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Ehrenring-Träger: „Ein Stück politische Stadtgeschichte mitgeschrieben“

Man könnte ihn als Zeichen für die Mitgliedschaft in einem überaus exlusiven Club sehen – schließlich haben in 45 Jahren erst 23 verdiente Meschederinnen und Mescheder diese besondere Auszeichnung erhalten.

Meschede

Meschede. Allerdings: Eigentlich steht der Ehrenring der Stadt Meschede für ein außergewöhnliches und dauerhaftes kommunalpolitisches Engagement für die Menschen in Meschede.

Denn der Ehrenring der Stadt Meschede wird an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die seit 25 Jahren ununterbrochen dem Mescheder Stadtrat angehören und sich hier für die Belange ihrer Mitbürger einsetzen. Dieser Kreis wird jetzt um zwei Personen erweitert: Else Garske und Kunibert Schmalohr erhalten am Donnerstag, 12. Juni, als Träger Nr. 24 und Nr. 25 den Ehrenring der Stadt Meschede.

Der Ring wird von einem heimischen Juwelier angefertigt – in Gold und mit einem Onyx, in den das Mescheder Stadtwappen eingraviert ist. Der finanzielle Aspekt sei beim Ehrenring aber eigentlich ohne Belang, unterstreicht Bürgermeister Uli Hess: „Der wahre Wert und der tiefere Gehalt dieser Auszeichnung ist die Anerkennung und der Dank unserer Stadt für langjähriges beispielhaftes, bürgerschaftliches Engagement.“

Erstmals im Januar 1969 wurde der Ehrenring verliehen – und zwar an Anton Kaiser. Der mittlerweile verstorbene Kommunalpolitiker erhielt die Auszeichnung für 20-jähriges Wirken im Mescheder Stadtrat – seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland hatte er sich für die Stadt Meschede und ihre Bürgerschaft eingesetzt. Im Jahr 1977 dann wurde der Ehrenring erstmalig für 25-jährige Ratszugehörigkeit vergeben – und zwar an Karl Heinemann.

Jeder Träger und jede Trägerin des Ehrenringes habe zu seiner oder ihrer Zeit ein Stück kommunalpolitische Stadtgeschichte mitgeschrieben, würdigt Bürgermeister Uli Hess das kommunalpolitische Engagement.  Dabei bedeute das Ehrenamt aber nicht nur Hilfe für andere, sondern auch persönliche Weiterentwicklung – Uli Hess: „Wer sich engagiert, nutzt die Chance, sich einzumischen und mitzugestalten. So bietet sich die Möglichkeit, seine Fähigkeiten einzubringen und mit anderen Engagierten zu wirken.“

Else Garske ist die erste Frau, die mit dem Ehrenring der Stadt Meschede ausgezeichnet wird. Sie war in den vergangenen 25 Jahren ihrer Mitarbeit im Rat auch Mitglied diverser Ausschüsse und Gremien, insbesondere zur Thematik Familie, Gleichstellung, Soziales und Kultur. Uli Hess: „Dinge, die ihr immer besonders am Herzen lagen und sicher auch weiterhin liegen werden.“ Gleich in seiner ersten Wahlperiode seit 1989 hatte Kunibert Schmalohr die Aufgabe des Ortsvorstehers von Grevenstein übernommen – neben der Ratsarbeit eine Doppelaufgabe, in die man viel Zeit investieren müsse, so Bürgermeister Hess.

Ganz unabhängig von Ehrenring und Ratszugehörigkeit gelte aber ein Grundsatz, so Uli Hess: „Fest steht, dass jeder, der neue Ideen und die Bereitschaft sich zum Wohle der Bevölkerung einzusetzen mitbringt, für unsere Stadt wichtig ist.“ Die Ehrenringe der Stadt Meschede werden im Rahmen der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates verliehen, die am Donnerstag, 12. Juni, um 17 Uhr im Mescheder Rathaus beginnt.

 

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