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4. Bildungskonferenz des Ennepe-Ruhr-Kreises

„Herausforderungen sind nur gemeinsam zu bewältigen“.

UvK/J�rgen Theobald / Ennepe-Ruhr-Kreis

(pen) „Bringen Sie sich mit Ihrem Wissen und Ihrer Erfahrung ein. Knüpfen Sie neue Kontakte oder bauen Sie bereits vorhandene Netzwerke weiter aus. Lassen Sie uns voneinander lernen.“ Landrat Dr. Arnim Brux nutzte die Begrüßung der über 170 Teilnehmer der vierten Bildungskonferenz des Ennepe-Ruhr-Kreises, um für eine möglichst breite Zusammenarbeit im Bereich der schulischen Inklusion zu werben. „Denn sicher, so Brux im Ennepetaler Reichenbach-Gymnasium, „ist: Die Herausforderungen sind nicht im Alleingang, sind nicht von einer einzelnen Lehrkraft, Schulleitung oder Schule allein, zu bewältigen Inklusion ist nur gemeinsam, nur mit Kooperationen und Teamarbeit über bestehende lokale, schulformbezogene Grenzen hinweg machbar.“

Seit Anfang des laufenden Schuljahres gilt der Rechtsanspruch auf inklusive Beschulung. Dies ist sicher ein Grund, warum der Einladung des Regionalen Bildungsbüros des Ennepe-Ruhr-Kreises so viele Interessierte aus Schule und Schulaufsicht, Politik und Verwaltung sowie von Trägern gefolgt waren. Ziel der Bildungskonferenz unter dem Motto „Vielfalt nutzen – gemeinsam wirken. Zusammenarbeit macht stark“ war es, das inklusive Miteinander in den Schulen der Region voran zu bringen. „Zwar haben wir als Bildungsregion nur wenig Einfluss auf die häufig kritisierten mangelnden finanziellen und personellen Ressourcen, dennoch wollen wir den Akteuren und Betroffenen einen Rahmen bieten, in dem Umsetzungsschwierigkeiten thematisiert und Vernetzungen angebahnt werden können“, sagt Cornelia Hövel vom Regionalen Bildungsbüro.

Im Mittelpunkt des Programms standen fünf Arbeitsgruppen, so genannte „Denkbars“. Themen waren beispielsweise die Herausforderungen, die heterogene Lerngruppen mit sich bringen und die angemessene Übergangsgestaltung Grundschule/Sekundarstufe. Vorgestellt wurde eine onlinebasierte Austauschplattform für Lehrkräfte aller Schulen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Sie konnte auf der Bildungskonferenz weiterentwickelt werden und geht in Kürze als Inklusionsforum ans Netz. Auf Interesse stieß ein Pilotprojekt aus dem Kreis Steinfurt. In einer „Inklusionswerkstatt“ entwickeln Lehrer und pädagogische Kräfte dort individuelle Lösungen, um gemeinsamen Unterricht umsetzen zu können. Erste Antworten gab es auch auf die Frage, wie mulitprofessionelle Teams aus Lehrern, Förderschullehrkräften, Sozialpädagogen und Erziehern ihre Zusammenarbeit organisieren und die Kinder auf ihren sehr unterschiedlichen Wegen möglichst gut begleiten können.

„Parallel zu den Fachinformationen lieferten die Denkbars viel Raum, in dem sich die Teilnehmer über ihre Erfahrungen austauschen konnten. Unser Vorhaben, das voneinander Lernen zu fördern, haben wir erreicht. Wer in die Arbeitsgruppen schaute, konnte erkennen: Hier entstehen Verbindungen, hier wird Raum für Kooperationen geschaffen“, freut sich Hövel.

Neben der Bestätigung, wie wertvoll Kooperation und Austausch für jeden Einzelnen sind, registrierte sie aber auch andere Signale. „Ein Teil der Lehrkräfte hat schon deutlich gemacht, wie frustriert und resigniert sie angesichts der aus ihrer Sicht unzureichenden personellen und sachlichen Ressourcen, die das Land zur Verfügung stellt, sind.“

Am Ende eines anregenden und arbeitsintensiven Tages bleibt für das Regionale Bildungsbüro die Aufgabe, die zahlreichen Ergebnisse, Anregungen und Unterstützungsbedarfe auszuwerten, um diese in den Lenkungskreis des Regionalen Bildungsnetzwerkes einzubringen. Parallel wird an einer Dokumentation der vierten Bildungskonferenz gearbeitet.

Stichwort Kosten der schulischen Inklusion

Bereits die Bildungskonferenz vor zwei Jahren stellte sich unter der Überschrift „Auf dem Weg zur inklusiven Bildung im Ennepe-Ruhr-Kreis“ diesem Thema, das heute mehr denn je in vieler Munde ist. Kein Wunder schließlich hat die UN-Behindertenrechtskonvention inzwischen zu weit reichenden Änderungen in der Schulgesetzgebung geführt. Um die damit verbundenen Ausgaben bewältigen zu können, stellt das Land den Kommunen in den nächsten fünf Jahren insgesamt 175 Millionen Euro zur Verfügung. Parallel soll ermittelt werden, ob die jährliche Pauschale von 35 Millionen Euro ausreicht oder nicht.

Dieses gilt sowohl für Investitionen in Gebäude, um diese für Kinder mit Behinderungen zugänglich zu machen, als auch für Kosten, die für den Einsatz von Schulsozialarbeitern, Schulpsychologen oder Integrationshelfern, die den Schulbesuch von Kindern mit Behinderung durch ihre Unterstützungsleistung sichern, entstehen. „Dies ist eine positive Entscheidung für alle Beteiligten. Jetzt können wir uns ganz auf die Aufgabe konzentrieren, die für alle große Herausforderung des inklusiven Unterrichts möglichst optimal umzusetzen“, hatte Landrat Dr. Arnim Brux im April das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Kommunen und Land kommentiert.

 

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