Business-on.de erhielt die Möglichkeit, mit dem Erfinder der digitalen Innovation „Video-Ident“ Frank S. Jorga, der auch Gründer und Geschäftsführer von WebID ist, ein Interview über sein Unternehmen und seine künftigen KI-Produkte zu führen:
business-on.de: Herr Jorga, stellen Sie unseren Lesern doch einmal kurz die WebID vor.
Frank S. Jorga: Die WebID Solutions GmbH wurde im Jahr 2012 in Berlin gegründet und hat sich auf international anwendbare Sicherheitsprodukte und Dienstleistungen für Online-Rechtsgeschäfte spezialisiert. Mit unseren Lösungen sorgen wir für eine sichere und schnelle Durchführung von Online-Identifikationen und -Vertragsabschlüssen. Wir sind der Erfinder der Videoidentifikation, kurz „Video-Ident“, die heute als GwG-konforme Lösung von zahlreichen Unternehmen der Finanzbranche eingesetzt wird – beispielsweise bei der Kontoeröffnung.
Mit unserer Global Trust Technology Platform (GTTP) bieten wir sowohl unseren Geschäftskunden als auch Partnerunternehmen ein großes Spektrum an Kompetenz, Technologien und Lösungen. Für unsere Geschäftskunden können je nach Anforderung und Use Case individuelle Lösungen zusammenstellt werden: Von einfach, schnell und sicher bis zu hochkomplex, GwG-konform usw. Der Kunde ist dabei über eine einzige Schnittstelle angebunden. Der entscheidende Vorteil unserer Lösung ist, dass unsere eigenen Produkte direkt an die Plattform angebunden sind und wir parallel die Plattform kontinuierlich mit unserer Produktlösungskompetenz an die internationalen Anforderungen bei Identifikationen & Online-Signaturen anpassen können.
Aktuell sind neben den GwG-konformen Identifikationsverfahren auch automatische Produkte an die Plattform angebunden, die zum Teil bereits heute künstliche Intelligenz zur Personenidentifikation nutzen. So können mit unserem Produkt „WebID AI“, welches seit Juli 2017 angewendet wird und seit 2019 um künstliche Intelligenz erweitert wurde, etwa 7.000 Ausweisdokumente aus 194 Ländern in Sekundenschnelle geprüft werden.
business-on.de: In welchen Branchen finden sich Ihre Kunden und wieviel kosten Ihre Dienstleistungen?
Frank S. Jorga: Unsere Videoidentifikation orientiert sich an den Regularien der BaFin sowie an Gesetzesvorgaben wie der eIDAS-Verordnung und dem GwG, welche von Banken erfüllt werden müssen. Entsprechend zählen insbesondere Unternehmen des Finanzsektors zu unseren Kunden. Getrieben durch die Entwicklung automatisierter Produkte kommen zunehmend jedoch auch andere Branchen hinzu, die nicht den strengen Anforderungen der Finanzbranche unterliegen und trotzdem die Identität der Kunden kennen wollen. Der Grund sind steigende Sicherheitsbedürfnisse, aber auch gesetzlich vorgeschriebene Alters- und Identitäts-Verifizierungen bei Onlinegeschäften. Diese Aspekte sind unter anderem in den Bereichen E-Commerce, Versicherungen, Telekommunikation, Mobility und Gaming relevant.
Für Endnutzer sind unsere Lösungen kostenfrei. Bei Unternehmen sind die Kosten im Regelfall an die Anzahl der Transaktionen gekoppelt. Generell können wir sagen, dass unsere Videoidentifikation personalintensiv und daher mit höheren Kosten verbunden ist als die automatisierten Lösungen wie z. B. WebID AI.
business-on.de: Im Zuge digitaler Transformation setzen immer mehr Fintechs auf den Einsatz künstlicher Intelligenz – so auch Ihr Unternehmen. An welchen konkreten Punkten kommt Ihre Technologie im Finanzwesen zum Einsatz?
Frank S. Jorga: Mit der voranschreitenden Digitalisierung wachsen die Sicherheitsauflagen von Gesetzgebern und Behörden wie der BaFin zur Verhinderung der Geldwäsche. Wir sind stolz, mit unserer Videoidentifikationslösung der Pionier im Video-Ident-Prozess zu sein und die Sicherheitsauflagen der BaFin nicht nur vollständig zu erfüllen, sondern auch mitgestaltet zu haben. Unsere Lösungen eignen sich für den Know-your-Customer-Prozess, kurz KYC-Prozess, und auch zur Betrugsprävention. Unsere spezialisierten Mitarbeiter werden in diesem Kontext regelmäßig durch erfahrene Kriminalbeamte geschult. Zudem haben wir mit „WebID QES“ eine Lösung zur digitalen Unterzeichnung von Verträgen im Portfolio. Dieses Produkt lässt sich im Finanzbereich ideal in Kombination mit der Videoidentifikation oder anderen Identifikationen einsetzen.
