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„unternehmensWert: Mensch“: Betriebe ziehen positive Bilanz

Förderprogramm will Arbeitsfähigkeit stärken und hat Fachkräftesicherung im Blick

Wilhelm M�schenborn / /Pressestelle Kreis Soest

Kreis Soest/Hochsauerlandkreis (kso.2014.06.04.260.-rn). „unternehmensWert: Mensch“? Was ist das denn eigentlich? Die Gilde Fleischer- und Gastro-Service Anröchte/Hamm eG in Anröchte und das Familotel Ebbinghof in Schmallenberg kennen dieses Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) nicht nur. Sie ziehen auch eine rundum positive Bilanz der Unternehmensberatung, die sie mit finanzieller Unterstützung aus diesem mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes gefüllten Topf genutzt haben.

„Ich würde es jederzeit wieder tun“, sagt Martin Schulte, Geschäftsführer der Anröchter Genossenschaft , deren Kunden 200 Fleischerei-Fachgeschäfte in einem Umkreis von 60 Kilometern sind. Für ihn war es sechs Jahre nach der Zusammenlegung der Standorte Hamm und Anröchte höchste Zeit, alles auf den Prüfstand zustellen. Die Ergebnisse im Hinblick auf die Personalentwicklung in der 25-köpfigen Belegschaft und die Arbeitsabläufe können sich sehen lassen. Es kam nach einer Analyse der Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch zu überraschenden „Beförderungen“. „Ein Lkw-Fahrer erledigt aufgrund seiner beruflichen Herkunft und seiner Qualifikationen jetzt anspruchsvolle Aufgaben in unserer Verwaltung“, berichtet Gilde-Chef Schulte. Befragungen im Unternehmen sorgten auch dafür, dass Abläufe und Wege im Lager optimiert werden konnten. „Unsere Waren sind jetzt nicht mehr nach Arbeitsgruppen, sondern nach Gewicht in den Regalen verstaut“, erläutert Martin Schulte.

Für Daniela Tigges, Inhaberin des Familotel Ebbinghof in Schmallenberg, waren ein Anbau und damit eine Erweiterung des Unternehmens Anlass, auf „unternehmensWert: Mensch“ zurückzugreifen. Eine nachhaltige Personalentwicklung, die Berücksichtigung der Talente ihrer 50-köpfigen Belegschaft und das Führungsverhalten hatte sie bei der Anpassung betrieblicher Strukturen besonders im Blick. Auch der Wert „Familie“ soll im Hause Ebbinghof künftig noch mehr Gewicht erhalten, sowohl zugunsten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch im Hinblick auf die Angebote für die Gäste. „Der Mensch darf nicht vergessen werden“, lautet das Credo von Daniela Tigges. Auch ein langgehegter Wunsch konnte mit Hilfe der Unterstützung durch „unternehmensWert: Mensch“ in die Realität umgesetzt werden. Daniela Tigges gründete im Herbst 2013 die Ebbinghof-Akademie, die Mitarbeitern, Gästen und Unternehmen der Umgebung Weiterbildungsseminare und Schulungen bietet.

Die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland weist als Ansprechpartnerin für „unternehmensWert: Mensch“ in der Region darauf hin, dass Mittel in begrenztem Umfang noch bis zum Juli 2014 bereitstehen. „Deshalb müssen sich interessiere Unternehmen der Region sputen und sich bis spätestens Mitte Juni melden, wenn sie von diesem Programm profitieren wollen“, betont Geschäftsführerin Ursula Rode-Schäffer. Sie ermittelt in einem Erstgespräch den konkreten Handlungsbedarf in den Themenfeldern Personalführung, Chancengleichheit und Diversity, Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz .

Fachberatungen können in Nordrhein-Westfalen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit bis zu zehn Beschäftigten in Anspruch genommen werden. Wenn sie zu den Branchen Baugewerbe, Handel, Gastgewerbe, Erziehung und Weiterbildung, Kulturwirtschaft oder Altenpflege gehören, können auch größere Unternehmen mit bis 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an dem Programm teilnehmen.

Für eine Fachberatung durch im Programm akkreditierte Beraterinnen und Berater, die auf die Stärkung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie zur Fachkräftesicherung in Unternehmen ausgerichtet ist, beträgt der Zuschuss bis zu 80 Prozent der Kosten. Für Unternehmen, die nicht unter diese Kriterien fallen, gibt es weiterhin die Potentialberatung, die vom NRW-Arbeitsministerium mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert wird. Bei diesem Instrument ist ein Zuschuss bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten möglich.

 

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