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Konzepte zur Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit: Geld ist nicht alles

Ein attraktives Gehalt reicht längst nicht mehr aus, um die qualifiziertesten und besten Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu begeistern und langfristig halten zu können. Dinge wie flexible Arbeitszeitmodelle, eine ausgewogene Work-Life-Balance, eine positive Arbeitsumgebung und Nachhaltigkeit rücken für immer mehr Arbeitnehmer auf der Wunschliste nach oben. Wir stellen einige interessante Konzepte vor.

Ein attraktives Gehalt reicht längst nicht mehr aus, um die qualifiziertesten und besten Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu begeistern und langfristig halten zu können. Dinge wie flexible Arbeitszeitmodelle, eine ausgewogene Work-Life-Balance, eine positive Arbeitsumgebung und Nachhaltigkeit rücken für immer mehr Arbeitnehmer auf der Wunschliste nach oben. Wir stellen einige interessante Konzepte vor.

Bildrechte: Flickr work Sean MacEntee CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Das Nein zu Nine-to-Five

Eins vorweg: Die Arbeitsbedingungen in Deutschland sind keinesfalls schlecht. Laut den Ergebnissen einer aktuellen, von LinkedIn durchgeführten „Work Satisfaction“-Studie sind Berufstätige hierzulande in ihrem Job im weltweiten Vergleich am zufriedensten. Das heißt aber nicht, dass es keinen Raum für Verbesserungen gibt.

Viele Arbeitnehmer machen regelmäßig Überstunden, die in vielen Fällen nicht einmal vergütet werden. Hinzu kommt, dass die stetige Erreichbarkeit über Mail oder Telefon die 40-Stunden-Woche bzw. das klassische „Nine to Five“-Arbeitsmodell vielerorts längst ausgehebelt hat. Gesundheitliche Probleme oder zumindest Unzufriedenheit im Job sind nicht selten direkte Folgen der Überbelastung.

Daher ist es kaum verwunderlich, dass laut einer aktuellen Studie ca. 40% aller Arbeitnehmer am liebsten ihre Arbeitszeit verkürzen würden. Dazu passt, dass die Erwartungshaltung, ein Arbeitnehmer könne 8 Stunden täglich seine bestmögliche Leistung abrufen, bestenfalls Wunschdenken ist – ein Umstand, der unter Forschern längst als gesicherte Tatsache gilt.

In Skandinavien werden bereits seit einiger Zeit Arbeitsmodelle mit 6-Stunden-Tagen getestet. Im Falle einer Toyota-Werkstatt im schwedischen Göteborg wurde infolgedessen sogar der Umsatz gesteigert. Auch das Thema Homeoffice ist andernorts präsenter als in der Bundesrepublik: In den Niederlanden ist ein Recht auf Heimarbeit gesetzlich verankert. Die Vorteile für die Mitarbeiter liegen auf der Hand: Sie sparen die Zeit ein, die sie ansonsten beim Pendeln zum und vom Arbeitsort aufwenden müssten. Bei einer breiten Anwendung des Konzepts sinkt zusätzlich das Verkehrsaufkommen und damit die Umweltbelastung – heutzutage für viele Arbeitnehmer ein wichtiger Faktor.

Vollkommen weg von einem klassischen Arbeitszeitenmodell bewegt sich der sogenannte ROWE-Ansatz. Im sogenannten Results-Only Work Environment sind die geleisteten Arbeitsstunden egal – es zählt einzig, dass das erforderte Resultat erreicht wird. So kann die Work-Life-Balance nachhaltig verbessert werden.

Allerdings führt mehr Flexibilität nicht zwingend zu einem besseren Arbeitsklima. Urlaubsregelungen, bei denen sich Arbeitnehmer, wann und so lang sie wollen, Urlaub nehmen können, schlagen eher ins Gegenteil um: Wer in einem solchen Setting Urlaub macht, wird von seinen Kollegen nicht selten als Faulenzer abgestempelt. In der Folge leidet die Stimmung im Team.

Boni und Dynamik

Deutlich geeignetere Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit stellen betriebsbezogene Zusatzleistungen dar. Die Bandbreite solcher Benefits reicht dabei vom kostenlosen Frühstück im Betrieb über eine frei zugängliche Minibar bis hin zur Haustierbetreuung.

Neben attraktiven Arbeitszeitmodellen und solchen Sonderleistungen ist auch die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes selbst (sofern es sich nicht ums Homeoffice handelt) ein wichtiger Faktor sowohl für die Produktivität als auch die Zufriedenheit der Angestellten. In Stein gemeißelte Strukturen wie Großraumbüros mit fest zugeordneten Sitzplätzen befinden sich auf dem absteigenden Ast. Der Arbeitsplatz von morgen ist eine dynamische Arbeitsumgebung, in der jeder Mitarbeiter im Rahmen seiner Aufgaben die Wahl hat, wo er sie erledigen möchte.

Eine weitere Alternative zu festen Räumlichkeiten sind Shared Workspaces. Das sind Räumlichkeiten, in denen Mitarbeiter verschiedener Unternehmen sowie Freelancer gemeinsam unter einem Dach arbeiten – das regt die Kreativität an und kann zu interessanten Synergie-Effekten führen. Weiterführende Informationen über Trends zum Arbeitsplatze von morgen sind auf der Plattform Urban Hub abrufbar.

 

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