In der Zusammenarbeit mit unseren Geschäftskunden zeigt sich eine steigende Nachfrage nach immer sichereren, aber auch immer schnelleren Prozessen. Automatisierte Produkte gewinnen kontinuierlich an Bedeutung, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. WebID setzt dabei auf die Leistungsfähigkeit künstlicher Intelligenz, um Identifikationen unabhängig von menschlichen Einflüssen noch sicherer und schneller durchführen zu können.
business-on.de: Welche konkreten Vorteile ergeben sich für Finanzdienstleister und auch für Kunden durch Ihre Technologie und wie unterscheidet sie sich von anderen?
Frank S. Jorga: Unsere Lösungen reduzieren den Zeitaufwand von Transaktionen wie Kontoeröffnungen erheblich – und zwar für beide Seiten. Mit „WebID QES“ ermöglichen wir zudem eine Digitalisierung ehemals papiergebundener Prozesse beim Vertragsabschluss.
Unser Technologievorsprung und Wettbewerbsvorteil liegt in der raschen, verlässlichen und ortsunabhängigen Abwicklung von Identifikationsprozessen und der Möglichkeit, Kunden individuell auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und anzubieten. Einzigartig ist zudem unser Hochsicherheits-Videoident-Center in Deutschland mit eigenen Mitarbeitern. Auch unsere Server befinden sich ausschließlich im Inland. Unternehmen erhalten somit Datenschutz und Datensicherheit „Made in Germany“, der sämtlichen hierzulande gültigen Gesetzesvorgaben entspricht.
business-on.de: Planen Sie weitere Produkte im Bereich KI, und wenn ja, welche?
Frank S. Jorga: Als Technologieunternehmen entwickeln wir unsere erfolgreichen Lösungen fortlaufend weiter. Daneben stehen weitere Produkte vor der Markteinführung. Interessant wird, wann automatisierte, KI-unterstützte Produkte auch als alleinstehende Identifikationslösung von den Behörden zugelassen werden und welche Voraussetzungen Dienstleister in diesem Fall erfüllen müssen.
Im Fokus steht bei WebID aber auch die Weiterentwicklung unserer True-Identity-Datenbank, die derzeit bereits über 4 Millionen datenschutzkonform gespeicherte Identitäten enthält. Sie ermöglicht es erfolgreich identifizierten Anwendern, bei weiteren Legitimationen auf ihre verifizierten Daten zurückzugreifen, so dass der Aufwand einer erneuten Durchführung eines Identifikationsverfahrens unnötig wird. Ein klarer Vorteil für alle.
business-on.de: Herr Jorga, wir danken Ihnen vielmals für dieses interessante Interview.
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
ArbeitslebenArbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.
AktuellWer heute ein Bürogebäude, einen Handelsstandort oder eine gemischt genutzte Gewerbeimmobilie modernisiert, landet schnell bei derselben Frage: Reicht ein konventionelles Heizsystem noch aus, wenn Energiekosten, CO2-Emissionen und regulatorische Vorgaben gleichzeitig Druck machen? Genau an diesem Punkt wird die Wärmepumpe für viele Unternehmen interessant. Das zeigt auch der Blick auf den Markt. In Nichtwohngebäuden lag der Wärmeverbrauch 2023 bei 207 TWh. Davon entfielen noch 69 Prozent auf Öl, Gas und Kohle. Zugleich gewinnen Wärmepumpen im Neubau und bei neuen Projekten spürbar an Bedeutung. Die Debatte wird trotzdem noch zu grob geführt. In vielen Gesprächen geht es nur um die Frage, ob eine Wärmepumpe funktioniert. Die bessere Frage lautet: In welchem Gebäude, mit welcher Wärmequelle und unter welchen Lastprofilen rechnet sie sich? Für eine kleine Büroeinheit gelten andere Maßstäbe als für ein Produktionsgebäude mit hohem Wärmebedarf, langen Laufzeiten oder zusätzlicher Kälteversorgung. Genau deshalb braucht das Thema eine wirtschaftliche und technische Einordnung, die näher an der Praxis bleibt. Warum Wärmepumpen im Gewerbe gerade jetzt ein reales Entscheidungsthema sind

