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Unternehmerfrühstück: „Attraktive Stadt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer“

Rund 80 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter von Stadtverwaltung und Ratsfraktionen widmeten sich dem Thema „Olsberg 2020 – Die attraktive Stadt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer“.

Stadt Olsberg

Olsberg. Schnelles Internet, Umbau der Kernstadt, Entwicklung der Dörfer und der

Gewerbeflächen sowie der Gesundheitsstandort Olsberg standen im Mittelpunkt des Olsberger Unternehmerfrühstücks im Zentrum Holz. „Wir sind eine attraktive Stadt für unsere Bürgerinnen und Bürger, wir wollen das auch bleiben. Aber wir müssen auch etwas dafür tun, für Unternehmen attraktiv zu sein“, steckte Bürgermeister Wolfgang Fischer die Ziele ab. 

Rund 80 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter von Stadtverwaltung und Ratsfraktionen widmeten sich dem Thema „Olsberg 2020 – Die attraktive Stadt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer“. Beim gemeinsamen Frühstück wurde zunächst die Gelegenheit zu Gesprächen und Kontaktpflege genutzt. 

Um neue Unternehmen, aber auch neue Mitarbeiter für die heimische Wirtschaft von der Region überzeugen zu können, ist nicht nur der Arbeitsplatz wichtig: „Kinderbetreuung ist ein wichtiger Standortfaktor geworden“, so Bürgermeister Wolfgang Fischer. Eine große Rolle spielt auch das Umfeld. Auch da sei die Stadt bereits aktiv: „Wir krempeln quasi die ganze Kernstadt um“, verwies er auf das Integrierte Handlungskonzept, das neben den bereits abgeschlossenen Baumaßnahmen wie Ruhrstraße und Kreisverkehr Markt noch zahlreiche weitere Arbeitsschritte beinhaltet. Die Bahnhofstraße wird derzeit erneuert – die Arbeiten in diesem Bereich sollen, das versprach der Bürgermeister, „bis Ende Juli abgeschlossen“ sein. 

Im frischgebackenen Kneipp-Heilbad Olsberg soll ein moderner Kneipp-Erlebnispark entstehen, in dem an verschiedenen Stationen die fünf Säulen von Kneipp erlebbar gemacht werden. Die Dörfer blieben nicht außen vor, sie könnten ihre Ideen beim „Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept“ (IKEK) einbringen, mit dem eine Strategie für die zukünftige Entwicklung der Gesamtstadt und aller Ortsteile erarbeitet werden solle. Elisabeth Nieder, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, rief auch die Unternehmer auf, sich einzubringen: „Nehmen Sie aktiv teil an den Terminen, teilen Sie Ihre Ideen mit“. Ziel sei „eine akttraktive Gesamtstadt“. 

Ein wichtiger Aspekt ist der Ausbau der Breitbandversorgung durch die Deutsche Telekom: „Da ist die Stadt Olsberg weit vorne“, lobte Reinhard Rohleder, Key Account Manager Infrastrukturvertrieb bei der Telekom, in seinem Vortrag die langjährig gute Zusammenarbeit. Da Homeoffice und Onlineshopping eine immer größere Bedeutung gewinnen, werde die Frage nach schnellem Internet bei der Job-Entscheidung immer – 2 – mehr in den Vordergrund rücken: „Bis 2020 werden 40 Prozent der Arbeitnehmer mobil arbeiten“, so Rohleder. 

Das Datenvolumen wachse jährlich um 33 Prozent. In spätestens fünf Jahren werden rund 40 Prozent der Geschäftskunden Cloud-Services nutzen. Reinhard Rohleder betonte: „Das alles bedeutet: Sie brauchen Breitband.“ In der Stadt Olsberg sei man bei der Verlegung von Glasfaserkabeln „sehr gut unterwegs“. Mitte 2018 wolle man auch in jenen Orten den Ausbau vollendet haben, die bisher als unterversorgt gelten. Rohleder: „Dann sind 95 Prozent und mehr mit Breitband versorgt. Dann ist die Stadt auf dem neuesten Stand.“ 

Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, verwies nach der Fertigstellung des Generationenparks und der Ruhrstraße noch auf zahlreiche weitere Maßnahmen: „Wir werden nicht in zwei oder drei Jahren fertig sein“, betonte er. Er nannte als Beispiele den Kneipp-Erlebnispark und die Bereiche Sachsenecke und Krankenhaus, den Bau des Kreisverkehrs in Bigge und die Sanierung der Bruchstraße. Was die Unternehmer besonders interessierte: Freie Flächen gibt es in den Gewerbegebieten Bigge-Süd, Bruchhausen und am Bahnhof Olsberg. 

Bürgermeister Wolfgang Fischer legt Wert auf einen Aspekt der Umgestaltung der Kernstadt, der auch die Gewerbetreibenden entlastet: „Kein Anlieger wurde zu Anliegerbeiträgen nach dem Kommunalen Abgabengesetz herangezogen.“ 

Elisabeth Nieder sieht das Kneipp-Heilbad Olsberg als bedeutenden Gesundheitsstandort und auch als wichtigen Wirtschaftszweig mit einer Vielzahl an Beschäftigten: Die Stadt habe die älteste Kneipphistorie in NRW. Ein Pfund, mit dem man wuchern könne: „Kurorte bieten eine hohe Standortqualität – das wird auch für Unternehmen immer wichtiger.“ Leben und Arbeiten an einem attraktiven Ort seien überzeugende Argumente für mögliche neue Mitarbeiter. So biete der Kneipp-Erlebnispark ein „ganzheitliches Konzept für mehr Attraktivität“.

 

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