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Trotz Corona Ressourcenschutz im Blick

Zwischenbilanz des Projektes „ÖKOPROFIT Kreis Soest“ im Januar 2021

Zwölf Unternehmen aus dem Kreis Soest sind gemeinschaftlich aktiv in der aktuellen Projektrunde von „ÖKOPROFIT Kreis Soest“. Das Foto entstand beim 3. Workshop in der LWL-Klinik Lippstadt.

Kreis Soest (kso.2020.12.22.737.fh). Die Corona-Pandemie veränderte im Jahr 2020 viele Planungen und Prozesse. So mussten sich auch die am kreisweiten Ressourceneffizienz-Projekt „ÖKOPROFIT Kreis Soest“ teilnehmenden Unternehmen innerbetrieblich und während der Projektarbeit im Netzwerk schnell auf digitale Arbeitsnotwendigkeiten einstellen. Der Projektstart am 10. März fand noch im Präsenzformat statt.

Nach dem Auftaktworkshop im März wurden in diesem Jahr noch fünf weitere Workshops zu umwelt- und energierelevanten Themen mit den Unternehmen durchgeführt. Vier davon digital, per Videokonferenz. „Das gesamte Projektteam ist sehr froh darüber, dass alle Unternehmen ihr Projektengagement aufrechterhalten haben, Maßnahmen zum Ressourcenschutz entwickeln und sich nun in Umweltteams vor Ort auf die Zwischenbilanz des Projektes am 21. Januar 2021 vorbereiten“, erläutert Frank Hockelmann, Sachgebietsleiter für Energie und Klima beim Kreis Soest. Im Rahmen dieser Zwischenbilanz werden alle teilnehmenden Unternehmen ihren Arbeitsstand im Projekt vorstellen.

Rückblickend auf das Projektjahr 2020 wollen einige Unternehmen bereits jetzt einen Einblick in ihre Umweltprogramme geben. „Beispielsweise sparen wir seit diesem Jahr 100.000 Becher durch Umrüstung auf Mehrweggeschirr an den Kaffeeautomaten. 36.000 Plastikbecher im Labor werden pro Jahr durch umweltfreundlichere Papierbecher ersetzt“, berichtet Daniel Grundke von der Firma FrieslandCampina Kievit in Lippstadt. „Eine ‚Bewegungs-Challenge‘ wurde ausgelobt und Sieger prämiert, die ihr Auto für eine Zeitlang durch das Fahrrad ersetzt haben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen 79 Job-Räder. Kopierpapier wurde durch eine Recycling-Variante ersetzt. Wir führen regelmäßige Audits durch, um Druckluftleckagen aufzuspüren, wärmeführende Leitungen wurden isoliert, Lampen durch LED-Technik ersetzt, wir richten Parkplätze mit E-Ladestationen ein, um die E-Mobilität zu fördern. Wir prüfen gerade die Umbrechung einer gepachteten Wiese, um Wildblumen im nächsten Frühjahr aussäen zu können. Des Weiteren prüfen wir die Nutzung von Photovoltaik auf unserem Parkplatz, die Nutzung von Abwärme für ein Nahwärmenetz sowie die Wärmerückgewinnung unserer Sprühtürme. Der Standort ist zertifiziert nach ISO 50001. Man sieht, dass einiges in Bewegung ist.“

Klaus Heller von der Infineon Technologies Bipolar GmbH & Co. KG in Warstein-Belecke führt aus: „Wir haben am Standort Warstein in den letzten Jahren rund 1.750.000 Blatt Papier pro Jahr verbraucht. Das sind 3.500 Pakete à 500 Blatt. Wir führen nun den Duplex-Druck als Standard ein. Hierdurch wird der jährliche Papierverbrauch halbiert. Zudem stellen wir auf Recycling-Papier um. Dessen Herstellung benötigt 60 Prozent weniger Energie und bis zu 70 Pozent weniger Wasser. Mit der Umstellung auf CO2-neutralen Ökostrom werden wir zukünftig etwa 2.300 Tonnen CO2 einsparen können“.

Die LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bringen ebenfalls zahlreiche Maßnahmen zur Einsparung von Energie und zu einer verbesserten Abfalltrennung auf den Weg. „Viele davon werden auf je zwei ‚Pilotstationen‘ ausprobiert, bevor sie in andere Bereiche übertragen werden“, erklärt Andreas Rödel, Stabsstelle Unternehmensentwicklung. „Außerdem sollen die großen Park- und Freiflächen an beiden Klinikstandorten ökologisch aufgewertet werden. So gibt es zum Beispiel in der LWL-Klinik Lippstadt Flächen, auf denen zu früheren Zeiten Landwirtschaft zur Eigenversorgung betrieben wurde. Dazu gehört eine mehrere Hektar große, von einer breiten Hecke eingefasste Streuobstwiese, die nach Aufgabe der ursprünglichen Nutzung sich selbst überlassen blieb, dadurch zunehmend verbracht und langfristig auch zerstört werden würde. Um den Bestand dieser Streuobstwiese zu sichern, wird der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe die umgebende Hecke in Abschnitten ‚auf den Stock setzen‘ und die eigentliche Obstwiesenfläche von den stark aufkommenden Brombeersträuchern befreien“.

Für die Bau- und Wohnungsgenossenschaft Lippstadt eG erläutert Geschäftsführer Alexander Loyal: „Bisher haben wir die Umstellung unseres Druckerpapiers auf Recycling-Papier bzw. Zuckerrohr-Papier, die Umstellung des Ausdrucks am Zentraldrucker auf Duplex-Druck und den Austausch der bisherigen Beleuchtungsmittel durch LED-Lampen abgeschlossen. In Planung sind gegenwärtig die Anschaffung eines E-Bikes für innerstädtische Termine, die Installation einer Photovoltaik-Anlage für die Eigennutzung sowie der Austausch unserer alten Heizungsanlage.“

An der aktuellen Projektrunde von „ÖKOPROFIT Kreis Soest“ nehmen teil: Infineon Technologies Bipolar GmbH & Co. KG (Warstein-Belecke), Kommunale Betriebe Soest/ AÖR, FrieslandCampina Kievit GmbH (Lippstadt), Quality Hotel Lippstadt, Sälzergemeinschaftsgrundschule Bad Sassendorf, INI Gesamtschule Bad Sassendorf, Tagungs- und Kongresszentrum Bad Sassendorf GmbH, Rathaus Gemeinde Bad Sassendorf, Wirtschaft & Marketing Soest GmbH, LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein sowie die Bau- und Wohnungsgenossenschaft Lippstadt eG.

 

 

Bildquellen

  • 224407P: Kreis Soest
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