsatz- und abfahrbereit.

Die Besetzung der Dienste wird grundsätzlich durch angestellte Ärzte des Klinikums erfolgen, die über die Fachkunde Rettungsdienst oder die Zusatzweiterbildung Notfallmedizin verfügen. In Teilbereichen, beispielsweise nachts und an Wochenenden, werden die Klinikärzte zeitweise durch externe Notärzte des Kooperationspartners Institut für Notallmedizin (INM) sowie freiberufliche Notärzte unterstützt.

Die Übernahme des Notarztdienstes durch das Klinikum Hochsauerland stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung des neuen Intensiv- und Notfallzentrums sowie zur Sicherstellung der umfassenden Notfallversorgung in der Region dar.
Zentrale Notaufnahme im Marienhospital wird reorganisiert Eine weitere wichtige Vorbereitung auf dem Weg zur Entwicklung des neuen Intensiv- und Notfallzentrums stellt die Weiterentwicklung der Prozesse und Strukturen in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) dar. Nicht zuletzt im Hinblick auf die Zusammenführung der Notfallambulanzen der drei Arnsberger Standorte des Klinikums Hochsauerland im großen Notfall- und Intensivzentrum im Jahr 2023 wird aktuell daran gearbeitet die patientenorientierten Arbeitsabläufe in der ZNA des Marienhospitals weiter zu entwickeln und zu optimieren. Aus diesem Grund wurde bereits im Januar dieses Jahres u.a. auch das Ärzteteam der ZNA im Marienhospital verstärkt.

Dr. med. Inga Kulina hat die ärztliche Leitung übernommen. Die 45 jährige Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie war zuvor 10 Jahre als Oberärztin der Gefäßchirurgie im KlinikumStadtSoest tätig. Berufsbegleitend war sie zudem über 17 Jahre als Notärztin im Einsatz, davon 6 Jahre lang als leitende Notärztin in Soest. Als erfahrene Notfallmedizinerin kennt Fr. Dr. Kulina die Notwendigkeiten einer effizienten und qualitativ hochwertigen stationären Notfallversorgung aus langjähriger eigener praktischer Tätigkeit. Fr. Dr. Kulina hat sich zum Ziel gesetzt, im ersten Schritt gemeinsam mit einem fach- und berufsgruppenübergreifenden Team aus Mitarbeiter*innen der ZNA sowie den Fachabteilungen des Standorts individuelle Probleme und Verbesserungspotenziale in der  ZNA des Marienhospitals zu identifizieren und darauf aufbauend Behandlungsstandards
sowie optimierte und vereinheitlichte Abläufe zu entwickeln und umzusetzen. Auch der sukzessive Ausbau der Anzahl der Fachärzte zur verbesserten Abdeckung von Spitzenzeiten sowie die Ausdehnung der Dienstzeiten für die fachärztliche Anwesenheit und Erstversorgung sind dabei vorgesehen.

Im nächsten Schritt gilt es dann, Zug um Zug und gemeinsam mit den Teams der Notaufnahmen sowie der notfallversorgenden Kliniken des Karolinen-Hospitals sowie des St. Johannes-Hospitals, die Grundlagen der künftigen interdisziplinären Zusammenarbeit in der neuen großen ZNA des Notfall- und Intensivzentrums zu definieren und zu erproben. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, damit die große gemeinsame ZNA ab Mitte 2023 als Motor des neuen Intensiv- und Notfallzentrums fungieren kann.

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