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Tabaksteuererhöhung 2023 – womit die Shisha-Branche rechnen muss

Die Tabaksteuer ist für den deutschen Staat eine wichtige Einnahmequelle. Künftig soll die Steuer auf Tabakwaren noch teurer werden, was insbesondere die Shisha-Branche, die im Jahr 2022 ohnehin schon durch die neue Mengenbegrenzung pro Packung eingeschränkt wurde, hart trifft. Wie es das bereits in Kraft getretene Modernisierungsgesetz vorsieht, soll Shishatabak im Jahr 2023 künftig 19 Euro je Kilogramm kosten.

Tabaksteuer soll stufenweise erhöht werden

Shisha- und Zigarettenraucher müssen künftig noch tiefer in ihre Tasche greifen. Erstmals seit rund sieben Jahren beschloss die Bundesregierung mit dem Modernisierungsgesetz erneut eine Erhöhung der Tabaksteuer. Auch Shisha-Raucher, die Produkte von Elf Bar und anderen Marken konsumieren, werden in den kommenden Jahren kräftig zur Kasse gebeten. Denn anstelle einer einmaligen Erhöhung steigen die Steuersätze für Tabakwaren stufenweise an: Während 2013 19 Euro pro Kilogramm fällig werden, sind es 2026 bereits 23 Euro je Kilogramm. Eine weitere Neuerung betrifft die Liquids, auf die bisher keine Steuern erhoben wurden. Ab 2022 ändert die Regierung dies: 1,60 Euro kosten die Steuern 2022, 2024 dann zwei Euro und 2026 3,20 Euro.

Reformteil für Shishatabak und Liquids weiter umstritten

Dass der Gesetzgeber Wasserpfeifentabak und Liquids für E-Zigaretten stärker besteuert, stößt bei Branchenkennern sowie Konsument: innen nur bedingt auf Verständnis. Viele kritisieren die Regelung und sehen die Gefahr, dass sich wieder mehr Raucher und Raucherinnen den herkömmlichen Zigaretten zuwenden. Die Regierung begründet den Schritt mit den noch fehlenden Langzeitstudien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von E-Zigaretten und Shishas. Stattdessen erachte man die nunmehr geregelte Besteuerung als “angemessen, da auch neuartige Tabakprodukte die Gesundheit gefährden und süchtig machen können”.

Anteil an Rauchern nimmt in Deutschland weiter zu

Ungeachtet aller neuen Gesetze nimmt der Anteil an Raucherinnen und Rauchern in Deutschland wieder zu. Obwohl das Rauchen und Dampfen laut Gesundheitsreport gravierende Gesundheitsschäden im Körper hervorrufen kann, liegt der prozentuale Anteil an Rauchern bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren bei rund 31 Prozent. Darunter sind viele Konsument:innen, die neben Zigaretten auch Shishas dampfen. Dass der Anteil an Rauchern und Raucherinnen seit einigen Jahren wieder steigt, erklären sich Experten unter anderem mit den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Durch die Pandemiebedingten Einschränkungen und den damit verbundenen Stress würden auch viele ehemalige Raucherinnen und Raucher wieder zum Glimmstängel greifen oder eine Shisha oder E-Zigarette in die Hand nehmen.

Nachschub-Problem an Shisha-Tabak könnte durch Besteuerung verschärft werden

Nicht nur der erhöhte Anteil an Raucherinnen und Rauchern könnte angesichts der neuen Versteuerung problematisch sein. Kenner der Shisha-Branche rechnen ebenfalls damit, dass es aufgrund der neuen Mengenbegrenzung und der erhöhten Besteuerung bald zu gravierenden Lieferengpässen kommen könnte. Möglicherweise könnten die Konsument: innen keinen Nachschub mehr bekommen, da im Herbst so manche Regale leer stehen könnten. Angeheizt wird die Problematik durch die neue Mengenbegrenzung, die lediglich den Verkauf von Kleinverpackungen mit maximal 25 Gramm Tabak gestattet. Auch die Altbestände, die bis zum Jahreswechsel 2023 theoretisch abverkauft werden dürfen, könnten bereits Monate vorher größtenteils verkauft worden sein.

Neue Auftrieb für Schwarzmarkt möglich

Ferner bringt die hohe Besteuerung weitere Nachteile mit sich: So stellt sich die Shisha-Branche bereits jetzt auf einen florierenden Schwarzmarkt ein. Da der Shisha-Tabak bis zum Jahresende aufgrund der Inflation sowie der Zusatzsteuer möglicherweise das Doppelte kosten wird, kann sich nicht mehr jeder Verbraucher Tabak leisten. In unmittelbarer Folge könnte der Schwarzmarkt einen massiven Aufwind bekommen. Da Tabakwaren für Kriminelle ein äußerst lukratives Geschäft sind, erwartet auch der Zoll einen Anstieg der illegal gehandelten und verkauften Waren, möglicherweise mit Summen von bis zu mehreren Hundert Millionen Euro.

Ungeachtet aller Bedenken hält die Regierung sowohl an der neuen Mengenbegrenzung für Shisha-Tabak, als auch an der Steuererhöhung fest. Man erwarte keine signifikante Zunahme des Schwarzmarktes für Wasserpfeifentabak. Es bleibt abzuwarten, ob die Preise weiter ansteigen und wie Konsument: innen ab dem kommenden Jahr mit den gestiegenen Kosten für Tabakwaren umgehen.

Bildquellen

  • pexels-the-castlebar-5923508: Foto von The Castlebar: https://www.pexels.com/de-de/foto/manner-rauchen-freizeit-huka-5923508/
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