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Den Umzug richtig planen und kostengünstig gestalten

„Lieber dreimal ausgebombt als einmal umgezogen!“ Das durchaus makabre Bonmot verdeutlicht, was alles in einem Umzug steckt – an finanziellem Aufwand, an perfekter Organisation und auch an körperlichen Strapazen. Lohnt es sich, Profis zu engagieren oder sollte man den Wechsel in Eigenregie angehen?

Ein Umzug kann viele Gründe haben. Am ehesten ist es der Auszug aus der elterlichen Wohnung in die ersten eigenen vier Wände. Das kann ein WG-Zimmer in der Heimatstadt sein, oder auch die erste eigene Bude am Studienort, hunderte Kilometer entfernt. In diesen Fällen geht ja maximal ein Zimmer auf Reisen, was sich recht geschmeidig darstellt.

„Richtige“ Umzüge spielen in einer anderen Liga. Eine vierköpfige Familie mit Haustier muss aus beruflichen Gründen an einen neuen Ort wechseln. Oder man will sich wegen angekündigtem Nachwuchs vergrößern. Auch eine Herausforderung: Zwei Partner beschließen, zusammenzuschmeißen – dann ist vieles bereits doppelt vorhanden und es muss aussortiert werden.

Umsichtige Planung ist das A und O

Das wichtigste beim Umzug ist eine umsichtige Planung. Das erspart viel Geld, Zeit und Mühen. Geld kostet ein Umzug in jedem Fall, ob in Eigenregie oder per Spedition. Umso wichtiger ist es sich im Vorfeld die Zeit zu nehmen, um vernünftig zu planen. Also Angebote von Logistikern nachfragen, oder beim Selbstumzug Angebote von Lkw-Vermietern einholen. Solche Laster sind an den Wochenenden, gerade um den Monatswechsel oder zu Monatsmitte häufig ausgebucht. Es empfiehlt sich, an anderen Tagen zu mieten, dann sind die Preise auch deutlich niedriger.

Das Umzugsfahrzeug ist nur ein Teil der Kosten eines Wohnortwechsels. Helfer und ausreichend Umzugskartons, das Beantragen von Halteverbotszonen, mögliche Renovierungsarbeiten und nicht zuletzt die Ummeldungen bei den diversen Ämtern und Behörden müssen in die Planung einbezogen werden. Für das Einrichten einer Halteverbotszone berechnen Kommunen in der Regel Gebühren zwischen 50 und 180 Euro.

Schnell und versichert ist der Umzug mit der Spedition

Ein privater Umzug dauert definitiv länger und ist wesentlich arbeitsintensiver. In die Berechnung der exakten Kosten müssen mehrere Punkte einfließen: Transporter mit Kraftstoff, Umzugshelfer, Verpackungsmaterial, aber auch die Kosten für das Halteverbotsschild und die Verpflegung der Umzugshelfer dürfen nicht vergessen werden. Bei einem Umzug in Eigenregie verliert man einige Urlaubstage, vielleicht benötigt man zusätzlich eine professionelle Kinderbetreuung. Wer sich privat die komplette Organisation eines Umzugs und den damit verbundenen Stress ersparen möchte, lässt umziehen. Aber auch das ist kein Selbstläufer und bedarf genügend Vorlaufzeit.

Selbstverständlich sollte man mehrere Angebote einholen und diese genau miteinander vergleichen. Auch für diesen Service gibt es im Internet Vergleichsportale wie Umzug-365.de, in denen man seine gewünschten Leistungen definieren kann und dann entsprechende Angebote erhält. Die Preisspanne kann beträchtlich sein, bei allzu günstigen Offerten sollte man ebenso kritisch sein wie bei Anbietern mit hohen Angeboten, die auf die Unwissenheit der Kunden spekulieren. Umzüge finden ja eher selten statt, mit dem Thema ist man also nicht so vertraut wie mit den Benzinpreisen. Ein guter Tipp: Man hört sich im Freundes- und Bekanntenkreis um und vertraut auf gemachte gute Erfahrungen.

Sparen wenn man selber packt

Seriös arbeitende Umzugsunternehmen werden vor Abgabe eines konkreten Angebotes beim Auftraggeber persönlich vorstellig und sich einen Überblick über den Umfang des Transportguts verschaffen. Geld kann man sparen, indem man die Umzugskartons selbst packt und auch wieder auspackt. Spediteure sind bei den zu erbringenden Leistungen sehr flexibel und schneidern genau das Angebot, welches die gewünschten Leistungen abdeckt. Was auch zu bedenken ist: Beim Umzug mit den Profis sind Möbel und alle anderen Gegenstände versichert. Sollte also mal etwas schiefgehen, springt die Versicherung des Logistikers ein.

Mit dem Packen der Kisten sollte man spätestens eine Woche vor dem Umzugstermin beginnen. Möglicherweise lassen sich ja nicht benötigte Dinge schon im Vorfeld ins neue Domizil karren. Kartons in guter Qualität gibt es neu im Baumarkt, oder auch gebraucht in den Kleinanzeigen. Ein Maximalgewicht von 20 Kilogramm ist noch gut zu händeln. Wichtige, häufig benutzte Gegenstände sollten in einer Kiste vereint sein, sodass man nicht mehrere aufreißen muss, um das Gesuchte zu finden. Ebenso wichtig ist, dass man die Umzugspakete genau mit dem Zielraum beschriftet, um ein Durcheinander zu vermeiden.

Kartons als Letztes rein und als Erstes raus

Kartons sollten zum Schluss eingeladen werden. Dann sind sie beim entladen zuerst dran und können in den entsprechenden Räumen gestapelt werde. Wichtige oder wertvolle Sachen bringt man lieber im eigenen Auto ins neue Heim. Ein Umzug verursacht jedoch nicht nur Stress und Mühe, sondern ist zugleich eine gute Gelegenheit den Hausstand auszumisten. Das spart Kartons, Platz und über Verkäufe lässt sich möglicherweise noch etwas Geld verdienen. Außerdem bietet ein Umzug einen Kündigungsgrund und somit eine gute Gelegenheit, sich nach dem günstigsten Anbieter für Strom-, Gas- und Telefonanschluss umzusehen. Oder man verhandelt mit seinem Anbieter über bessere Konditionen. Wir wünschen auf alle Fälle ein gutes Gelingen und Glück am neuen Ort.

 

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