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Digitalisierung muss nachhaltig angegangen werden

Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves vom Forschungskolleg Uni Siegen gab beim Unternehmergespräch der Stadt Bad Berleburg interessante Einblicke, welche Entwicklungen durch die Digitalisierung aktuell und denkbar sind. Die Verwaltung informierte ihrerseits über Entwicklungen in der Stadt.

Stadt Bad-Berleburg

„Eines ist klar: Die Digitalisierung wird nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorbeigehen“, betonte Univ.-Prof Dr. Dr. Björn Niehaves, Geschäftsführer des Forschungskollegs Uni Siegen (FoKoS), beim Unternehmergespräch der Stadt Bad Berleburg. Prof. Niehaves gab in seinem Vortrag interessante Einblicke, welche Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung aktuell und denkbar sind, machte aber auch deutlich, dass es kein Patentrezept gebe: „Nicht für jede Stadt und für jedes Unternehmen passt eine bestimmte Strategie, jeder muss seinen eigenen Weg finden. Wichtig ist aber, dass es überhaupt eine Strategie gibt, damit die Digitalisierung nachhaltig angegangen wird.“

Nachhaltigkeit ist auch ein Thema, das sich die Stadt Bad Berleburg auf die Fahnen geschrieben hat: Im Zuge des Prozesses „Global Nachhaltige Kommune NRW“ hat die Stadt ihr „Leitbild 2020“ zu einem „Leitbild 2030“ weiterentwickelt. „Oberstes strategisches Ziel in diesem Leitbild ist das Thema ‚Arbeit und Wirtschaft‘“, betonte Bürgermeister Bernd Fuhrmann, als er die Unternehmerinnen und Unternehmer begrüßte, „weil davon auch vieles andere abhängt.“ Es war das erste Unternehmergespräch, zu dem die Verwaltung die größten Firmen im Stadtgebiet eingeladen hatte, um über aktuelle und zukünftige Entwicklungen zu informieren.

In diesem Rahmen stellte der Beigeordnete Volker Sonneborn das Leitbild „Meine Heimat 2030“ auch genauer vor. „Als wir damals angefangen haben, ein Leitbild zu entwickeln, war ‚Heimat‘ noch ein ziemlich angestaubter Begriff“, so Sonneborn, „mittlerweile gibt es in NRW sogar ein Heimatministerium.“ Am Beispiel des ehemaligen Museums in der Oberstadt machte der Beigeordnete deutlich, dass die Veränderungen im Zuge des ersten Leitbildes nicht immer beliebt waren, aber im Nachhinein doch positive Entwicklungen für die gesamte Stadt mit sich gebracht haben. Mit dem weiterentwickelten Leitbild nimmt die Stadt nun auch Herausforderungen an, die in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen haben, zum Beispiel Migration oder eben Digitalisierung. Es beinhaltet die strategischen Ziele „Arbeit und Wirtschaft“, „Demografie“, „Bildung“, „Finanzen“, „Mobilität“ sowie „Globale Verantwortung und Eine Welt“.

Ein für die Wirtschaft wichtiges Projekt stellte Colette Siebert, Stabsstelle Regionalentwicklung, vor: „Standortpaten – Netzwerk Fachkräftesicherung Wittgenstein“. Mit diesem Projekt sollen Fachkräfte in Wittgenstein gehalten und neue dazugewonnen werden. Das geschieht mit Hilfe von Standortpaten, die für die Region und die Unternehmen vor Ort werben und Kontakt zu Fachkräften aufbauen und halten. Zurzeit läuft bei der Stadt Bad Berleburg das Auswahlverfahren für die Projektleitung, die Anlaufstelle und Bindeglied zwischen Fachkräften, Standortpaten und Unternehmen sein soll.

Der Wirtschaftsförderer der Stadt Bad Berleburg Manuel Spies erläuterte im Rahmen des Unternehmergesprächs außerdem den aktuellen Stand beim Breitbandausbau: Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat in Kooperation mit den Kommunen Fördermittel erhalten können und eine Initiative zum kreisweiten Ausbau des schnellen Internets in bisher unterversorgten Gebieten begonnen. In diesem Zuge werden „weiße Flecken“ in den Ortsteilen Berghausen, Elsoff, Girkhausen, Raumland, Hemschlar, Rinthe, Sassenhausen, Weidenhausen, Schwarzenau und Stünzel erschlossen. Für die Teilnehmer des Gespräches war hierbei von besonderer Bedeutung, dass die Gewerbegebiete in Berghausen und Raumland ebenfalls schnelleres Internet per Glasfaser bekommen. Das Gewerbegebiet in Weidenhausen wird in diesem Ausbauschritt zwar keinen direkten Glasfaseranschluss erhalten, aber auch hier wird sich die Leistung spürbar verbessern und die Grundlagen für einen weitergehenden Ausbau werden geschaffen.

Im Anschluss an die Vorträge war Zeit für einen Austausch zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern, den Referenten und dem Verwaltungsvorstand. Das Unternehmergespräch soll in Zukunft in regelmäßigen Abständen stattfinden, um einen guten Informationsfluss zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu ermöglichen.

 

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