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Buchtipp

Produktiver und erfolgreicher? Versuchen Sie es doch mal mit „Getting Things Done“

David Allen’s Klassiker „Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag“ in der Neuauflage von 2015 lohnt einen zweiten Blick auf das Thema. In der stark erweiterten Ausgabe steht seine erfolgreiche Methode wieder im Vordergrund. Und das macht Sinn.

Piper Verlag

Wer nach einer Selbstmanagement-Methode sucht, um produktiver und entspannter durch den beruflichen und privaten Alltag zu gehen, wird fast zwangsläufig auch über David Allen’s „Getting Things Done®“-Methode stolpern und es lohnt wirklich, einmal einen Blick darauf zu werfen. 

Ich kenne die GTD®-Methode seit der ersten Ausgabe seines Buches, seinerzeit waren Computer zur Unterstützung der eigenen Produktivität noch nicht sonderlich prädestiniert und spielten daher auch in seinem Buch keine wesentliche Rolle. Das „Tickler File“, ein Ablagesystem aus 43 Mappen war der zentrale Bestandteil seiner Strategie. 

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Productivity-Tools, also Softwarelösungen, die unseren Alltag erleichtern sollen, ging Allen später auch auf Tools zur Umsetzung von GTD® ein, fiel aber – wie alle Autoren, die in Ihren Büchern konkret über Software-Lösungen sprechen – der rasanten Weiterentwicklung dieser Tools zum Opfer. Wenn das Buch erscheint, ist nichts mehr aktuell und einiges bereits Geschichte. Ähnlich ist es mir mit meinem Titel „Der 30-Minuten-Faktor“ auch ergangen. Aber David Allen wäre nicht David Allen, wenn er es dabei belassen hätte. 

2015 erschien die völlig überarbeitete und erweiterte Auflage von „Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag“ als Piper Taschenbuch – Getting Things Done® war in der Gegenwart angekommen. Tools blieben außen vor – David Allen rückte die eigentliche Methode wieder in den Fokus und verzichtete darauf, konkrete Empfehlungen zu Softwarelösungen zu machen. Als ich Ende letzten Jahres GTD® in der Neuauflage las, war ich zunächst skeptisch. Als Power-User unzähliger Tools konnte ich mir nicht vorstellen, was diese Neuauflage eigentlich bringen sollte. Inzwischen ist es mir klar: In Zeiten von immer mehr und immer „intelligenteren“ Softwarelösungen, die uns versprechen, unser Leben perfekt zu organisieren, erliegen wir dem Irrtum, dass Software heute bereits in der Lage ist, uns all diese (Denk-) Prozesse abzunehmen. Wir verlassen uns blind auf sie und wundern uns dann, dass wir „die Dinge eben nicht geregelt kriegen“. 

Allen verteufelt diese Tools nicht, sagt aber auch klipp und klar, dass die Wahl der Tools für die Umsetzung von GTD® nicht relevant ist. Und genau das ist der Punkt. Sobald man seine Methode verstanden und in die täglichen Abläufe „integriert“ hat, kann man über Tools nachdenken. Vorher nicht. Unter diesem Aspekt ist die Neuauflage des Buches selbst für „Alte Hasen“ ein großartiger Fundus mit vielen nützlichen Tipps vom Entwickler der wohl bekanntesten Selbstmanagement-Methode. 

Auf seiner Homepage (www.gettingthingsdone.com) bietet David Allen inzwischen auch Setup-Guides an, um das Zusammenspiel vom Softwarelösungen mit seiner Methode zu perfektionieren. Ein konsequenter und richtiger Schritt. 

„Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag“ in der Neuauflage von 2015 ist eine klare Lese-Empfehlung für alle, die effizienter und stressfreier arbeiten und Ihre Aufgaben jederzeit übersichtlich im Griff haben wollen.

How David Allen get’s things done – https://youtu.be/N9ULWQ_tnM8

Getting in control and creating space – https://youtu.be/kOSFxKaqOm4

Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag
David Allen
ISBN: 978-3-492-30720-8
Erschienen im Piper Verlag

 

Jens Schlüter

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